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Rösler fordert Änderungen am EEG

In Leipzig fand am Dienstag und Mittwoch das zweite Ostdeutsche Energieforum statt. Dort diskutierten rund 600 Fach- und Führungskräfte über neue Lösungen für die Energiewende. Auch Bundesumweltminister Peter Altmaier und Wirtschaftsminister Philipp Rösler waren bei der Veranstaltung zugegen.

Ein wichtiges Thema war das Erneuerbare Energie Gesetz. Rösler forderte eine grundlegende Reform des EE-Gesetzes. Anstatt der bisherigen gesicherten Einspeisevergütung könnte ein sogenanntes „Zuschlagsmodell“ eingesetzt werden. Zurzeit erhalten Besitzer von Photovoltaik-Anlagen eine festgelegte Vergütung pro Kilowattstunde. Würde das Zuschlagsmodell zum Einsatz kommen, gäbe es zukünftig nur einen Zuschlag zu dem momentan erzielten Preis am Markt.

Desweiteren kritisierte Rösler die Rufe neben dem Atomausstieg auch den Kohleausstieg bis 2020 oder 2030 durchzuführen. Die fossilen Kraftwerke seien notwendig, um eine Netzstabilität in Deutschland zu gewährleisten. Zudem betonte Rösler die Wichtigkeit des Netzausbaus, welcher wichtig für ein Gelingen der Energiewende sei.

Netzstabilität und Netzausbau sind ein wichtiges Thema. Erst kürzlich wurde der Weiterbetrieb des Gaskraftwerkes Irsching 5 bestätigt. Zuvor hatte der Betreiber Eon und Regionale-Betreiber mit dem Abschalten des Kraftwerkes gedroht. Das modernste Gaskraftwerk der Welt wird zukünftig vom Netzbetreiber Tennet subventioniert. Die Bundesnetzagentur hatte sich für den Weiterbetrieb des Gaskraftwerkes eingesetzt, in Hinsicht auf die kommende Abschaltung des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld 2015.

 

 

 

Irsching bleibt trotz Unwirtschaftlichkeit am Netz

Es ist endgültig beschlossen, das Gaskraftwerk Irsching 5 wird am Netz bleiben. Im bayrischen Irsching hat Eon für viel Geld das modernste Gaskraftwerk der Welt gebaut, doch rentiert hat es sich nicht. Zuletzt hatten Eon und lokale Versorger sogar mit der Stilllegung der Anlage gedroht.

Vor drei Jahren ging der Block 5 des Kraftwerkes ans Netz und bildet mit dem Block 4 das modernste Gaskraftwerk der Welt. Doch beide Blöcke waren im vergangenen Jahr für nur 2000 Stunden im Betrieb. Teilschuld an der Misere des Kraftwerkes tragen die erneuerbaren Energien. Zu der Mittagszeit produzieren regenerative Anlagen, wie Wind, Wasser und Solar, einen Stromüberschuss, wodurch es an der Strombörse zu einem Preisverfall kommt.

Zukünftig will der Netzbetreiber Tennet deshalb das Kraftwerk mit Subventionen am Leben erhalten. Die Kosten dafür wird jedoch der Verbraucher zukünftig in seiner Stromrechnung sehen. Denn Tennet holt sich das nötige Geld dafür aus den Netzentgelten. Doch warum diese unnötigen Kosten aufkommen lassen? Gaskraftwerke sind eine wichtige Stütze für die Netzstabilität. Sie lassen sich schnell hoch- und herunterfahren und können so bei Leistungsschwankungen der regenerativen Quellen eine Sicherheit gegen Blackouts gewähren.

Die Bundesnetzagentur hatte sich für den Weiterbetrieb der Anlage eingesetzt, da 2015 das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld vom Netz geht.

Gaskraftwerk Irsching 5 bleibt in Betrieb

Das Gaskraftwerk Irsching 5 soll vorerst nicht abgeschaltet werden. Die moderne Anlage soll zukünftig zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt werden, so berichtet das „Manager Magazin“. Die hochmoderne Anlage wurde 2010 in Betrieb genommen, produzierte aber im vergangenen Jahr gerade einmal für 1.600 Stunden Strom. Im Vorjahr waren es noch 4.000 Stunden. Zuvor hatten der Betreiber Eon und die gemeinsamen Regionalversorger mit einer Stilllegung der Anlage gedroht. Denn durch die Energiewende rentiert sich der Betrieb des Kraftwerkes nicht.

Das 845 Megawatt leistungsstarke Kraftwerk soll jetzt nun für sogenannte Redispatch-Einsätze verwendet werden, welche besser vergütet werden als die reguläre Produktion von Strom für den Verbraucher. Gaskraftwerke bilden eine wichtige Stütze in der Energiewende. Vor allem gegen die schwankende Leistung aus regenerativen Quellen, sollen sie ein flexibles Bindeglied bilden. Doch gleichzeitig führt die Energiewende dazu, dass der Betrieb der teuren Anlagen sich nicht rentiert. Zur Mittagszeit überfluten häufig regenerative Anlagen den Markt mit Strom, was den Strompreis extrem drückt. Dazu sorgt der momentane Preisverfall der CO2-Zertifikate dafür, dass sich sogar Braunkohlekraftwerke mehr lohnen, als die sauberen Gaskraftwerke.

Aufgrund der Gefahr von Leistungsschwankungen, hat sich vor allem auch die bayrische Landesregierung für den Weiterbetrieb der Anlage eingesetzt. Denn 2015 geht dort das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld vom Netz und ohne das Gaskraftwerk könnte es zu Problemen bei der Stromversorgung in Bayern kommen. Am 26. April soll Wirtschaftsminister Philipp Rösler die endgültige Entscheidung vor Ort am Kraftwerk verkünden.

Gaskraftwerk Irsching 5 bleibt am Netz

Das Gaskraftwerk Irsching 5, welches im oberbayrischen Vohburg steht, bleibt vorerst am Netz. Aufgrund der stetigen Verluste des hochmodernen Kraftwerkes, wollten die vier Eigentümer, darunter Eon, das Kraftwerk stilllegen. Doch wegen der Gefahr eines möglichen Strom-Blackouts im Winter, setzte sich Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil für einen weiteren Betrieb des Kraftwerkes ein und wendete sich an Berlin an die Betreiber. Irsching 5 wird nun vorerst doch am Netz bleiben. Das Kraftwerk soll bis zum März 2013 betriebsbereit gehalten.
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