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Verbraucherschützer fordern Verlangsamung des Ausbaus von Offshore-Windparks

Die Windkraft produziert in Deutschland einen bedeutenden Teil der erneuerbaren Energien. Strom aus regenerativen Quellen beteiligt sich zurzeit mit rund 22 Prozent am deutschen Energiemix, 7,4 Prozent kommen davon alleine aus Windanlagen.

Doch obwohl die Windenergie einen wichtigen Teil der Energiewende bildet, führt ihr Ausbau auch zu steigenden Kosten. Deshalb soll der Bau von neuen Offshore-Windparksverlangsamt werden, so der  Bundesverband der Verbraucherzentralen. „Der Bau von Offshore-Windanlagen im tiefen Meer weit vor der Küste stellt sich immer mehr als ökonomischer Irrläufer heraus“, heißt es in einem Papier der Verbraucherschützer.

Um die Kosten durch die Offshore-Parks zu senken, empfiehlt die Verbraucherzentrale den geplanten Ausbau der Offshore-Kapazitäten zu senken. Anstatt der bisherig für 2022 geplanten 14 Gigawatt Leistung, sollen lediglich 5 Gigawatt installiert werden. In Kombination mit einem erweiterten Ausbau von Solar- und Windanlagen an Land, könnte jährlich zwei bis drei Milliarden Euro eingespart werden.

Zudem empfehlen die Verbraucherschützer die Erschaffung eines Bundesamtes für Energie, denn wie man zuletzt am gescheiterten Klimagipfel erkennen kann, gibt es Unstimmigkeiten zwischen Bund und Ländern. Bundesumweltminister Peter Altmaier warf den Ländern deswegen sogar Egoismus vor. Beim Energiegipfel vor zwei Wochen trafen sich Bund und Länder, um das Problem der steigenden Strompreise zu lösen. Es kam hierbei jedoch zu keiner Einigung und die Gespräche sollen bis Mai unter Führung des Kanzleramtes weiterlaufen.

Anschluss von Offshore-Windparks eventuell noch teurer als erwartet

Durch die stetigen Verzögerungen des Anschlusses der Offshore-Windparks könnte es für die deutschen Verbraucher noch teurer werden, als bisher von der Bundesregierung prognostiziert wurde. Dies geht zumindest aus einer Studie der Grünen hervor. So könnten die Betreiber von Windparks bis zum Jahr 2015 einen Schadensersatz von 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro verlangen. Im Gesetz, das vorige Woche auch vom Bundesrat verabschiedet wurde, sei dagegen von einer Milliarde Euro die Rede.
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