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EEG-Umlage und Energiewende: Derzeitiger Stand und Aussichten

Die Energie-Umlage könnte kurzfristig teurer werden. Langfristig ist jedoch ein Abfallen der Strompreise absehbar. Die Energiewende ist trotzdem noch so weit fortgeschritten, wie gewünscht und geplant. Mehrere Faktoren sind dafür verantwortlich. Privatverbraucher können jedoch einiges beitragen.  

Ein Großteil des Weges zur Energiewende steht noch bevor. Bildquelle: Bildagentur Zoonar GmbH – 291297509 / Shutterstock.com

Erneuerbare Energien sind in Deutschland weiterhin erfolgreich. Die Energie-Umlage sorgt allerdings dafür, dass die Strompreise zumindest kurzfristig ansteigen. Davon geht die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende in ihrer neuesten Studie aus. Die durchschnittlichen Strompreise werden demnach um 1,4 Prozent auf 30 Cent pro Kilowattstunde steigen. Die Gründe liegen allerdings nicht bei den erneuerbaren Energien, sondern bei teuren Rohstoffen wie z.B.:

• Erdöl
• Kohle
• Erdgas

Das Ausschreibungsverfahren, ein höheres Wettbewerbsniveau und niedrigere Zuschlagspreise sollen entsprechend für niedrigere Strompreise sorgen. Sonnen- und Windenergie könnten also langfristig günstiger werden.

Energiewende: Wo stehen wir?

Dass die Energiewende zunehmend größere Erfolge erzielt, zeigt sich auch am Anteil, den die erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch und Gesamtstromerzeugnisse im Jahr 2017 hatten:

• Der Anteil von Wind-, Wasser-, Bio- und Sonnenenergie am Gesamtstromverbrauch betrug 36,1 Prozent
• Anteil der erneuerbaren Energien am erzeugten Strom betrug 33,1 Prozent

Deutlich wird auch, dass neu entstehende Anlagen, die Strom erzeugen, günstiger werden, auch wenn für den Übergang natürlich althergebrachte Energieerzeuger wie z.B. Gaskraftwerker benötigt werden.
Erst in wenigen Jahren, wahrscheinlich um 2020 herum, wird sich herausstellen, welche Vorzüge die Energiewende wirklich mit sich bringt.

Statistik: Höhe der EEG-Umlage für Haushaltsstromkunden in Deutschland bis 2018. Quelle: netztransparenz.de

Energiewende: Wie geht es weiter?

 

Wo genau die Energiewende letztendlich hinführt, bleibt weiterhin jedoch unklar, was zu großen Frustrationen in der Energiewirtschaft führt. Vertreter des Energiesektors wünschen sich vor allem von der Bundesregierung eine konkretere Planung. Ein präziser Plan ist insbesondere notwendig, um alternative Arbeitsplätze für diejenigen Arbeitnehmer zu schaffen, die noch in der althergebrachten fossilen Energiegewinnung arbeiten. Die Förderungen von Gebäudesanierungen und der Elektromobilität schreiten ebenfalls noch nicht schnell genug voran. Die unsichere Planung sorgt weiterhin dafür, dass Investitionen in den neuen Energiesektoren stagnieren.

Energiewende: Was kann ich tun? 

Die Politik mag zwar weiterhin zögern, wenn es um eine präzise Planung und deutliche Entscheidungsfindung geht, dennoch kann der individuelle Verbraucher etwas zur Energiewende beitragen. Hier einige Anknüpfungspunkte:

Maßnahme Wie sie helfen können
Ökostrom Verbraucher, denen die Energiewende am Herzen liegt, sollten darauf achten, dass ihr Ökostromanbieter ebenfalls darauf abzielt. Manche Anbieter, die sich mit einem entsprechenden Label brüskieren, unterstützen in Wahrheit keine regenerativen Kraftwerke. Zwar finanziert eigentlich jeder Verbraucher die EEG-Umlage mit, aber nur wer gezielt vorgeht und nach entsprechenden Anbietern sucht, sorgt für eine grüne Wirtschaft und unabhängige sowie überlebensfähige Anlagen.
Photovoltaik Privatverbraucher können sich eine Solar- bzw. Photovoltaikanlage auf das Hausdach montieren lassen. Der daraus entstehende Strom kann der Betreiber für seine eigenen Zwecke verwenden oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen und an Energieversorger verkaufen.
Solarthermie Im Gegensatz zur privaten Photovoltaikanlage wird kein Strom erzeugt, sondern Wärme- und Heizenergie, mit der Verbraucher künftig sparsamer heizen und Wasser erhitzen können.
Wärmedämmung Eine ordentliche Wärmedämmung und eine Sanierung von Wänden und Dächern sorgen dafür, dass Wärme im Winter nicht schnell und in einem großen Maße entweicht, sondern innerhalb der vier Wände bleibt, wo sie hingehört.

