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Mehr als 300 Grundversorger erhöhen die Gaspreise – Das neue Jahr bringt hohe Gaskosten

Das neue Jahr ist erst knapp zwei Monate alt, doch schon ist klar: Die Gaskosten und die Verbraucher werden in diesem Jahr definitiv keine Freunde mehr. Bereits Ende des letzten Jahres hatten knapp 300 Grundversorger in ganz Deutschland angekündigt, 2019 kräftig an der Preisschraube drehen zu wollen. Besonders ärgerlich ist dies, weil die Gaskosten während der Heizperiode 2018/2019 im Gegensatz zu den Heizölpreisen relativ konstant geblieben waren. 

Mehr als 300 Grundversorger erhöhen die Gaspreise

Die Erhöhungen beim Gaspreis kommen im Jahr 2019 direkt beim Verbraucher an und verursachen erhebliche Mehrkosten. Bildquelle: avantrend / pixabay.com

Erhöhungen bei Heizölpreisen, Gaskosten oder auch dem Strompreis sind Verbrauchern ein Dorn im Auge. Doch klagen wird 2019 nicht helfen, denn bereits Ende 2018 war klar: 2019 wird teuer, sehr teuer. Mehrere hundert Euro müssen Verbraucher je nach Vertrag und Versorger im neuen Jahr bei den Gaskosten draufzahlen. Von den etwa 700 Grundversorgern, die es in ganz Deutschland gibt, hat knapp die Hälfte Erhöhungen bei den Gaskosten angesetzt. Besonders hart trifft es dabei Gaskunden, die beispielsweise bei der Stadtwerke Vlotho GmbH ihr Gas beziehen. Der alte Preis betrug hier 1095 Euro, der neue hingegen 1327 Euro. Das ergibt eine Preissteigerung von 232 Euro bzw. 21,2 Prozent in der Spitze. Doch auch weitere Versorger erhöhen die Gaskosten um knapp ein Fünftel, wie die nachstehende Tabelle veranschaulicht:

 

Versorger Alter Preis Neuer Preis Steigerung
Gemeindewerke Baiersbronn 1410 Euro 1708 Euro 298 Euro bzw. 21,1%
swb Vertrieb Bremen GmbH 1202 Euro 1444 Euro 242 Euro bzw. 20,2%
Stadtwerke Emsdetten GmbH 1097 Euro 1311 Euro 214 Euro bzw. 19,5%

Zugrunde liegt den Daten ein realistischer Jahresverbrauch von etwa 20.000 kWh. Begründet werden die starken Preissteigerungen in erster Linie mit den gestiegenen Beschaffungskosten. So sind die Börsenpreise vom ersten bis zum dritten Quartal des vergangenen Jahres um etwa 50 Prozent angestiegen.

Wechsel des Gasanbieters kann jede Menge Kosten sparen

Der Gaspreis setzt sich für deutsche Verbraucher insgesamt aus fünf unterschiedlichen Positionen zusammen. Statistikquelle: Bundesnetzagentur, Bundeskartellamt, Statista

Wenngleich sich viele Verbraucher ob der starken Preiserhöhungen machtlos fühlen, können sie indes auch selbst etwas dafür tun, dass am Ende des Jahres mehr Geld für andere Dinge übrig bleibt. An erster Stelle empfiehlt sich ein Vergleich unter den verschiedenen Gasanbietern durchzuführen. Wie groß die Unterschiede zwischen den Versorgern bei den neuen Preisen ausfallen können, wird mit Blick auf die beiden nachstehenden Anbieter deutlich:

  1. Die Stadtwerke Emsdetten GmbH führt einen neuen Preis von 1311 Euro aus
  2. Die Stadtwerke Treuchtlingen hingegen rufen einen Preis von 1920 Euro auf

In Anbetracht dessen, dass in ganz Deutschland ca. drei Millionen Haushalte von den Preiserhöhungen betroffen sind, lässt sich auch über die Geltendmachung des bestehenden Sonderkündigungsrechts nachdenken. Dies existiert für den Fall, dass der Verbraucher entweder umzieht oder sich die Gaspreise verteuern. Manche Gasanbieter halten zudem auch nicht die gesetzlich existierenden Fristen zur Ankündigung von geplanten Tariferhöhungen ein. Kunden wiederum müssen mindestens einen Monat vor dem Ende eines Kalendermonats kündigen. Empfehlenswert ist aus Beweisgründen die Zustellung einer solchen Kündigung als Einschreiben. Enthalten sein sollten die folgenden Angaben:

         Zählernummer

         Kundennummer

         Bitte um Kündigungsbestätigung

Heutzutage lassen sich auch problemlos auf diversen Internetportalen die Kündigung des alten Vertrages und der Abschluss des neuen Vertrages miteinander kombinieren.

Heizgewohnheiten sollten Verbraucher genauer überprüfen

Neben dem Wechsel auf einen neuen, günstigeren Gasanbieter können Verbraucher zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Heizkosten niedrig zu halten. Da in einer Wohnung respektive einem Haus nicht alle Räume die gleiche Temperatur aufweisen sollten, sollten die Türen zu den geringer beheizten Räumen wie Schlafzimmer oder auch Küche geschlossen bleiben. Im Schlafzimmer können 16 bis 17 Grad bereits ausreichend sein. In der Küche sollte es etwas wärmer sein. Außerdem ist auch darauf zu achten, nicht zu viel zu heizen, denn mehr als 20 Grad müssen es in Wohnräumen gerade im Sommer nicht sein. Heizkosten lassen sich über das Jahr verteilt zudem auch dadurch sparen, dass die Heizung herunter geregelt wird, wenn ein Urlaub bevorsteht. Des Weiteren sind auch die zwei nachstehenden Tipps hilfreich:

         Heizkörper sollten nicht zugestellt werden, da diese ansonsten nicht richtig ihre Energie abgeben können

         Fenster sollten nachts geschlossen bleiben, genauso wie Rollläden

Viel Energie geht in den eigenen vier Wänden auch durch falsches Lüftungsverhalten verloren. Morgens und abends sollte einmal kurz durchgelüftet werden, dauergekippte Fenster sind zu vermeiden. Eine adäquate Dämmung an Türen, Fenstern und Wänden trägt ihr übriges zu niedrigeren Heizkosten bei. Wird dies mit einer voreingestellten, geringeren Heizleistung in der Nacht kombiniert, sind künftig steigende Gaspreise auch nicht mehr ganz so ärgerlich.

 

 

 

 

 

 

Die Heizkostenabrechnung und was es zu beachten gibt

Einmal im Jahr bekommt jeder Haushalt eine – Die Heizkostenabrechnung. Einige freuen sich dann über eine Rückzahlung, für viele bedeutet das aber auch eine Nachzahlung und die kann ganz schön hoch ausfallen. Vor allem wenn eine Nachzahlung gefordert wird, fragen sich viele Mieter, ob diese rechtmäßig ist. Tatsächlich weisen zwei Drittel der Abrechnungen des vergangenen Jahres Fehler auf, die eine Nachzahlung verringern können.

