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Kein Fracking in Deutschland?

Seit Monaten wird das Thema Fracking in Deutschland heiß diskutiert. Bei dem sogenannten Fracking handelt es sich um eine Methode mittels Einpumpen verschiedener Chemikalien in den Erdboden Erdgas und Erdöl zu fördern. Mögliche Folgen für die Umwelt, die durch die neue Methode des Frackings entstehen könnten, sind noch nicht vollständig geklärt.

In den USA und einigen anderen Ländern wird Fracking allerdings bereits erfolgreich angewandt. Auch für Schwellenländer könnte das Fracking eine günstige und leicht durchführbare Methode darstellen, um günstig Erdgas und Erdöl gewinnen zu können. Nachdem sich der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung intensiv mit dem Thema Fracking auseinandergesetzt hatte, zieht dieser nun allerdings eine ernüchternde Bilanz. Die Wissenslücken, die bei dieser neuen Technologie vorhanden seien, seien noch viel zu groß, um zuverlässige Aussagen über langfristige Umweltfolgen treffen zu können. Zudem sei noch nicht klar welche Chemikalien beim Fracking genau in den Erdboden gepumpt werden.

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) machte im Zusammenhang der Untersuchung zudem deutlich, dass die Schiefergasförderung in Deutschland keine positiven Einflüsse auf die Energiewende haben dürfte. Außerdem würden die Energiepreise durch Anwendung der Fracking Methode nicht drastisch sinken. Bei der Industrie stieß diese Einschätzung des Sachverständigenrats für Umweltfragen verständlicherweise auf Unverständnis.

Update 25.06.2014: Das Energievergleichsportal Beste Stromvergleich meldet, dass zurzeit Bewegung ins Fracking-Verbot kommt. Der Wille des Bundesumweltministeriums ist zwar weiterhin vorhanden, das Fracking zu verbieten, allerdings ist die Genehmigung derzeit noch Ländersache. In Niedersachsen gibt es derzeit eine Bewegung, von diesem Verbot abzurücken. Eine Petition dagegen lässt sich bei Campact unterschreiben.

 

Hessens Umweltministerin behält Nein zum Fracking bei

Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) hat sich erneut gegen die Anwendung der umstrittenen Fracking-Methode in Hessen ausgesprochen. Solange Risiken für die Umwelt nicht ausgeschlossen werden können, sollte Fracking nicht angewandt werden. Unterstützung bekam Puttrich von SPD, Grünen und Linken. Lediglich die FDP will sich nicht grundsätzlich gegen das Fracking verschließen.

© bluedesign - Fotolia.com
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Am Mittwoch bekräftigte Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) im Landtag in Wiesbaden ihr Nein zur umstrittenen Fracking-Methode. Es herrsche ein breiter Konsens darüber, dass die Methode nicht angewandt werden sollte, solange mögliche Risiken für die Umwelt und die Gesundheit nicht ausgeschlossen werden können.

Grüne, SPD und Linke sprachen sich ebenfalls für ein Fracking-Verbot aus. Lediglich die FDP zeigte sich offener und will die Fracking-Methode nicht kategorisch verbieten. So meinte etwa der FDP-Abgeordnete Frank Sürmann: „Wer die Chancen liegenlässt, der verkauft den Wert Deutschlands.“ Der Linkspartei geht das bisherige Nein zum Fracking allerdings noch nicht weit genug. Stattdessen fordert sie ein grundlegendes Verbot der umstrittenen Methode in Hessen. Dies sei jedoch laut Puttrich nicht möglich, da es hierfür keine gesetzliche Grundlage im Bundesgesetz gebe.

Beim Fracking werden neben Wasser und Sand zum Teil auch hochgiftige Chemikalien in tiefe Erdschichten geleitet, um das dortige Gestein aufzusprengen. So kann Öl und Gas auch in tieferliegenden Gesteinsschichten sehr gut befördert werden. Die Technik steckt allerdings noch in den Kinderschuhen und ist noch nicht hinreichend erforscht. Risiken für die Umwelt können derzeit also nicht ausgeschlossen werden.