Tabelle: Einiges können Verbraucher selbstständig tun, um die Energiewände zu unterstützen. Gleichzeitig können sie Strom und Energie sparen. Einige dieser Maßnahmen bringen finanzielle Vorteile, werden staatlich gefördert und erhöhen sogar den Wert von Wohneigentum und Immobilien generell. Natürlich können auch private Unternehmen solche Schritte ausführen, was als Bonus sogar ein positives Image mit sich bringt.

Weitere Herausforderungen der Energiewende

Mit der Umstellung der Kraftwerke und der Energieerzeuger kann die Energiewende allerdings nicht allein gemanagt werden. Weil der Strom dezentral von mehreren einzelnen Anlagen erzeugt wird, anstatt von zentralen Kraftwerken, muss das Energienetz entsprechend umgebaut werden. Zudem kommt es immer zu Schwankungen, wenn Energienetze stark vom Wetter abhängig sind. Bessere Speichermöglichkeiten sind notwendig, um solche Schwankungen immer wieder auszugleichen. Intelligente Stromnetze sollen dagegen dafür sorgen, dass eventuelle Engpässe vermieden werden und eine ausreichende Stromversorgung für alle Haushalte gewährleistet wird.

Warum ist die Energiewende notwendig? 

Die Fortschritte der Energiewende bleiben weiterhin ernüchternd und die Klimaschutzziele außer Reichweite. Dabei sind die Energiewende und die damit einhergehenden technischen Veränderungen und Weiterentwicklungen dringend notwendig. Nicht nur der Umwelt willen, sondern auch um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands und den Wohlstand weiterhin zu gewährleisten. Aus folgenden Gründen:

  • zunehmend schwankende Ölpreise
  • hohe Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen
  • Erschließung einer nachhaltigen, effizienten und unabhängigen Energieversorgung

Die dezentrale, private Umstellung auf erneuerbare Energien stellt dahingehend einen wichtigen Schritt dar. Allerdings muss noch einiges getan werden, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen.

Bildquelle: Bildagentur Zoonar GmbH – 291297509 / Shutterstock.com

Ist die EEG-Umlage auf den Eigenstromverbrauch verfassungswidrig?

Der Rechtsanwalt und Energierechtsexperte Prof. Dr. Martin Maslaton stellt in einem aktuellen Gutachten die verfassungsrechtliche Rechtmäßigkeit der EEG-Umlage auf den Eigenstromverbrauch in Frage. „Die Einbeziehung der Eigenstromerzeugung in die EEG-Umlagepflicht ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Zudem verstößt die jetzige Bagatellgrenze gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes“, so Prof. Maslaton. Der Vorsitzende der Forschungsstelle Neue Energien und Recht kritisiert die Regelungen auf Basis eines Gutachtens das die Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft im Auftrag des Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e. V. (B.KWK) und des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus- Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH) anfertigte. Ist die EEG-Umlage auf den Eigenstromverbrauch verfassungswidrig? weiterlesen

Leicht sinkende EEG-Umlage für 2014 prognostiziert

Wie entwickelt sich die EEG-Umlage in Zukunft? Viele Akteure der Energiewirtschaft, allen voran der Endverbraucher, stellen sich diese Frage. Grundsätzlich ist die Entwicklung maßgeblich davon abhängig, in welcher Form der aktuelle Reformentwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom Bundestag verabschiedet wird. Sollte der Entwurf ohne eine Ausweitung der Industrieprivilegien geschehen, so wird die EEG-Umlage im kommenden Jahr voraussichtlich sinken. So würde die Umlage von den momentanen 6,2 Cent pro Kilowattstunde auf bestenfalls 5,8 Cent pro Kilowattstunde fallen. Abhängig ist der genaue Wert insbesondere von der Entwicklung des Preises an der Strombörse und der Entwicklung der Wind- und Solarstromproduktion im kommenden Sommer. Leicht sinkende EEG-Umlage für 2014 prognostiziert weiterlesen