Wer sein persönliches Heizverhalten kennt, der kann Anbieter sowie Tarif auf dieses anpassen und seine Heizkosten verringern. Bildquelle: ri / pixabay.com

Viele wissen nur, dass eine Heizkostenabrechnung einmal im Jahr kommt. Was die meisten nicht wissen: nur ein Drittel der Heizkostenabrechnungen des vergangenen Jahres war korrekt. Bei zwei Drittel der Abrechnungen traten formelle oder inhaltliche Fehler auf. Ist die Abrechnung inkorrekt, kann sich die auf die Nachzahlung auswirken. In manchen Fällen, vor allem, wenn falsch abgerechnet wurde, kann eine bevorstehende Nachzahlung sich verringern.

Welche Fehler können bei der Heizkostenabrechnung auftreten?

Die Liste der Fehler, die in einer Heizkostenabrechnung auftreten können, ist durchaus lang. Grundsätzlich wird zwischen formellen und inhaltlichen Fehlern unterschieden. Zu formellen Fehlern gehören zum Beispiel fehlende Angaben zum Ersteller der Abrechnung, ein falscher Abrechnungszeitraum oder eine verspätete Heizkostenabrechnung. Zudem können folgende inhaltliche und formelle Fehler auftreten:

  • Der Brennstoffverbrauch wurde falsch abgerechnet
  • Unzulässige Heizungsbetriebskosten wurden berechnet
  • Der Verteilerschlüssel ist falsch oder wurde nicht angegeben
  • Der Anteil des Warmwasseranteils wurde falsch berechnet
  • Bei einem Mieterwechsel kommt es häufig vor, dass die Kosten zwischen dem einziehenden und dem ausziehenden Mieter falsch verteilt werden
  • Für die tatsächliche Wohnfläche werden zu viele Quadratmeter angesetzt
  • Steht eine Wohnung in einem Gebäude leer, werden manchmal die Heizkosten für diese Wohnung auf alle anderen Mieter umgelegt
  • Einzelne Nebenkosten werden in der Abrechnung zusammengefasst unter einem Punkt aufgeführt

All diese Fehler kommen häufiger vor, als man denkt. Als Mieter muss man dies aber nicht wortlos hinnehmen, jeder Mieter hat das Recht, innerhalb eines Jahres Widerspruch einzulegen. Zunächst gilt es aber, die Heizkostenabrechnung auf Fehler zu prüfen. Sollte die Abrechnung nicht vorliegen, kann diese beim Vermieter angefordert werden. Wer dies tun möchte, muss sich innerhalb einer Frist von vier Wochen beim Vermieter melden und die Einsicht beantragen.

Um Fehler in der Abrechnung zu erkennen, ist es wichtig zu wissen, was überhaupt in der Abrechnung aufgeführt werden muss. Zwingende Angaben der Heizkostenabrechnung sind:

  • Die genaue Angabe des Abrechnungszeitraums
  • Die Aufstellung aller Heizkosten
  • Die Aufschlüsselung der Heiznebenkosten sowie die Kosten für Wartung, Betriebsstrom der Heizungsanlage, die Verbrauchsmessung oder die Gebühren der Heizkostenverteilung
  • Abschließend muss in der Abrechnung der tatsächliche Verbrauch aufgeführt werden, ebenso wie die Gesamtkosten

Der tatsächliche Verbrauch wird schließlich mit den bereits geleisteten Abschlagszahlungen verrechnet und das Ergebnis zeigt die entsprechende Rückzahlung oder Nachzahlung. Kosten für Reparaturen, Versicherungen oder die Finanzierung von Heizanlagen dürfen nicht abgerechnet werden und somit auch nicht in der Heizkostenabrechnung aufgeführt werden.

Gründe für eine hohe Heizkostenabrechnung

Erhält man dank der Heizkostenabrechnung eine Rückzahlung, interessieren sich die meisten nicht weiter dafür. Wer nachzahlen muss, möchte der Höhe der Abrechnung gerne auf den Grund gehen. Generell gilt: Abschlagszahlungen sind ein Schätzwert und lassen sich nur schwer abschätzen, da sie im Grunde auf dem Wetter, den Energiepreisen und dem persönlichen Heizverhalten basieren. Durch keiner dieser Faktoren lassen sich die Kosten endgültig bestimmen, weswegen das Abschätzen der Abschlagszahlung so schwierig ist.

Neben diesen grundlegenden Faktoren gibt es einige Einflüsse auf die Höhe der Heizkostenabrechnung, die sich aber durchaus beeinflussen lassen. Darunter fallen zum Beispiel veraltete oder unwirtschaftliche arbeitende Heizungsanlagen. Häufig sind die Heiznebenkosten überhöht zu denen der Betriebsstrom, die Gebühren für Messdienstleister und die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage gehören. Weiterhin kann ein Grund für hohe Heizkosten eine schlechte Wärmedämmung sein. Zu guter Letzt ist außerdem die Lage der Wohnung innerhalb des Gebäudes entscheidend. Wer im Dachgeschoss oder einer Wohnung im Erdgeschoss lebt, der muss zwangsläufig mehr heizen, als Bewohner der Zwischengeschosse.

Wer keinen dieser Gründe für seine überhöhte Heizkostenabrechnung erkennt, dem kann letztlich auch ein Anbieterwechsel helfen. Es ist durchaus empfehlenswert, zum Beispiel jedes Jahr, den Anbieter zu wechseln. Pünktlich zur Wechselzeit wird mit zahlreichen Neukundenangeboten gelockt, die besonders günstig sind oder Prämien enthalten. Die meisten dieser Angebote wirken sehr verlockend, allerdings gibt es ein paar Faktoren zu bedenken, zum Beispiel die Vertragslaufzeit. Wer sicher sein will, zum idealen Anbieter zu wechseln, der sollte sich am besten beraten lassen. Während einer persönlichen Beratung kann das individuelle Heizverhalten besprochen werden, zudem lassen sich Rückfragen schnell und kompetent beantworten.

Bildquelle: ri / pixabay.com

Strompreis wird 2019 weiter steigen

Der Strom wird von Jahr zu Jahr merklich teurer. Seit dem Jahr 2016 hat sich der Strompreis quasi verdoppelt. Geht man weiter zurück und betrachtet die Entwicklung der letzten 20 Jahre, entdeckt man einen Preisanstieg von rund 70 Prozent seit dem Jahr 1998. Die etwa 1000 Stromanbieter in Deutschland trifft dabei die geringste Schuld. Aber warum steigt der Strompreis dann und was kann man tun, um möglichst günstig Strom zu beziehen? Dieser Artikel hat die Antworten.

Strom wird auch im kommenden Jahr teurer. Bildquelle: jplenio / pixabay.com

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis wie er letztlich beim Verbraucher ankommt, setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. Einfluss hat dabei nicht nur der Stromversorger, sondern vor allem der Staat. Zulagen und Steuern machen den Großteil der Stromkosten aus. Eine dieser Umlagen ist zum Beispiel die EEG, die seit einiger Zeit in aller Munde ist und nicht wenig kritisiert wird. Die EEG, erneuerbare Energien Umlage, ist auch unter der Bezeichnung Ökosteuer bekannt. Sie soll den Ausbau von Anlagen fördern, die Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz speisen, also Ökostrom erzeugen. Zu den Umlagen kommen Steuern wie die Mehrwertsteuer oder die Stromsteuer.

