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Neue Offshore Allianz formiert sich

Die beiden großen Netzbetreiber 50 Hertz und Tennet wollen in der nächsten Zeit stärker zusammenarbeiten. Die Kooperation richtet sich vor allem auf einen schnelleren Ausbau der Offshore Windparks. Entsprechend umfasst die Kooperation auch viele Windparkbetreiber. Durch eine stärkere Zusammenarbeit erhoffen sich alle Unternehmen eine schnellere Problembewältigung.

Die Ziele der Bundesregierung im Bereich Offshore-Windenergie sind sehr ehrgeizig. In 10 Jahren sollen in Deutschland bereits Windparks mit einer Leistung von etwa 14 Gigawatt in Betrieb sein. Derzeit ist nur ein Bruchteil dieser Kapazität im Offshore Bereich in Betrieb. Entsprechend stark muss der Ausbau in den nächsten Jahren vorangetrieben werden.

Die zwei großen Netzbetreiber Tennet und 50 Hertz haben nun eine Allianz mit zahlreichen Windparkbetreibern ins Leben gerufen, um eben diesen Ausbau zu beschleunigen. Anders als die Onshore Windenergiebranche sieht sich die Offshore Branche einer ganzen Reihe von Problemen gegenüber gestellt, die den Ausbau der Windparks verzögern. So ist alleine die Installation der Anlagen auf hoher See eine Herausforderung, die nicht nur logistische Probleme mit sich bringt, sondern auch den Einsatz von teuren, eigens hierfür gebauten, Schiffen notwendig macht. Hinzu kommt, dass die Anbindung der Windparkanlagen ans Stromnetz oft Probleme bereitet.

Im Rahmen der neu geformten Windpark-Allianz könnten bestimmte Verfahren standardisiert werden, was einen schnelleren Bau der Anlagen ermöglichen würde. Durch kollektive Problemlösestrategien dürften außerdem künftige Problem schneller behoben werden können. Schon in den nächsten Wochen wollen sich Vertreter der beteiligten Unternehmen mehrmals treffen, um in verschiedenen Projektgruppen Schwerpunkte zu setzen.

Etwas über den Windsektor und deren Unternehmen

Der Wind als Energiequelle wurde bisher nur im Flachland genutzt. Die europäische Energiepolitik setzt verstärkt auf erneuerbare Energien, und auch Wind spielt dabei eine wichtige Rolle. Vor allem wird in diesem Zusammenhang aber daran gedacht, große Windräder in die Meere zu verlegen, wo aus landschaftsökologischen Gründen keine Bedenken gehegt werden müssen, wo das Problem der Lärmbelästigung entfällt und wo konstante, relativ gute Windverhältnisse vorliegen.
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EnBW legt Projekt „Hohe See“ auf Eis

Der Energiekonzern EnBW hat seine bisherigen Pläne für den Nordsee-Windpark auf Eis gelegt. Das Unternehmen will vorerst auf eine Aufklärung der Gesetzeslage warten, bevor es 1,5 Milliarden Euro in den Windpark investiert. Momentan ist es dem Netzbetreiber Tennet möglich die Netzanbindung hinauszuschieben. Dies könnte zu einer Verzögerung um bis zu zwei Jahre für das Projekt bedeuten. Der Windpark mit seinen 80 Windrädern würde somit erst 2017, anstatt 2015, ans Netz gehen.
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