Fracking soll in Deutschland verboten werden

Das Thema Fracking spaltet schon seit Monaten die Gemüter, immerhin sind mit dem Verfahren einige Risiken verbunden, die kaum zu kalkulieren sind. Nun einigten sich Union und SPD im Rahmen der Koalitionsverhandlungen offenbar darauf Fracking in Deutschland zu verbieten. Der Vorschlag der Arbeitsgruppe Umwelt muss allerdings noch von der Arbeitsgruppe Energie abgesegnet werden.

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Beim Thema Fracking scheiden sich die Meinungen. Während einige in der Technologie zur Gewinnung von Öl und Gas große Vorteile für die Wirtschaft sehen, halten andere die damit verbundenen Umweltrisiken für unkalkulierbar. Beim Fracking werden giftige Chemikalien bei Tiefbohrungen eingesetzt, um Risse im Gestein zu erzeugen, die es ermöglichen Öl und Gas besser zu fördern.

Union und SPD wollen nun in Deutschland offenbar einen vorläufigen Schlussstrich unter die umstrittene Methode ziehen. Die Arbeitsgruppe Umwelt erstellte einen entsprechenden Verbotsantrag, der nun noch von der Arbeitsgruppe Energie abgesegnet werden muss. Die Wahrscheinlichkeit, dass Fracking in Deutschland künftig verboten wird, ist also groß.

In dem Textentwurf, der sich mit dem Thema Fracking befasst, heißt es: „Trinkwasser und Gesundheit haben für uns absoluten Vorrang. Wir werden deshalb für ein Moratorium sorgen, das einen Verzicht dieser Technologie bei der unkonventionellen Erdgasgewinnung vorsieht, bis (…) alle Risiken für Gesundheit und Umwelt bewertet und ausgeschlossen werden.“

Europäisches Parlament schlägt Umweltverträglichkeitsprüfung vor Fracking-Projekten vor

Das Europäische Parlament hat vorgeschlagen vor jedem neuen Fracking-Projekt eine Umweltverträglichkeitsprüfung verpflichtend durchführen zu lassen. Dies soll auch in die neue Umweltverträglichkeitsprüfungs-Richtlinie aufgenommen werden. Interessenkonflikte sollen dabei weitestgehend vermieden werden, weshalb auch die Öffentlichkeit über entsprechende Fracking Projekte informiert werden soll.

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Am Mittwoch hat das Europäische Parlament vorgeschlagen die umstrittenen Fracking Projekte künftig an eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zu binden. Die UVP Richtlinien sollen entsprechend erweitert werden. Diese legen aktuell Prüfkriterien fest, die über öffentliche oder private Bauvorhaben entscheiden – etwa bei der Bauplanung von Brücken, Autobahnen oder Hafenanlagen.

Der Berichterstatter Andrea Zanoni sagte hierzu: „Wir überarbeiten dieses Schlüsselgesetz, um es an die neuen Prioritäten in Europa anzupassen, wie zum Beispiel Böden, die Nutzung natürlicher Ressourcen oder die biologische Vielfalt. Die hydraulische Frakturierung erregt Bedenken. Wir legen deutliche Kriterien fest, um Interessenskonflikte zu vermeiden und damit die Öffentlichkeit eingebunden wird.“ In der ersten Lesung wurde der Bericht mit 332 Ja-Stimmen (gegenüber 311 Nein-Stimmen) angenommen.

Beim Fracking handelt es sich um eine Methode zur Erdöl- bzw. Erdgasförderung. Dabei werden Tiefenbohrungen vorgenommen und in tiefliegende Gesteinsschichten chemische Flüssigkeiten gepresst, die die Gewinnung von Erdgas und Erdöl erleichtert. Mit dieser Methode geht allerdings eine Reihe von Risiken für die Umwelt (etwa eine mögliche Verunreinigung von Grundwasser) einher, die angesichts der noch recht neuen Methode noch nicht vollständig erforscht wurden. Die Methode des Frackings ist daher nach wie vor umstritten.