Ein weiterer großer Posten bei der Zusammensetzung des Strompreises sind die Nutzungsentgelte. Diese werde staatlich reguliert und schwanken stark, je nachdem wo in Deutschland man wohnt. Mit den Nutzungsentgelten werden die Kosten für den Transport, die Gewährleistung und die Nutzung der Stromversorgung finanziert.

Der Stromversorger, über den man seinen Strom bezieht, muss natürlich auch noch etwas verdienen. In der Zusammensetzung der Stromkosten macht der Anteil der Stromversorger allerdings den geringsten Teil aus. Mit diesem Posten werden Energie und Service der Versorger beglichen. Außerdem auch Posten wie Verwaltung, Vertrieb oder andere laufende Kosten des Stromanbieters.

Grund für den steigenden Strompreis ist nicht die EEG

Vor allem die Politik schiebt den steigenden Strompreis gerne der EEG-Umlage in die Schuhe. Diese wird bis zum Jahr 2022 zwar kontinuierlich ansteigen, im Jahr 2019 allerdings soll die EEG voraussichtlich sogar etwas sinken. Die Anzahl der von der Umlage geförderten Anlagen steigt stetig, dementsprechend müssen eben auch die Fördermittel steigen. Wirklichen Einfluss auf die 2019 steigenden Strompreise hat die EEG-Umlage also nicht. Stattdessen gibt es folgende Gründe für die hohen Kosten:

  • Ansteigender Großhandelspreis: Seit Beginn des Jahres 2018 ist der Großhandelspreis für Strom stark gestiegen. Der Preis pro Kilowattstunde, die vom Anbieter in Rechnung gestellt wird, wird von dieser Kostensteigerung direkt beeinflusst. Momentan ist der Strom im Großhandel so teuer wie seit sechs Jahren nicht mehr.
  • Rohstoffpreise: Genau wie der Großhandelspreis für Strom beeinflussen die Rohstoffpreise den Preis pro Kilowattstunde direkt. Das ist so, weil der Preis der Energieerzeugung von dem Rohstoffpreis beeinflusst wird. In der jüngeren Vergangenheit gab es zum Beispiel einen Preisanstieg beim Rohstoff Kohle. Da Erdgas für die Nutzung in Deutschland größtenteils importiert wird, sind deutsche Stromanbieter hier von einem stabilen Weltmarktpreis abhängig.
  • Aktuelle politische Entwicklungen: Von politischen Entwicklungen ist unter Umständen auch der Strompreis betroffen. Vor allem die Preise für die Rohstoffe können je nach Politikgeschehen schwanken. Das betrifft zum Beispiel den Ölpreis und damit indirekt auch die Kosten für alle anderen Rohstoffe. Kommt es zu Spannungen im Nahen und Mittleren Osten, steigt der Ölpreis rapide an. Oft wird dann auf andere fossile Rohstoffe zurückgegriffen, die Nachfrage steigt also und somit auch der Preis.
  • Emissionszertifikate: Der Preis für die Emissionszertifikate steigt immer weiter und hat sich in den letzten Monaten sogar verdreifacht. Das schlägt sich in der Stromrechnung des Verbrauchers nieder.
  • Wohnort: Da der Strompreis in Deutschland regionalen Schwankungen unterliegt, spielt auch der Wohnort eine Rolle bei der Zusammensetzung des individuellen Strompreises. Grund dafür ist das geänderte Anforderungsprofil an das Stromnetz, das durch die Energiewende zustande kommt. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurde Windkraft zum Beispiel vermehrt ausgebaut. Das belastet Netze, die Strom in die südlichen Bundesländer leiten müssen. Auf diese Weise steigt das Nutzungsentgelt und das spiegelt sich in der Stromrechnung des Verbrauchers wider.

Günstiger Strom durch einen Anbieterwechsel

Mit den steigenden Strompreisen stellen sich immer mehr Menschen die Frage, wie es möglich ist, in Zukunft vergleichsweise günstig Strom zu beziehen. Die Lösung ist ein regelmäßiger Anbieterwechsel, dieser lohnt sich für fast jeden Haushalt. Mittlerweile gibt es in Deutschland rund 1000 verschiedene Stromanbieter. Der enorme Wettbewerb sorgt für günstige Angebote. Am besten sucht man einen fachkundigen Berater auf, der sich sowohl mit den Stromanbietern als auch deren Tarifen auskennt. Bei der Online Recherche treten leicht Fehler auf oder es werden wichtige Informationen übersehen. Im Gespräch mit einem Berater vom Fach kann das nicht passieren.

Bildquelle: jplenio / pixabay.com

Neue Solarzelle für noch mehr Energie aus Photovoltaik

Photovoltaik-Technologie wird immer wichtiger und eine tragende Säule der zukünftigen Energieversorgung sein. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) ist eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen für Solarenergie und verzeichnet immer wieder neue Erfolge. Gemeinsam mit ihrem Industriepartner EVG erreicht das Fraunhofer ISE nun eine Solarenergieumwandlung von 33,3 Prozent. Damit stellen die Freiburger Forscher einen Rekordwert auf.

Photovoltaik spielt eine entscheidende Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung. Bildquelle: blickpixel / pixabay.com

Das Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme

In Freiburg im Breisgau wurde 1981 das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) gegründet. Mit 1200 Mitarbeitern ist das Institut heute das größte Solarforschungsinstitut in Europa und eine weltweit führende Forschungseinrichtung im Bereich der Photovoltaik-Technologie. Im Fraunhofer ISE werden technische Voraussetzungen für eine umweltfreundliche und effiziente Energieversorgung geschaffen. Forschungsschwerpunkte im Freiburger Institut sind:

  • Energiegewinnung
  • Energieeffizienz
  • Energieverteilung
  • Energiespeicherung

Außerdem bietet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme Prüfleistungen und Zertifizierungsleistungen an. Zusätzlich entwickelt es Materialien, Systeme, Komponenten und Verfahren in den verschiedenen Geschäftsfeldern:

  • Energieeffiziente Gebäude und Gebäudetechnik
  • Angewandte Optik und funktionale Oberflächen
  • Silicium-Photovoltaik und alternative Photovoltaik-Technologien
  • Regenerative Stromversorgung
  • Wasserstofftechnologie
  • Solarthermie

Deutschland steht in Sachen Forschung und Anlagenbau für Photovoltaik weltweit an der Spitze. Das Fraunhofer ISE selbst zeichnet sich durch eine herausragende Laborinfrastruktur aus. Deutsche Forscher wie der Institutsleiter des Fraunhofer ISE Prof. Dr. Hans-Martin Henning sind sich dessen bewusst und sehen auch die Wichtigkeit der Solarenergie-Forschung. Auch die Forschungsergebnisse des Instituts in Freiburg zeigen, dass Photovoltaik und auch die Windenergie eine entscheidende Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung spielen. Um die Forschung weiter voranzutreiben, wurde letztes Jahr am 4. Oktober der Grundstein für ein neues Forschungszentrum gelegt. Das Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen soll Ende 2019 fertig gestellt werden.

Immer mehr Sonnenlicht in Strom umwandeln

Den Forschern des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ist bewusst, dass Solarzellen aus Silicium den globalen Photovoltaikmarkt dominieren. Deswegen haben sie eine neue Technologie auf dieser Basis entwickelt. Bereits 2016 konnte das ISE gemeinsam mit dem Industriepartner EVG 30,2 Prozent der Solarenergie in Strom umwandeln, im März 2017 waren es dann 31,3 Prozent. Die neue Solarzelle der Freiburger Forscher wandelt ein Drittel, sprich 33,3 Prozent, der Sonnenenergie in erneuerbare Energie um. Das ist ein neuer Rekordwert, der zeigt, dass weiterhin viel Potenzial in Photovoltaik steckt.