EEG-Umlage könnte bis 2015 auf 7 Cent steigen

Seit Jahren steigt der Strompreis kontinuierlich an. Verantwortlich hierfür ist unter anderem die stetig anwachsende Ökostromumlage. Laut einer Prognose der vier großen Netzbetreiber könnte die Ökostrom-Umlage auch 2015 weiter ansteigen. So könnten Verbraucher künftig 7 Cent pro Kilowattstunde zahlen müssen. Die Kosten für einen Durchschnittshaushalt würden damit auf 280 Euro ansteigen.

© Eisenhans - Fotolia.com
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Einer Prognose der vier großen Netzbetreiber zu Folge, die am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters durch mit den Zahlen vertraute Personen vorgelegt wurde, könnte die EEG-Umlage auch im Jahr 2015 drastisch ansteigen. So könnten schon 2015 7 Cent pro Kilowattstunde zu zahlen sein. Für 2014 liegt die Ökostrom-Umlage bei 6,24 Cent, was für einen Durchschnittshaushalt eine jährliche Mehrbelastung von etwa 250 Euro bedeutet. 2015 könnte diese Belastung somit auf rund 280 Euro ansteigen.

Es handelt sich bei der Prognose aber zunächst noch um vorläufige Zahlen. Veröffentlichen wollen die vier großen Netzbetreiber ihre Prognose im Laufe des Freitags. Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen sind Union und SPD allerdings bemüht Maßnahmen zu finden, die den Anstieg des Strompreises verhindern oder zumindest bremsen sollen. Unter anderem soll beispielsweise die Windkraft wesentlich geringer gefördert werden als bisher. Die Maßnahmen sollen ab 2015 greifen, sodass die EEG-Umlage in den kommenden Jahren durchaus wesentlich geringer ansteigen könnte als befürchtet.

Industrie befürchtet mehr Arbeitslose bei Aufhebung der Industrie Rabatte

Angesichts der aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union deutet alles darauf hin, dass die Industrie-Rabatte bei der EEG-Umlage schon bald Geschichte sein werden. Der Stromkostenanstieg für private Verbraucher soll so zumindest begrenzt werden. Die Industrie warnt allerdings bereits vor einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit bei einer ersatzlosen Streichung der bisher von der EEG-Umlage befreiten Branchen.

© jonasginter - Fotolia.com
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Daran dass das Erneuerbare Energien Gesetz in den nächsten Monaten reformiert werden wird, besteht kein Zweifel mehr. Nun geht es bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD darum das Wie zu klären. Allmählich nehmen die ersten Maßnahmen Gestalt an. So wird es voraussichtlich den Industrie-Rabatten an den Kragen gehen. Schließlich sind zahlreiche Branchen und Unternehmen aktuell von der EEG-Umlage befreit oder zahlen einen vergünstigten Satz.

Mit dieser Maßnahme soll einerseits der Anstieg der Stromkosten für private Verbraucher begrenzt werden, andererseits reagiert man damit auch auf die Forderungen aus Brüssel. So sieht die EU in der bisherigen Praxis der Industrie-Rabatte einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Seitens der Industrie wurde angesichts dieser Pläne bereits Widerstand geäußert. So warnten viele Branchen vor steigenden Arbeitslosenzahlen. Wie die „Welt“ eine Darstellung der deutschen Metallindustrie zitiert, seien alleine in diesem Bereich etwa eine Million Arbeitsplätze gefährdet.

Aber auch andere Bereiche wie etwa die Braunkohle-Industrie könnten durch die Streichung der Rabatte enorm bedroht werden und im internationalen Wettbewerb massiv an Boden verlieren, was wiederum die Entlassung zahlreicher Angestellter zur Folge haben könnte.

EEG: Bund plant Industrierabatte zu streichen

Wie aus einem von Reuters vorgelegten Papier des Umweltministeriums hervorgeht, plant die Bundesregierung die bisherigen Rabatte für zahlreiche Industriezweige bei der EEG-Umlage zu streichen. Lediglich Industrien mit sehr hohem Stromverbrauch sollen weiterhin in dem Maße wie bisher von den Vergünstigungen profitieren können. Durch diese Maßnahme würden Rabatte in Milliardenhöhe gestrichen.