Aktuelle Studie: Gefundene Gase im Trinkwasser lassen Zweifel an der Fracking-Methode aufkommen

Im Rahmen einer aktuellen Studie der US-amerikanischen Duke Universität wurden Gase im Trinkwasser in Fracking Gebieten gefunden. Der Streit um die umstrittene Fördermethode erhält damit neue Nahrung. Es bleibt allerdings unklar, um die Verschmutzung des Trinkwassers tatsächlich auf die Schiefergasförderung zurückzuführen ist.

Wissenschaftler der in North Carolina beheimateten Duke Universität sind im Rahmen einer Studie auf Gase im Trinkwasser in Fracking Gebieten gestoßen. Vor allem eine Verunreinigung durch Methan und Ethan, sowie seltener auch durch Propan, konnte nachgewiesen werden. Untersucht wurden 141 Wasserbrunnen im Nordosten Pennsylvanias, wo sich ein Großteil der Fracking-Industrie der USA angesiedelt hat.

Bei der Methode des Frackings werden Sand und Chemikalien unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst, um so Öl- und Gasvorkommen freizulegen. Die Methode ist in vielen Ländern höchst umstritten, da die Möglichkeit von Umweltrisiken noch nicht hinreichend untersucht worden sind. Die neuen Befunde der Duke Universität geben dem Streit um das Verfahren neue Nahrung. So könnte die Verschmutzung des Trinkwassers in der Nähe des Fracking Gebiets auf die Methode der Schiefergasförderung zurückgehen.

Ob das Fracking tatsächlich die Ursache für die Verunreinigung des Wassers ist, konnte die Studie allerdings nicht klären. Es fanden sich keine Hinweise darauf, dass die verwendeten Chemikalien aufsteigen und so ins Trinkwasser gelangen konnten. Wahrscheinlicher scheint es, dass die Verunreinigung auf unzureichend versiegelte und zementierte Gasbohrungen zurückgeht und damit künftig ohne größere Probleme verhindert werden könnte. Auch eine natürliche Ursache der Verschmutzung ist nicht auszuschließen.

Gesetzesentwurf für Fracking vorerst auf Eis gelegt

Im Streit um die Schiefergasförderung, die auch als Fracking bezeichnet wird, hat die Regierung beschlossen einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorerst auf Eis zu legen. Vor der Bundestagswahl im September wird hier folglich keine Entscheidung getroffen. Beim Fracking wird in tiefen Gesteinsschichten unter Einpumpen einer chemischen Flüssigkeit ins Erdreich Erdöl und Erdgas gewonnen. Die Methode ist umstritten, da die Risiken für die Umwelt nicht zu kalkulieren sind.

Nicht verwunderlich also, dass Union und FDP dieses brisante Thema erst nach der Bundestagswahl angehen wollen. Seitens der Opposition hagelte es für diese Entscheidung bereits Kritik, denn eine Vertagung eines entsprechenden Gesetzesentwurfes erlaubt es Unternehmen das umstrittene Fracking in Deutschland bis zu einer endgültigen Regelung durchzuführen. Sowohl SPD als auch Grüne haben sich deutlich für ein Verbot des Frackings ausgesprochen. So äußerte sich Oliver Krischer, der energiewirtschaftliche Sprecher der Grünen: „Die Unfähigkeit von Schwarz-Gelb, ein Fracking-Gesetz zu verabschieden, ist ein Armutszeugnis erster Klasse und verantwortungslos gegenüber den Menschen in den betroffenen Regionen.“

Neben den Gefahren für die Umwelt ist außerdem die Wirksamkeit des Frackings für die deutsche Energiewende umstritten. So kam der Umweltrat der Bundesregierung erst kürzlich zu dem Schluss, dass das Fracking keinen nennenswerten Beitrag zur Energiewende leisten wird.