Die neu entwickelte Solarzelle kann wie herkömmliche Silicium-Solarzellen ohne Probleme in Photovoltaik-Module integriert werden. Nun könnte man argumentieren, dass die Verwendung des vergleichsweise teuren Halbleitermaterials Silicium kostspielig sei. Allerdings ist die aufgetragene Schicht so dünn, dass die Materialkosten am Ende keinerlei Rolle mehr spielen. Inzwischen sind die Photovoltaik-Kosten so weit gesunken, dass Photovoltaik eine reale wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Energien darstellt. Dank der massiven Kostensenkung, die in den letzten Jahrzehnten stattfand, ist der Solarstrom heute auch wettbewerbsfähig. Der neueste Erfolg des Fraunhofer ISE zeigt, dass auch durch den Materialverbrauch Kosten weiter gesenkt werden können. Außerdem benötigt die neue Solarzelle nicht nur weniger Material, sondern auch weniger Modulfläche und weniger Produktionskosten. Auf diese Weise kann erneuerbare Energie immer ressourcenschonender hergestellt werden.

Auch die 75-köpfige Expertenjury des renommierten GreenTec Awards erkannte die Leistung des Forschungsteams des Fraunhofer ISE und wählte deren Entwicklung unter die Top drei in der Kategorie Energie. Die Jury setzt sich aus Fachleuten aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und verschiedenen Verbänden zusammen. Der Award hat sich außerdem seit der Gründung 2008 zum weltweit bedeutendsten Umweltpreis entwickelt.

Die nächsten Schritte in der Solarenergie-Forschung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ist die Entwicklung von Maschinen für die Großfertigung der neuen Technik. Nach Einschätzungen von Experten vergehen noch fünf bis zehn Jahre, bis es zu einer Serienfertigung der neuen Solarzelle kommt.

Vorteile von Solarenergie schon heute nutzen

Solarenergie und der daraus erzeugte Strom bringen einige Vorteile mit sich. Der offensichtlichste Vorteil ist wohl die Möglichkeit, mit der Nutzung von erneuerbaren Energien die Umwelt zu schonen. Zudem hat man mit der Sonne eine unerschöpfliche Energiequelle, im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen. Mit der Nutzung von Solarzellen ist man außerdem nicht mehr von Stromerzeugern, Energieversorgern und Stromanbietern abhängig. Auf diese Weise macht man sich auch unabhängig von ölfordernden Staaten und dem andauernden Anstieg der Stromkosten. So könnten in Zukunft eventuell sogar Energiekrisen vermieden werden.

Nicht zu verachten ist auch der Preisvorteil eines Stromtarifs mit Ökostrom. Immer noch sind viele der Meinung, Strom aus erneuerbaren Energien sei wesentlich teurer als „normaler“ Strom. Das ist eine falsche Annahme. Häufig ist der Ökostrom sogar die wesentlich günstigere Alternative. Ein Stromvergleich kann helfen, herauszufinden, ob sich die Umstellung auf einen Tarif mit Ökostrom lohnt. Generell sollte man regelmäßig den Stromanbieter wechseln, um Neukundenboni mitzunehmen und nicht zu teuren Strom einzukaufen. Auch wer Strom aus erneuerbaren Energien nutzt, hat diese Möglichkeit. Inzwischen bieten viele Energieversorger Strom aus erneuerbaren Energien an, ein regelmäßiger Anbieterwechsel sollte daher kein Problem sein.

Photovoltaik spielt eine entscheidende Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung. Bildquelle: blickpixel / pixabay.com

Smart Home: Wie Sie bei der Beleuchtung Energie sparen

Smarte und energieeffiziente Lichtsteuerung für zu Hause

Mit der richtigen Beleuchtung lassen sich Energie und Geld sparen. Die Integrierung der heimischen LED-Beleuchtung in ein Smart-Home-System eröffnet den Bewohnern noch mehr kreative und vor allem effiziente Lichtgestaltung.

Ein smartes Beleuchtungssystem ermöglicht Energieersparnis. Bildquelle: Alexander Kirch – 274969298 / Shutterstock.com

Energie sparen hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Geldbeutel. Das Auswechseln alter Glühbirnen gegen LED- oder Energiesparlampen ist ein guter Anfang. Um darüber hinaus für eine bemerkbare Energieersparnis zu sorgen, sollten Nutzer und Verbraucher ebenfalls darauf achten, dass die Leuchtmittel gezielt und effizient eingesetzt werden. Inzwischen ist es sogar möglich, das heimische Beleuchtungssystem in das Smart-Home zu integrieren und sie automatisch oder per Computer bzw. App zu steuern.

Wie Energie sparen?

Eine ausgereifte und intelligent programmierte Steuerung kann für eine enorme Energie- und Kostenersparnis sorgen. Schließlich macht die Beleuchtung bis zu zehn Prozent des Energiehaushaltes aus. Folgende smarte Lösungen sind möglich, um Energie bei der Beleuchtung und Strom zu sparen:

• Bewegungsmelder: Schalten Beleuchtung nur an, wenn der entsprechende Bereich betreten oder genutzt wird
• Dimmer: Reduzieren bei Bedarf die Beleuchtungsstärke und sparen dadurch Energie
• Zeitschaltung: Schaltet Beleuchtung zu bestimmten Zeiten automatisch ein und wieder aus

Schon allein diese Möglichkeiten eröffnen viel Einsparpotenzial und kreativen Gestaltungsspielraum für die heimische Beleuchtung. Zahlreiche Unternehmen stellen diesbezüglich Beratungsservices zu Verfügung.

Wie funktioniert die Lichtsteuerung?

Sowohl Deckenlampen, die ein fester Bestandteil des Stromkreises sind, als auch Stehlampen oder Leselampen, die an eine Steckdose angeschlossen werden, lassen sich aus der Ferne steuern. Ein smartes System ist in der Regel über folgende Wege möglich:

Steuerungsart und Erläuterungen Erläuterung

WLAN:  Als zentrale Steuerungseinheit dient der Router. Über ihn werden alle Leuchtmittel gesteuert. Einer der Nachteile: Sobald der Router einmal nicht funktioniert oder ausfällt, lässt sich auch das Licht nicht mehr darüber steuern, bis alle Fehler behoben sind. Die WIFI-Variante benötigt außerdem mehr Energie als die Alternative.

Funk:  Andere Smart-Home-Beleuchtungen übertragen alle Signale und Informationen per Funk. In diesem Fall ist eine spezielle Basisstation dafür zuständig. Diese ist wiederum mit dem WLAN-Router verbunden, damit sie für die Außenwelt, also mit dem Smartphone oder Tablet des Nutzers erreichbar ist. Auf diese Weise kann die Beleuchtung weiterhin aus der Ferne gesteuert werden. Die Anschaffungskosten sind bei dieser Variante etwas höher, allerdings benötigt diese Option weitaus weniger Energie.