© Eisenhans - Fotolia.com
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Die hohen Rabatte für zahlreiche Industriezweige hinsichtlich der EEG-Umlage sind vielen schon seit längerem ein Dorn im Auge – nicht zuletzt auch der EU. Jetzt reagiert die Regierung offenbar und will einen Großteil der Industrierabatte streichen. Das geht aus einem Papier des Umweltministeriums hervor, das Reuters am Dienstag vorlegte. Von den Streichungen sind zahlreiche Industriezweige betroffen. So etwa die Bereiche Nahrungs- und Futtermittel, Ziegel, Zement, Braun- und Steinkohlebergbau, Gewinnung von Steine und Erden und Recycling.

Lediglich besonders energieintensive Industriezweige sollen nach wie vor von den Industrierabatten profitieren dürfen. Darüber hinaus sollen die Mindestbeiträge, die bislang von der Industrie zu zahlen sind, verdoppelt werden. Bislang zahlen viele Industrien nur einen Bruchteil der Umlage, die für private Verbraucher fällig wird.

Mit diesen Plänen regiert die Bundesregierung nicht zuletzt auch auf den Druck von der EU. So waren Brüssel die Ausnahmen bei der EEG-Umlage für die Industrie schon seit längerem ein Dorn im Auge. Am Donnerstag will Bundesumweltminister Altmaier (CDU) nach Brüssel reisen und seine Pläne dem EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia vorstellen. Nicht zuletzt hofft man so mögliche Rückzahlungsforderungen von der EU verhindern zu können.

EEG Umlage steigt auf 6,24 Cent je Kilowattstunde

Jetzt ist es offiziell. Nachdem bereits im Vorfeld in Branchenkreisen von einer Erhöhung der EEG Umlage von etwa einen Cent gesprochen worden war, gaben die Netzbetreiber Transnet BW, Amprion, Tennet und 50Hertz nun die Ökostromumlage für 2014 bekannt. Diese wird bei 6,24 Cent je Kilowattstunde liegen.

© Thorsten Schier - Fotolia.com
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Bereits vergangene Woche konnte man aus Branchenkreisen vernehmen, dass auch 2014 mit einem deutlichen Anstieg der EEG Umlage zu rechnen sein wird. Jetzt kündigten die Netzbetreiber Transnet BW, Amprion, Tennet und 50Hertz die Erhöhung der EEG-Umlage für das Jahr 2014 offiziell an. Die Umlage steigt um rund 0,94 Cent auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2014 an.

Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr müssen mit jährlichem Mehrkosten von etwa 40 Euro rechnen. Als Grund für die Erhöhung gaben die Netzbetreiber an: „Für das Jahr 2014 wird eine weiter deutlich ansteigende Erzeugung an elektrischer Energie aus regenerativen Anlagen prognostiziert.“ Der Ausbau an Wind- und Solarenergie dürfte allerdings nicht der alleinige Grund für die Erhöhung der Ökostromumlage sein – immerhin fiel dieser deutlich geringer aus als erwartet.

Vielmehr ist auch der stark gesunkene Börsenstrompreis für den Anstieg der EEG-Umlage verantwortlich. Wenn der Preis für Strom an der Börse niedrig ist, dann muss die Differenz zur festgelegten Einspeisevergütung mittels der EEG-Umlage beglichen werden. Die EEG-Umlage wird von allen Privathaushalten gleichermaßen gezahlt. Lediglich industrielle Großverbraucher profitieren teilweise von Ausnahmeregelungen.

Ökostromumlage steigt auf 6,3 Cent je Kilowattstunde

Die Ökostromumlage wird 2014 auf einen neuen Rekordwert von 6,3 Cent pro Kilowattstunde steigen. Das entspricht einem Preisanstieg von etwa einem Cent. Die Erhöhung der Umlage fällt damit allerdings noch geringer aus als von vielen befürchtet. Offiziell wird die Ökostromumlage für 2014 erst am 15. Oktober bekanntgegeben, der Deutsche Presse-Agentur liegen aber bereits jetzt entsprechende Zahlen vor.

