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Altmaier auf der Suche nach Zwischenlager

In der kommenden Woche will sich Bundesumweltminister Altmaier mit den vier Betreibern der deutschen Atomkraftwerke treffen. Thema wird die Suche nach einem Zwischenlager sein, so ein Focus-Bericht. Es soll hierbei geklärt werden, unter welchen technischen und finanziellen Bedingungen die Konzerne ihre Zwischenlager öffnen, wie das Nachrichtenmagazin aus Ministeriumskreisen erfahren hat.

Es werden nämlich rund 26 Castor-Behälter mit deutschem Atommüll aus den Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und aus dem französischen La Hague erwartet. Eigentlich sollte das Endlager Gorleben diese Behälter aufnehmen, doch einigten sich Bund und Länder auf eine neue Suche für ein passendes Endlager. Nach Gorleben sollen deshalb vorerst keine weiteren Castor-Transporte fahren. Zuerst zeigten sich die Bundesländer Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg bereit in ihren jeweiligen Anlagen Brunsbüttel und Philippsburg den Müll zu lagern. Mittlerweile blocken die beiden Länder jedoch.

Eine Enquentekommission bestehend aus 24 Personen, die sich aus Abgeordneten und Vertretern von Wissenschaft, Umweltverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und Wirtschaft zusammensetzen wird, soll bis 2015 Kriterien aufstellen, mit denen ein passender Standort für ein Endlager gesucht werden soll. Eine endgültige Auswahl soll jedoch erst 2031 getroffen werden. Die Suche nach einem Zwischenlager sollte möglichst bald vollendet sein, denn die Behälter aus dem Ausland werden schon 2015 erwartet. Bis dahin hat die Bundesregierung Zeit, ein Zwischenlager zu finden.

Trotz Einigung Probleme bei Endlagersuche

Am Dienstag konnten sich Bund und Länder nach jahrzehntelanger Streiterei auf eine gemeinsame Suche nach einem deutschen Atommüll-Endlager einigen. Eine Enquentekommission soll bis 2015 Kriterien festlegen, über die ein passender Standort ausgewählt werden soll. Auch Gorleben soll zu den möglichen Standorten hinzugezählt werden, wobei jedoch im Gegenzug vorerst keine Castortransporte zum dortigen Endlager durchgeführt werden sollen.

Die Kommission wird aus einem 24 Personen starken Team bestehen, das sich aus Abgeordneten und Vertretern von Wissenschaft, Umweltverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und Wirtschaft zusammensetzen wird. Die endgültige Auswahl für das Endlager soll jedoch erst 2031 stattfinden. Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause im Bundestag durchgebracht werden.

Trotz dieser Einigung gibt es auch Probleme. Denn die neue Endlagersuche soll von den Atomkraftwerks-Betreibern finanziert werden. Das deutsche Atomforum (DAtF) begrüße zwar eine Einigung in der Suche nach einem Endlager und würde auch die Expertise in der Suche bereitstellen, jedoch sehen sie keine rechtliche Grundlage für die Finanzierung der neuen Suche, solange noch keine abschließende Bewertung für die Eignung des Salzstocks Gorleben vorliege.

Desweiteren müssen Bund und Länder in den nächsten Wochen festlegen, wo die restlichen Castor-Behälter aus dem Ausland gelagert werden sollen. Es werden nämlich 2015 noch rund 26 oder 27 Behälter aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield und  aus dem französischen La Hague erwartet. Mögliche Lager würden die Atomkraftwerke Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und Philippsburg (Baden-Württemberg) darstellen.

Gorleben-Überprüfung als Endlager vorerst gestoppt

Am Sonntag haben sich Niedersachsen und der Bund über das Problem der Endlagersuche geeinigt. Vorerst sollen keine weiteren Castor-Transporte und Erkundungen beim Endlager Gorleben stattfinden, so der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Montag in Hannover. Dies wurde ihm von Bundesumweltminister Peter Altmaier zugesichert (CDU).
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