Ob WLAN oder Funk ist häufig eine Kostenfrage. Wer gewillt ist etwas mehr auszugeben, kann auf lange Sicht gesehen allerdings mehr Energie sparen. Interessierte sollten sich beraten lassen, um herauszufinden, welche Steuerungsart am besten für die individuelle Wohnsituation geeignet ist.

Statistik: Nutzung von Anwendungen aus dem Smart-Home-Bereich. Quelle: SPLENDID RESEARCH

Lichtsteuerung per Funkaktoren

Für die Lichtsteuerung wird in jedem Fall eine zentrale Einheit benötigt, die das LED-Leuchtsystem managt. Der Nutzer kann in der Regel über den eigenen Computer oder mit einer App auf das System zugreifen. Allerdings sind sogenannte Funkaktoren notwendig, die in die Lampen selbst oder in den Unterputzschalter eingebaut werden. Eine andere Möglichkeit sind spezielle zwischengeschaltete Funksteckdosen. Diese sorgen dafür, dass die Befehle und Signale des Nutzers auch bei den Lampen ankommen. Eine persönliche Beratung vor Ort ist in der Regel möglich, um genau zu eruieren, wie das Zuhause am besten in ein effizientes Smart Home verwandelt werden kann.

Beleuchtung: Lichtsteuerung und -programmierung per App im Smart-Home-System

Die richtige Software ist ein wichtiger Bestandteil des Smart-Home-Beleuchtungssystems. Eine entsprechende App ist meistens im Paket enthalten. Sollte sie das nicht sein, können Nutzer sie in der Regel in den typischen App-Stores für Apple oder Android-Endgeräte finden. Die Software ermöglicht es den Verbrauchern, das System zu konfigurieren, sodass spezifische Räume und Lampen jeweils separat angesteuert werden können. Häufig ist auch eine Steuerung aus der Ferne möglich. Bewohner können ihre Lampen ein- und ausschalten, wenn sie nicht zu Hause oder etwa für einen längeren Zeitraum im Urlaub sind. Das ist z.B. wichtig, wenn sie vergessen, das Licht auszuschalten. Sollte die App zwischendurch eine Fehlfunktion haben, können Nutzer das Licht unproblematisch manuell ein- und wieder ausschalten.

Was können Sprachassistenten für die Beleuchtung tun?

Wer nicht extra mit dem Smartphone hantieren oder die App suchen möchte, kann sein Beleuchtungssystem auch auf eine Weise einrichten, dass eine Sprachsteuerung möglich ist. Dafür stehen folgende Assistenten zur Verfügung:

  • Alexa
  • Google Assistant

Bisher ist die Technik nicht vollkommen ausgereift: Schnell kann der Nutzer auch den zugeordneten Namen des Beleuchtungsmittels vergessen, das gerade in diesem Moment erleuchten soll. Manchmal ist die Spracherkennungssoftware noch nicht so weit entwickelt, dass jeder menschliche Befehl sofort umgesetzt werden kann. Dennoch macht die Technologie rund um die Sprachassistenz täglich große Fortschritte, sodass auch diese kleinen Schwierigkeiten in Zukunft kaum noch Probleme bereiten sollten. Wer unsicher ist, ob ein sprach- oder app-gesteuertes Beleuchtungssystem das richtige ist, kann sich von Fachhändlern beraten lassen.

Simulierter Sonnenaufgang und „Go to sleep“-Licht durch Zeitschaltung

Zeitschaltungen sind auch zum Aufwachen wunderbar geeignet. Ein entsprechend programmiertes System kann morgens sogar graduell immer heller werden, um einen Sonnenaufgang zu simulieren. Hierbei handelt es sich um ein viel gesünderes Aufwachen, als unsanft aus dem Schlaf gerissen zu werden. Dasselbe Prinzip ist auch anwendbar, wenn Nutzer feste „Go to sleep“-Zeiten einrichten möchten. Das Ausschalten kann plötzlich geschehen oder die Lampen können sich langsam und stetig herunter dimmen, bis sie vollkommen ausgeschaltet sind. Auf diese Weise bleibt das Licht nicht die halbe Nacht eingeschaltet, auch wenn Bewohner z.B. beim Lesen einschlafen.

Bildquelle: Alexander Kirch – 274969298 / Shutterstock.com

 

Zuschüsse zur nachhaltigen Energieversorgung des BAFA

Förderung der nachhaltigen Energieversorgung

Die Energiewende erzielt zunehmend größere Erfolge, erneuerbare Energie wird in Deutschland immer beliebter. Das merkt auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Aus diesem Grund fördert es bestimmte Projekte aus dem Bereich Energieeffizienz und nachhaltige Energieversorgung. Welche das sind und wie Sie einen Zuschuss erhalten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mit nachhaltiger Energieversorgung können Sie dauerhaft sparen. Bildquelle: PhotographyByMK – 108705386 / Shutterstock.com

 

Die Fördermaßnahmen des BAFA sind Investitionszuschüsse. Je nach Maßnahme können zusätzliche Zuschüsse genehmigt werden, zum Beispiel ein Gebäudeeffizienzbonus oder ein Optimierungsbonus. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Art und dem Umfang der errichteten oder erweiterten Anlage.

Fördermaßnahmen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Das BAFA möchte dazu anregen, auf nachhaltige Energien umzusteigen. Aus diesem Grund werden Förderungsmaßnahmen angeboten. Sollten Sie folgende Anlagen errichten oder erweitern wollen, können Sie einen Zuschuss beantragen:

  • Solarkollektoranlagen
  • Effiziente Wärmepumpen
  • Biomassenanlagen
  • Nahwärmenetze, welche mit der Wärme aus erneuerbaren Energien gespeist werden
  • Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie

Außerdem werden innovative Technologien zur Kälteerzeugung und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland gefördert sowie Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags von erneuerbaren Energien. Für bestimmte Anlagen können Sie einen Zuschuss auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) erhalten.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie für die Antragsstellung erfüllen müssen und wie die Antragsstellung abläuft.

Voraussetzungen für die Förderung durch das BAFA

Sie möchten etwas ändern und ab sofort auf nachhaltige Energien setzen? Dann können Sie hier nachlesen, ob Sie die Voraussetzungen für eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erfüllen.

Antragsberechtigte Personen müssen Pächter, Eigentümer oder Mieter des Grundstücks oder Gebäudes sein, auf oder in dem die entsprechende Anlage errichtet oder erweitert werden soll. Zudem müssen die Richtlinien zu den Grenzwerten und entsprechenden technischen Bestimmungen eingehalten werden.

Die Anlage, ob neu errichtet oder erweitert, muss überwiegend zur Wärmebereitstellung oder Kältebereitstellung innerhalb von Deutschland genutzt werden. Zudem muss sie mindestens sieben Jahre lang diesem Zweck entsprechend betrieben werden.

Das BAFA fördert keine Anlagen in Neubauten. Das ersetzte, errichtete oder erweiterte System zur nachhaltigen Energieversorgung muss zur Antragsstellung mindestens seit zwei Jahren in Betrieb sein. Zudem werden folgende Anlagen ebenfalls nicht gefördert:

  • Eigenbauanlagen
  • Prototypen
  • Gebrauchte Anlagen
  • Anlagen mit wesentlich gebrauchten Teilen

Wie stelle ich einen Antrag zur Förderung?

