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Zukunft des größten Teils der Beschäftigten von Bosch Solar scheint gesichert

Bosch macht Fortschritte im Ausstieg aus dem Solargeschäft. Mit Solarworld hat man einen vielversprechenden Käufer gefunden, der gut 800 der insgesamt 1500 im Bosch Solar Werk in Arnstadt beschäftigten Mitarbeiter übernehmen will. Der Kaufvertrag wurde bereits unterzeichnet.

© il-fede - Fotolia.com
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Seitdem sich Bosch im März 2013 entschieden hatte aus dem Solargeschäft auszusteigen, ist die Zukunft der rund 1500 Mitarbeiter im Bosch Solar Werk in Arnstadt ungewiss. Von Anfang an machte Bosch klar, dass es dem Unternehmen darum ginge so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten – und tatsächlich scheint Bosch Wort zu halten.

So hat sich mit Solarworld ein vielversprechender Käufer gefunden. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde kürzlich unterzeichnet. Solarworld übernimmt dabei Teile der Bosch Solar Produktionsanlagen und sichert somit rund 800 Arbeitsplätze. Da Solarworld selbst aus einer schweren Krise kommt und sich noch immer in der Umstrukturierung befindet, dürfte der Deal für Bosch alles andere als lohnend ausgefallen sein. So lobte Solarworld-Chef Frank Asbeck etwa die Großzügigkeit Boschs bei dem Gesamtdeal. Mit der Übernahme großer Teile von Bosch Solar steigt Solarworld zu den Top Ten der weltweiten Solarmodulhersteller auf.

Dank eines weiteren Investors dürften 100 zusätzliche Arbeitsplätze gesichert werden können. Darüber hinaus hat Bosch angekündigt die Produktion eines derzeit in Ungarn hergestellten Automobilelektronikprodukts nach Arnstadt zu verlegen. Mittelfristig können so weitere 250 Arbeitsplätze gesichert werden. Für rund 400 Bosch Solar Beschäftigte bleibt die Zukunft aber weiter ungewiss. Es ist offen, ob noch Möglichkeiten zur Erhaltung der Arbeitsplätze gefunden werden können. Auch die Gründung einer Transfergesellschaft ist möglich.

 

Übernimmt Solarworld das Bosch Solar Werk in Arnstadt?

Vor einigen Monaten hatte Bosch beschlossen komplett aus dem Solargeschäft auszusteigen. Seitdem war ungewiss was mit dem Bosch Solar Werk in Arnstadt sowie seinen rund 1600 Beschäftigten passieren soll. Jetzt verdichten sich die Hinweise darauf, dass Solarworld das Bosch Solar Werk übernehmen wird. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

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Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Insider berichtet seien die Gespräche zwischen Solarworld und Bosch hinsichtlich einer Übernahme des Bosch Solar Werks in Arnstadt nahezu abgeschlossen. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit scheint Solarworld also wirklich der neue Eigentümer von Bosch Solar zu werden.

Die Solarsparte des Unternehmens Bosch schreibt seit ihrer Gründung rote Zahlen und hat bereits Verluste in Milliardenhöhe angehäuft. Angesichts des immensen Verlusts entschied Bosch sich dazu komplett aus dem Solargeschäft auszusteigen. Seitdem ist ungewiss was mit Bosch Solar sowie den rund 1600 Beschäftigten des Werks in Arnstadt geschehen soll. Bosch ließ bisher nur verlautbaren auf der Suche nach möglichen Investoren zu sein sowie auch interne Lösungen in Betracht zu ziehen.

Angesichts des Know-hows des Konzerns Solarworld scheint eine Übernahme von Bosch Solar durchaus vorstellbar. Allerdings dürfte Solarworld kaum einen angemessenen Preis für das Werk zahlen können, immerhin entging Solarworld kürzlich selbst knapp der Insolvenz und hat noch immer eine Schuldenlast von mehreren hundert Millionen Euro zu tragen. Bosch betonte allerdings mehrmals, dass es dem Unternehmen auch um die Sicherung der Arbeitsplätze gehen. Bei einer Übernahme durch Solarworld würde zumindest ein Großteil der Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Solarworld: Rettung in Sicht?

Medienberichten zufolge hat sich das stark angeschlagene Solarunternehmen „Solarworld“ mit seinen Gläubigern und einem Investor auf einen Finanzplan geeinigt. Das Unternehmen hat einen Schuldenberg von 900 Millionen Euro und steht seit längerem kurz vor der Insolvenz. Solarworld-Chef Asbeck bestätigte die Gerüchte allerdings nicht.

Der Solargigant Solarworld befindet sich schon seit längerem in der Krise und hat mit einem immens gewachsenen Schuldenberg zu kämpfen. Insgesamt beläuft sich die Schuldenlast des Unternehmens auf 900 Millionen Euro – ein Betrag den Solarworld unmöglich aus eigener Kraft stemmen kann. Rettung verspricht nun ein Investor aus Katar, der Medienberichten zufolge für 35 Millionen Euro 30 Prozent der Solarworld Aktien kaufen will. Durch eine Wandelanleihe sollen noch einmal kurzfristig 200 Millionen Euro in die Kassen gespült werden.

Zumindest eine unmittelbare Insolvenz wäre damit abgewendet. Die Gläubiger des Bonner Solarkonzerns müssten diesem neuen Finanzplan allerdings erst zustimmen. Wie das „Wall Street Journal Deutschland“ berichtet liegt eine solche Einigung bereits vor. Mit dem neuen Finanzkonzept würde Solarworld Gründer Frank Asbeck zusammen mit dem neuen Investor aus Katar knapp 50 Prozent der Aktienanteile an Solarworld halten. Einige Wochen zuvor hatte Asbeck bereits angekündigt selbst 11 Millionen Euro in sein angeschlagenes Unternehmen investieren zu wollen. Zu den aktuellen Gerüchten um den Investor aus Katar und eine mögliche Einigung mit den Gläubigern äußerte sich Asbeck allerdings zurückhaltend. Gegenüber der dpa meinte er: „Kann ich nicht bestätigen“ und „Warten Sie mal Montag, Dienstag ab“.

Photovoltaik im Trend und SolarWorld muss Mitarbeiter entlassen

SolarWorld ist einer der wichtigsten deutschen Hersteller von Photovoltaik Modulen, mit denen umweltfreundliche und erneuerbare Energien aus der Strahlung der Sonne genutzt werden können. Überall wird propagiert, dass die Energieerzeugung immer mehr in Richtung erneuerbare Energien verlagert werden muss. Und trotzdem muss das in Bonn ansässige Unternehmen 250 Mitarbeiter entlassen, was immerhin mehr als ein Zehntel der aktuell vorhandenen Belegschaft ausmacht.

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