Bundesregierung möchte „Fracking“ nicht zum Thema des Energiegipfels in Brüssel machen

Während in den USA Ölkonzerne durch die neue Methode der Schiefergasförderung, dem sogenannten „Fracking“, hohe Gewinne erzielen, ist die Methode in Europa und speziell in Deutschland hoch umstritten. So ist das Fracking, bei dem Öl und Gas aus Schiefergestein gelöst wird, mit einer Reihe von Umweltrisiken verbunden, die kaum zu kalkulieren sind.

In Folge der steigenden Energiepreise in Europa und dem teuren Ausbau der regenerativen Energien würde die EU-Kommission beim kommenden Energiegipfel in Brügge daher gerne das Thema Fracking ansprechen und einheitliche Regelungen für die Methode festlegen. Erst kürzlich hatte die EU angesichts der teuren Energiepreise eine Wende in der Energiepolitik angekündigt, die unter anderem auch eine Förderung fossiler Energien vorsieht. Aus Sicht der EU-Kommission könnte das Fracking ein bedeutender Teil dieser neuen Politik sein. Aber noch bevor das Thema auf dem Energiegipfel angesprochen werden konnte, hat die Bundesregierung bereits ihr Veto eingelegt.

Das Argument, dass private Strom- und Gasverbraucher in Folge der hohen Kosten der regenerativen Energien immer mehr zahlen müssten, lehnte die Bundesregierung ab. Ein Regierungssprecher sagte: „Das ist eher Sozialpolitik als Energiepolitik und liegt insofern in der Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten.“ Das Problem der hohen Energie- und Stromkosten in Europa wird allerdings immer dringender. So zahlen Unternehmen in den USA ein Vielfaches weniger für Energie als in Europa. Auf lange Sicht kann sich dies durchaus nachteilig für die europäische Wirtschaft auswirken. Hinzu kommt, dass zum Ausbau der Energie-Infrastruktur nach Schätzungen der EU-Kommission bis 2020 200 Milliarden Euro nötig sind. Um langfristig eine nachhaltige und zuverlässige Energieversorgung garantieren zu können seien bis 2020 insgesamt sogar eine Billion Euro nötig.

Neue Methoden für Öl und Gasgewinnung

Die globale Öl- und Gasförderung wird laut einer Studie der Expertengruppe Energy Watch Group schneller zurückgehen als gedacht – parallel dazu werden von Wissenschaftlern steigende Öl- und Gaspreise prognostiziert. Der Welt geht die billige und reichliche Verfügbarkeit von fossilen Energieträgern aus. Neue Methoden zur Öl- und Gasgewinnung wie das umstrittene Fracking schaffen laut den Wissenschaftlern kaum Abhilfe. Die Energy Watch Group setzt sich mit ihren Ergebnissen deutlich von den Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) ab, die bis zum Jahr 2030 sogar einen Anstieg der weltweiten Ölförderung erwartet.
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Altmaier und Rösler wollen Regelungen für Fracking in Deutschland festlegen

Einigung zwischen Rösler und Altmaier im Bereich Fracking
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Nach langem hin und her um das Thema der Fracking-Methode, haben sich Bundesumweltminister Peter Altmaier und Wirtschaftsminister Philipp Rösler geeinigt. Gemeinsam wollen sie die Reglungen festlegen, unter denen Fracking in Deutschland betrieben werden darf. Beide Minister verständigten sich hierbei auf zwei Punkte: Zum einen besteht ein generelles Verbot in Trinkwasserschutzgebieten und zum anderen ist eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung  für alle anderen Fälle nötig. Hierfür soll das Wasserhaushaltsgesetz geändert werden.
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Haseloff fordert Reform am EEG-Gesetz

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff fordert Veränderungen am momentanen Erneuerbaren Energie Gesetz und warnt vor steigenden Strompreisen. In einem Interview für die am Montag erscheinenden “Südwestpresse” und  “Märkische Oderzeitung” sprach Haseloff über nötigen Handlungsbedarf bei den momentanen Preisprognosen des Stroms. “Wir müssen die rasanten Zuwächse von Ökostrom bremsen”, so der Ministerpräsident. Hierbei dürfe die Energiewende jedoch nicht gefährdet werden.
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