Um einen Antrag zur Förderung Ihrer zu errichtenden oder erweiternden Anlage zur nachhaltigen Energieversorgung zu stellen, ist vor allem wichtig zu wissen, dass Sie diesen vor Beginn der entsprechenden Maßnahmen stellen müssen. Die Antragsstellung erfolgt ausschließlich online. Wenn Sie Interesse an einer Förderung haben oder sich generell über nachhaltige Energieversorgung und das Einsparen von Energie erkundigen möchten, ist es sinnvoll, eine Energieberatung aufzusuchen.

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Wurden die Fördermaßnahmen für den Bau oder die Erweiterung Ihrer Anlage zur nachhaltigen Energieversorgung genehmigt, können Sie auf Basis des APEE zusätzliche Zuschüsse beantragen. Dieses Programm fördert den Wechsel zu modernen Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien.

Die Höhe des Zuschusses durch das Anreizprogramm Energieeffizienz ist abhängig, von der Höhe des Förder-Zuschusses des Marktanreizprogrammes. Für die Ersetzung oder Modernisierung einer ineffizienten Altanlage erhalten Sie einen Betrag von 20% des im für die Installation der neuen Anlage bewilligten Gesamtförderbetrags im Rahmen des Marktanreizprogrammes. Sie erhalten keine zusätzliche Förderung in Form von Zuschüssen für gleichzeitig durchgeführte Maßnahmen zur Optimierung. Allerdings kann Ihnen ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 600€ gewährt werden. Diesen erhalten Sie für die Umsetzung aller Maßnahmen, die nötig sind, um die Energieeffizienz des gesamten Heizungssystems zu verbessern.

Förder-Voraussetzungen für das Anreizprogramm Energieeffizienz

Die wohl wichtigste Voraussetzung für diesen Antrag ist, dass Sie bereits einen Antrag zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt gestellt haben und Ihnen ein Zuschuss nach dem Marktanreizprogramm bewilligt wurde. Wie Sie diesen Antrag stellen, haben wir oben ausgeführt.

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Die zu ersetzende oder zu modernisierende Heizungsanlage wurde auf Basis fossiler Energien betrieben.
  • Es wurde keine Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie genutzt.
  • Es liegt kein Fall einer gesetzlichen Austauschpflicht der Anlage vor.
  • Zusätzlich zum Austausch bzw. der Modernisierung der alten Anlage muss das gesamte Heizsystem optimiert werden. Dazu gehört nicht nur eine Bestandsaufnahme sowie Analyse des IST-Zustands nach den vorgeschriebenen Standards, sondern auch die Durchführung des hydraulischen Abgleichs sowie die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz des gesamten Heizungssystems.
  • Die Anlage wurde nach dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen.
  • Der Förderantrag im Rahmen des Marktanreizprogramm wurde beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nach dem 1. Januar 2016 gestellt.
  • Als ineffiziente Altanlagen gelten auch Elektrospeicherheizungen.

Antragsstellung für den APEE-Bonus

Den Bonus des Anreizprogramms Energieeffizienz können Sie, bei Interesse und falls Sie die Voraussetzungen erfüllen, mit dem Verwendungsnachweis (Biomasse, Solarthermie oder Wärmepumpe) sowie im Rahmen der elektronischen Verwendungsnachweiserklärung beantragen. Für den Antrag gibt es kein separates Formular, das Sie ausfüllen müssen.

Bildquelle: PhotographyByMK – 108705386 / Shutterstock.com

Energieberatung im Mittelstand – welche Sparmaßnahmen sind möglich?

Die Kosten für Energie und damit vor allem für den primären Energieträger Strom sind in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass die Strompreise nicht fallen werden, so dass sie einen nicht zu unterschätzendenden Posten für viele Unternehmen ausmachen. Mit Hilfe einer kompetenten Energieberatung lassen sich meist gerade im Mittelstand erhebliche Sparpotentiale aufdecken.

Der Energieverbrauch ist meist ein hoher Kostenfaktor in Unternehmen. Bildquelle: nito – 237828910 / Shutterstock.com

Mittelständler zählen in Deutschland zu den wichtigsten Unternehmen und haben oftmals andere Sorgen und Probleme, als es bei Großkonzernen der Fall ist. Für einen Mittelständler können die Energiekosten zum Beispiel sehr entscheidend sein, wenn sie sich ihre Firmenausgaben anschauen. Obwohl bestimmte Industrien sogar vom Vergünstigen profitieren, sind die Energiekosten meist ein Posten, der in seinem Umfang steigt und deutlich teurer wird, als es den meisten Firmen lieb ist.
Wer zum Ziel hat, im eigenen Unternehmen durch eine Energieberatung die Kosten zu senken, indem er Einsparpotentiale aufdeckt, der kann langfristig davon profitieren und die eigenen Erträge steigern.

Welchen Vorteil bietet eine professionelle Energieberatung?

Ein Energieberater kann das komplette Unternehmen hinsichtlich des Energieverbrauches unter die Lupe nehmen und Schwachstellen durchleuchten. Dabei handelt es sich nicht nur um Verbraucher, die Strom benötigen, sondern zum Beispiel auch um Unternehmen, die die Heizkosten senken möchten.
Gerade in produzierenden Betrieben gibt es häufig ein enormes Potential, das den meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gar nicht bewusst ist. Durch die Veränderung von Produktionsabläufen ist es möglich, hohe Kosten einzusparen.
Es gibt Energieberater, die sich darauf spezialisiert haben, Unternehmen zu beraten und wissen, wie sie ihre Kosten im Unternehmen reduzieren können. Je nachdem, in welcher Branche die Unternehmen tätig sind, gibt es unterschiedliche Einsparpotentiale.
Nicht nur in produzierenden Betrieben, sondern zum Beispiel auch bei Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche gibt es Optionen, den Energieverbrauch zu senken. Gleiches gilt auch für Handelsunternehmen. Zu berücksichtigen ist, dass auch der Einsatz von regenerativer Energie eine Rolle spielen kann, wenn es darum geht, die Energiekosten langfristig zu senken. Wer z.B. über ein großes Betriebsgelände verfügt, kann langfristig selbst Strom erzeugen – zum Beispiel über Solarkollektoren, die auf den Dächern der Betriebsstätte aufgebaut werden.

Beispiele für Energiesparpotentiale in Unternehmen:

In produzierenden und verarbeitenden Betrieben werden häufig Maschinen, Öfen oder Anlagen benutzt, die in ihrem Betrieb eine Menge an Wärme erzeugen. Diese Wärme wird in vielen Fällen ungenutzt in die Umwelt abgegeben, kann jedoch meist mit geringem Aufwand genutzt werden. Oftmals werden sogar Kühlsysteme eingesetzt, um Anlagen zu kühlen und die überflüssige Wärme abzuführen.
In der Praxis ist es möglich, dass die Wärme aber z.B. auch zum Betrieb der eigenen Heizung und zum Erwärmen von Wasser genutzt werden kann. Wer es schafft, durch einen Anlagenbauer die eigenen Produktionsstätten mit der Heizanlage zu verknüpfen, ist in der Lage, ein entsprechendes Einsparpotential zu generieren und somit dafür zu sorgen, dass die Energiekosten deutlich gesenkt werden können. In der Praxis ist es möglich, dass z.B. Heizungsrohre durch Anlagen geführt werden, die eine gewisse Wärme erzeugen. Das in den Rohren geführte Wasser kann genutzt werden, um in einem Wasserspeicher z.B. Trinkwasser bzw. Nutzwasser zu erwärmen. Solche Vorrichtungen werden in einigen Firmen bereits genutzt, oftmals sind es jedoch gerade kleinere oder mittelständische Betriebe, die von diesen Möglichkeiten nichts wissen.