EEG - Umlage
© Eisenhans – Fotolia.com

Dass die EEG-Umlage auch 2014 wieder deutlich steigen würde, war allen Branchenkennern klar. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Branchenkreisen erfahren hat, wird die Umlage etwa um 1 Cent auf 6,3 Cent je Kilowattstunde steigen. Auf einen Durchschnittshaushalt kommen 2014 damit rund 35 Euro mehr an Stromkosten zu. Offiziell verkündet wird die EEG-Umlage für 2014 allerdings erst am 15. Oktober von den vier Übertragungsnetzbetreibern.

Der Anstieg der Ökostromumlage von einem Cent fällt niedriger aus als von vielen Branchenkennern befürchtet. So war ein Anstieg auf bis zu 7 Cent möglich. Grund für den vergleichsweise geringen Anstieg ist der etwas geringere Ausbau von Wind- und Solaranlagen. Dass die Umlage dennoch weiter gestiegen ist, hängt nicht nur mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern vielmehr auch mit dem sinkenden Börsenstrompreis zusammen. Ist der Börsenstrompreis niedrig, wird die Differenz zu den festgelegten Einspeisevergütungen von Ökostrom automatisch höher – die EEG-Umlage steigt. Umgekehrt kritisieren Verbraucherschätzer immer wieder, dass die Energieversorger die gesunkenen Kosten beim Stromeinkauf nur ungenügend an die Verbraucher weitergeben.

Die Strompreis-Debatte: Woran liegt der Preisanstieg?

Das eine Umstrukturierung im Sinne einer erneuten Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) notwendig ist, darüber sind sich die relevanten Akteure der Energiewirtschaft weitgehend einig. Vor allem die fatalen Konstruktionsfehler im EEG-Kostenumlagemechanismus führen zu einem paradoxen Energiemarkt, der Signale des Börsenpreises nicht mehr an den Verbraucher weiter gibt. Das Ergebnis dieses Preisverhaltens ist weithin bekannt, denn während der Preis an der Strombörse EEX beinahe unaufhörlich sinkt, so zeigt sich beim Stromverbraucher das Gegenteil. Dieser steigt nämlich seit geraumer Zeit und macht eine EEG-Reform daher unabdingbar sofern man will, dass Strom für die Mehrheit der Bevölkerung nicht zu einem Luxusgut verkommt. Die Strompreis-Debatte: Woran liegt der Preisanstieg? weiterlesen

Strom wird auch 2014 teurer

Auch 2014 werden sich deutsche Verbraucher auf steigende Strompreise einstellen müssen. Durch die EEG-Umlage wird der Preis einer neuen Prognose zufolge weiter ansteigen. Insgesamt könnte die Ökostrom-Umlage um etwa 25 Prozent auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde ansteigen.

Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Informationen aus den Kreisen der Bundesnetzagentur berichtet, dürfte die Ökostrom-Umlage auch 2014 weiter ansteigen. Ein Anstieg um ein Viertel auf etwa 6,5 Cent pro Kilowattstunden scheint wahrscheinlich. Für die deutschen Verbraucher würde dies eine Mehrbelastung von rund 3 Milliarden Euro bedeuten. Bundesumweltminister Altmaier ging vor einigen Wochen noch von einem Anstieg auf etwa 6 Cent pro Kilowattstunde aus.

Die EEG-Umlage sichert Einspeisern von Ökostrom eine sichere Vergütung zu. Durch den verstärkten Ausbau der Solar- und Windkraft steigt die Ökostrom-Umlage seit mehreren Jahren kontinuierlich an. Die Umlage hat damit eine direkte Auswirkung auf den Strompreis und ist in hohem Maße mit für dessen starken Anstieg verantwortlich. Die Rufe nach einer Reform der EEG-Umlage – und einer Deckelung des Strompreises – wurden in den letzten Monaten immer lauter. Auch die Bundesregierung hat die Reformbedürftigkeit des EEG-Gesetzes eingesehen und entsprechende Änderungen angekündigt. Diese sollen allerdings erst nach der Bundestagswahl im September angegangen werden. Wie die Änderungen am EEG in concreto aussehen könnten, ist noch unklar. Denkbar wäre etwa eine einheitliche Grundpauschale für alle Verbraucher.