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Smart Home: Wie Sie bei der Beleuchtung Energie sparen

Smarte und energieeffiziente Lichtsteuerung für zu Hause

Mit der richtigen Beleuchtung lassen sich Energie und Geld sparen. Die Integrierung der heimischen LED-Beleuchtung in ein Smart-Home-System eröffnet den Bewohnern noch mehr kreative und vor allem effiziente Lichtgestaltung.

Ein smartes Beleuchtungssystem ermöglicht Energieersparnis. Bildquelle: Alexander Kirch – 274969298 / Shutterstock.com

Energie sparen hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Geldbeutel. Das Auswechseln alter Glühbirnen gegen LED- oder Energiesparlampen ist ein guter Anfang. Um darüber hinaus für eine bemerkbare Energieersparnis zu sorgen, sollten Nutzer und Verbraucher ebenfalls darauf achten, dass die Leuchtmittel gezielt und effizient eingesetzt werden. Inzwischen ist es sogar möglich, das heimische Beleuchtungssystem in das Smart-Home zu integrieren und sie automatisch oder per Computer bzw. App zu steuern.

Wie Energie sparen?

Eine ausgereifte und intelligent programmierte Steuerung kann für eine enorme Energie- und Kostenersparnis sorgen. Schließlich macht die Beleuchtung bis zu zehn Prozent des Energiehaushaltes aus. Folgende smarte Lösungen sind möglich, um Energie bei der Beleuchtung und Strom zu sparen:

• Bewegungsmelder: Schalten Beleuchtung nur an, wenn der entsprechende Bereich betreten oder genutzt wird
• Dimmer: Reduzieren bei Bedarf die Beleuchtungsstärke und sparen dadurch Energie
• Zeitschaltung: Schaltet Beleuchtung zu bestimmten Zeiten automatisch ein und wieder aus

Schon allein diese Möglichkeiten eröffnen viel Einsparpotenzial und kreativen Gestaltungsspielraum für die heimische Beleuchtung. Zahlreiche Unternehmen stellen diesbezüglich Beratungsservices zu Verfügung.

Wie funktioniert die Lichtsteuerung?

Sowohl Deckenlampen, die ein fester Bestandteil des Stromkreises sind, als auch Stehlampen oder Leselampen, die an eine Steckdose angeschlossen werden, lassen sich aus der Ferne steuern. Ein smartes System ist in der Regel über folgende Wege möglich:

Steuerungsart und Erläuterungen Erläuterung

WLAN:  Als zentrale Steuerungseinheit dient der Router. Über ihn werden alle Leuchtmittel gesteuert. Einer der Nachteile: Sobald der Router einmal nicht funktioniert oder ausfällt, lässt sich auch das Licht nicht mehr darüber steuern, bis alle Fehler behoben sind. Die WIFI-Variante benötigt außerdem mehr Energie als die Alternative.

Funk:  Andere Smart-Home-Beleuchtungen übertragen alle Signale und Informationen per Funk. In diesem Fall ist eine spezielle Basisstation dafür zuständig. Diese ist wiederum mit dem WLAN-Router verbunden, damit sie für die Außenwelt, also mit dem Smartphone oder Tablet des Nutzers erreichbar ist. Auf diese Weise kann die Beleuchtung weiterhin aus der Ferne gesteuert werden. Die Anschaffungskosten sind bei dieser Variante etwas höher, allerdings benötigt diese Option weitaus weniger Energie.

Ob WLAN oder Funk ist häufig eine Kostenfrage. Wer gewillt ist etwas mehr auszugeben, kann auf lange Sicht gesehen allerdings mehr Energie sparen. Interessierte sollten sich beraten lassen, um herauszufinden, welche Steuerungsart am besten für die individuelle Wohnsituation geeignet ist.

Statistik: Nutzung von Anwendungen aus dem Smart-Home-Bereich. Quelle: SPLENDID RESEARCH

Lichtsteuerung per Funkaktoren

Für die Lichtsteuerung wird in jedem Fall eine zentrale Einheit benötigt, die das LED-Leuchtsystem managt. Der Nutzer kann in der Regel über den eigenen Computer oder mit einer App auf das System zugreifen. Allerdings sind sogenannte Funkaktoren notwendig, die in die Lampen selbst oder in den Unterputzschalter eingebaut werden. Eine andere Möglichkeit sind spezielle zwischengeschaltete Funksteckdosen. Diese sorgen dafür, dass die Befehle und Signale des Nutzers auch bei den Lampen ankommen. Eine persönliche Beratung vor Ort ist in der Regel möglich, um genau zu eruieren, wie das Zuhause am besten in ein effizientes Smart Home verwandelt werden kann.

Beleuchtung: Lichtsteuerung und -programmierung per App im Smart-Home-System

Die richtige Software ist ein wichtiger Bestandteil des Smart-Home-Beleuchtungssystems. Eine entsprechende App ist meistens im Paket enthalten. Sollte sie das nicht sein, können Nutzer sie in der Regel in den typischen App-Stores für Apple oder Android-Endgeräte finden. Die Software ermöglicht es den Verbrauchern, das System zu konfigurieren, sodass spezifische Räume und Lampen jeweils separat angesteuert werden können. Häufig ist auch eine Steuerung aus der Ferne möglich. Bewohner können ihre Lampen ein- und ausschalten, wenn sie nicht zu Hause oder etwa für einen längeren Zeitraum im Urlaub sind. Das ist z.B. wichtig, wenn sie vergessen, das Licht auszuschalten. Sollte die App zwischendurch eine Fehlfunktion haben, können Nutzer das Licht unproblematisch manuell ein- und wieder ausschalten.

Was können Sprachassistenten für die Beleuchtung tun?

Wer nicht extra mit dem Smartphone hantieren oder die App suchen möchte, kann sein Beleuchtungssystem auch auf eine Weise einrichten, dass eine Sprachsteuerung möglich ist. Dafür stehen folgende Assistenten zur Verfügung:

  • Alexa
  • Google Assistant

Bisher ist die Technik nicht vollkommen ausgereift: Schnell kann der Nutzer auch den zugeordneten Namen des Beleuchtungsmittels vergessen, das gerade in diesem Moment erleuchten soll. Manchmal ist die Spracherkennungssoftware noch nicht so weit entwickelt, dass jeder menschliche Befehl sofort umgesetzt werden kann. Dennoch macht die Technologie rund um die Sprachassistenz täglich große Fortschritte, sodass auch diese kleinen Schwierigkeiten in Zukunft kaum noch Probleme bereiten sollten. Wer unsicher ist, ob ein sprach- oder app-gesteuertes Beleuchtungssystem das richtige ist, kann sich von Fachhändlern beraten lassen.

Simulierter Sonnenaufgang und „Go to sleep“-Licht durch Zeitschaltung

Zeitschaltungen sind auch zum Aufwachen wunderbar geeignet. Ein entsprechend programmiertes System kann morgens sogar graduell immer heller werden, um einen Sonnenaufgang zu simulieren. Hierbei handelt es sich um ein viel gesünderes Aufwachen, als unsanft aus dem Schlaf gerissen zu werden. Dasselbe Prinzip ist auch anwendbar, wenn Nutzer feste „Go to sleep“-Zeiten einrichten möchten. Das Ausschalten kann plötzlich geschehen oder die Lampen können sich langsam und stetig herunter dimmen, bis sie vollkommen ausgeschaltet sind. Auf diese Weise bleibt das Licht nicht die halbe Nacht eingeschaltet, auch wenn Bewohner z.B. beim Lesen einschlafen.

Bildquelle: Alexander Kirch – 274969298 / Shutterstock.com