• Abwärme von Anlagen und Maschinen nutzen – z.B. zur Heizwassererwärmung
• Dachflächen zur Stromerzeugung nutzen
• LED Beleuchtung zum Sparen von Strom nutzen

Ein weiteres Beispiel ist die Nutzung von Solarenergie, was zum Beispiel auf den Dächern von Produktionshallen möglich ist. Zahlreiche Firmen verfügen über große Firmengelände und Hallen, deren Dächer ideal geeignet sind, um Solarkollektoren aufzustellen. Anzumerken ist, dass es sich heutzutage lohnen kann, diesen Strom selbst zu verwenden und diesen in die eigenen Anlagen zu leiten. Gerade bei Betrieben, die tagsüber, wenn der Strom produziert wird, auch ihre Produktionsanlagen nutzen, lässt sich somit eine Menge an Stromkosten einsparen.

LED Beleuchtung in Büros und auf Betriebsgeländen

Ein weiteres langfristiges Sparpotential ergibt sich meist durch die Beleuchtung in Firmen. Wer große Hofanlagen oder Produktionsflächen beleuchten möchte und mit alter Technik arbeitet, verbraucht in der Regel ein Vielfaches dessen an Strom, als wenn er z.B. mit modernen LED Strahlern arbeitet. Der Kauf der LED Beleuchtung hat sich meist schon nach kurzer Zeit amortisiert, so dass es sich in jedem Fall lohnt, in eine Energieberatung zu investieren.

Wer in der Energieversorgung etwas ändern möchte, kann durch einen Preisvergleich ebenfalls satte Rabatte erzielen. Gerade Unternehmen, die oftmals große Mengen an Energie verbrauchen, können somit Ersparnisse erzielen.

Das einmalige Bezahlen eines professionellen Energieberaters kann ebenfalls nachhaltig und vor allem langfristig zu deutlichen Vorteilen und Einsparpotentialen führen. Ein wesentlicher Vorteil von professionellen Energieberatern besteht darin, dass diese meist Erfahrungen haben und schon viele Betriebe gesehen haben, was dazu führt, dass schnell auffällt, wo Energie eingespart werden kann.
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Die Strompreisentwicklung in Deutschland: Hintergründe und Prognosen

Die Strompreise sind in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Immer mehr Eigenheimbesitzer rüsten nach und setzen daher auf regenerative Energieträger. In den vergangenen 15 Jahren sind die Preise für Strom von ca. 16 Cent auf knapp 28 Cent gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von über 40%. Ein Grund dafür ist der Strommix, in dem Strom aus erneuerbaren Energien eine immer wichtigere Rolle einnimmt.

Die Strompreise sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Bildquelle: vchal – 618634256 / Shutterstock.com

In den vergangenen 15 Jahren sind die Strompreise in Deutschland massiv angestiegen. Bei einer Strompreisverteuerung von über 40% spüren vor allem Familien, wie sehr die Stromrechnung ins Budget schlägt. Die Hintergründe für den massiven Anstieg der Stromkosten sind vielseitig. Ein Aspekt ist der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien. Dieser ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und führte dazu, dass auch die Kosten deutlich gestiegen sind. Positiv anzumerken ist jedoch, dass der Preis im Jahr 2014 zum ersten Mal eine Tendenz nach unten hatte und zeigt, dass der Strompreis durchaus auch leicht sinken kann. Nachdem es im Jahre 2015 ebenfalls etwas günstiger wurde, zog der Strompreis 2016 sowie 2017 wieder leicht an.

Ökostrom ist in der Produktion noch deutlich teurer als Strom zum Beispiel aus herkömmlichen Energieträgern wie Kohle oder der Atomkraft zu produzieren. Der Aufschlag, der für die erneuerbaren Energien fällig wird, muss von den Verbrauchern getragen werden.

Welche Rolle spielt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bei der Entwicklung der Strompreise?

Im Jahr 2000 wurde das EEG ins Leben gerufen. Seitdem hat Strom aus Wind- und Solarenergie eine besondere Bedeutung in der Stromerzeugung in Deutschland. Der Anteil an Strom aus erneuerbaren Quellen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2013 wurde bereits 23% des Stroms, der in Deutschland genutzt wurde, aus erneuerbaren Energiequellen produziert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat natürlich einen Einfluss auf die entsprechende Entwicklung der Strompreise. Der Anteil der regenerativen Energieträger am gesamten Strom in Deutschland soll in den kommenden Jahren weiter steigen. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2025 mindestens 40% des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energieträgern kommen soll. In den darauf folgenden Jahren soll der Anteil weiter steigen, so dass bald über die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen soll.

  • Stromanteil erneuerbarer Energien wird 2025 mind. 40% ausmachen
  • Anteil erneuerbarer Energien wird im Strommix weiter steigen
  • Solaranlagen erhalten Zusage der Stromkonzerne, dass ihr Strom abgenommen wird

Je mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen wird und entsprechend in den Strommix einfließt, umso höher sind auch die daraus resultierenden Stromkosten. Der Strom, der aus Windenergie sowie aus Solarenergie erzeugt wird, kann preislich mit dem Strom aus Kohle sowie Gas oder Kernkraftwerken nicht konkurrieren. Die Betreiber von z.B. Solaranlagen erhalten feste Vergütungen durch das EEG für die Erzeugung von Strom, den sie in das Netz einspeisen. Diese liegen jedoch deutlich über den Kosten, die durch die Erzeugung des Stroms verursacht werden. Gleichzeitig gibt es für die Betreiber von Solaranlagen eine feste Zusage, dass der Strom durch die Betreiber der Netze abgenommen wird. Dies führt unter dem Strich dazu, dass die Preise für Strom weiter steigen werden, da in den kommenden Jahren der Einsatz der erneuerbaren Energieträger ebenfalls steigen wird.

Welche Prognose gibt es für die Strompreise in Deutschland?

Es ist davon auszugehen, dass die Strompreise in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Bedingt durch die Energiewende und durch den Ausstieg aus der Atomenergie wird dafür gesorgt, dass in Deutschland vor allem in den südlichen Bundesländern weniger Strom erzeugt wird, als es einst bedingt durch viele Atomkraftwerke der Fall gewesen war. Ein großer Teil des Stroms, der durch erneuerbare Energieträger wie den Wind erzeugt wird, kommt inzwischen aus Norddeutschland. Hier gibt es zahlreiche Windparks – auf dem Festland sowie auch in der Nordsee.

Der Strom aus den erneuerbaren Energieträgern ist deutlich teurer als der frühere günstige Atomstrom. Dies dürfte auch in den kommenden Jahren dazu beitragen, dass die Preise für Strom in Deutschland weiter steigen werden. Fakt ist, dass die Energiewende zwar ihren Preis hat, jedoch langfristig die Umwelt und auch die Menschen davon profitieren dürften.

  • Strompreise werden durch das EEG mittelfristig weiter steigen
  • Strom aus erneuerbaren Energieträgern ist teurer als herkömmliche Stromerzeugung
  • Die Preise für z.B. Solarmodule sinken, langfristig könnte Strom dadurch günstiger werden

Sollte es dazu kommen, dass der Strom aus erneuerbaren Energieträgern günstiger produziert werden kann und zum Beispiel immer mehr Haushalte auf Solarstrom umsteigen, ist es denkbar, dass der Strompreis irgendwann wieder fällt. Bis diese Entwicklung in Deutschland einsetzt, ist es jedoch denkbar, dass noch 10 bis 20 Jahre vergehen.

Wer sich die Preise für Solarmodule anschaut, wird feststellen, dass diese in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich gesunken sind. Darüber hinaus ist die Leistungsfähigkeit der Solarmodule stark gestiegen. Auch die Lebensdauer einzelner Module ist inzwischen höher, als es noch vor 10 bis 15 Jahren der Fall gewesen ist. Bedingt dadurch, dass massiv in Photovoltaik und andere erneuerbare Energien investiert wird, sollte die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energieträgern langfristig günstiger werden.

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EEG-Umlage und Energiewende: Derzeitiger Stand und Aussichten

Die Energie-Umlage könnte kurzfristig teurer werden. Langfristig ist jedoch ein Abfallen der Strompreise absehbar. Die Energiewende ist trotzdem noch so weit fortgeschritten, wie gewünscht und geplant. Mehrere Faktoren sind dafür verantwortlich. Privatverbraucher können jedoch einiges beitragen.  

Ein Großteil des Weges zur Energiewende steht noch bevor. Bildquelle: Bildagentur Zoonar GmbH – 291297509 / Shutterstock.com

Erneuerbare Energien sind in Deutschland weiterhin erfolgreich. Die Energie-Umlage sorgt allerdings dafür, dass die Strompreise zumindest kurzfristig ansteigen. Davon geht die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende in ihrer neuesten Studie aus. Die durchschnittlichen Strompreise werden demnach um 1,4 Prozent auf 30 Cent pro Kilowattstunde steigen. Die Gründe liegen allerdings nicht bei den erneuerbaren Energien, sondern bei teuren Rohstoffen wie z.B.:

• Erdöl
• Kohle
• Erdgas

Das Ausschreibungsverfahren, ein höheres Wettbewerbsniveau und niedrigere Zuschlagspreise sollen entsprechend für niedrigere Strompreise sorgen. Sonnen- und Windenergie könnten also langfristig günstiger werden.

Energiewende: Wo stehen wir?

Dass die Energiewende zunehmend größere Erfolge erzielt, zeigt sich auch am Anteil, den die erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch und Gesamtstromerzeugnisse im Jahr 2017 hatten:

• Der Anteil von Wind-, Wasser-, Bio- und Sonnenenergie am Gesamtstromverbrauch betrug 36,1 Prozent
• Anteil der erneuerbaren Energien am erzeugten Strom betrug 33,1 Prozent

Deutlich wird auch, dass neu entstehende Anlagen, die Strom erzeugen, günstiger werden, auch wenn für den Übergang natürlich althergebrachte Energieerzeuger wie z.B. Gaskraftwerker benötigt werden.
Erst in wenigen Jahren, wahrscheinlich um 2020 herum, wird sich herausstellen, welche Vorzüge die Energiewende wirklich mit sich bringt.

Statistik: Höhe der EEG-Umlage für Haushaltsstromkunden in Deutschland bis 2018. Quelle: netztransparenz.de

Energiewende: Wie geht es weiter?

 

Wo genau die Energiewende letztendlich hinführt, bleibt weiterhin jedoch unklar, was zu großen Frustrationen in der Energiewirtschaft führt. Vertreter des Energiesektors wünschen sich vor allem von der Bundesregierung eine konkretere Planung. Ein präziser Plan ist insbesondere notwendig, um alternative Arbeitsplätze für diejenigen Arbeitnehmer zu schaffen, die noch in der althergebrachten fossilen Energiegewinnung arbeiten. Die Förderungen von Gebäudesanierungen und der Elektromobilität schreiten ebenfalls noch nicht schnell genug voran. Die unsichere Planung sorgt weiterhin dafür, dass Investitionen in den neuen Energiesektoren stagnieren.

Energiewende: Was kann ich tun? 

Die Politik mag zwar weiterhin zögern, wenn es um eine präzise Planung und deutliche Entscheidungsfindung geht, dennoch kann der individuelle Verbraucher etwas zur Energiewende beitragen. Hier einige Anknüpfungspunkte:

Maßnahme Wie sie helfen können
Ökostrom Verbraucher, denen die Energiewende am Herzen liegt, sollten darauf achten, dass ihr Ökostromanbieter ebenfalls darauf abzielt. Manche Anbieter, die sich mit einem entsprechenden Label brüskieren, unterstützen in Wahrheit keine regenerativen Kraftwerke. Zwar finanziert eigentlich jeder Verbraucher die EEG-Umlage mit, aber nur wer gezielt vorgeht und nach entsprechenden Anbietern sucht, sorgt für eine grüne Wirtschaft und unabhängige sowie überlebensfähige Anlagen.
Photovoltaik Privatverbraucher können sich eine Solar- bzw. Photovoltaikanlage auf das Hausdach montieren lassen. Der daraus entstehende Strom kann der Betreiber für seine eigenen Zwecke verwenden oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen und an Energieversorger verkaufen.
Solarthermie Im Gegensatz zur privaten Photovoltaikanlage wird kein Strom erzeugt, sondern Wärme- und Heizenergie, mit der Verbraucher künftig sparsamer heizen und Wasser erhitzen können.
Wärmedämmung Eine ordentliche Wärmedämmung und eine Sanierung von Wänden und Dächern sorgen dafür, dass Wärme im Winter nicht schnell und in einem großen Maße entweicht, sondern innerhalb der vier Wände bleibt, wo sie hingehört.

Tabelle: Einiges können Verbraucher selbstständig tun, um die Energiewände zu unterstützen. Gleichzeitig können sie Strom und Energie sparen. Einige dieser Maßnahmen bringen finanzielle Vorteile, werden staatlich gefördert und erhöhen sogar den Wert von Wohneigentum und Immobilien generell. Natürlich können auch private Unternehmen solche Schritte ausführen, was als Bonus sogar ein positives Image mit sich bringt.

Weitere Herausforderungen der Energiewende

Mit der Umstellung der Kraftwerke und der Energieerzeuger kann die Energiewende allerdings nicht allein gemanagt werden. Weil der Strom dezentral von mehreren einzelnen Anlagen erzeugt wird, anstatt von zentralen Kraftwerken, muss das Energienetz entsprechend umgebaut werden. Zudem kommt es immer zu Schwankungen, wenn Energienetze stark vom Wetter abhängig sind. Bessere Speichermöglichkeiten sind notwendig, um solche Schwankungen immer wieder auszugleichen. Intelligente Stromnetze sollen dagegen dafür sorgen, dass eventuelle Engpässe vermieden werden und eine ausreichende Stromversorgung für alle Haushalte gewährleistet wird.

Warum ist die Energiewende notwendig? 

Die Fortschritte der Energiewende bleiben weiterhin ernüchternd und die Klimaschutzziele außer Reichweite. Dabei sind die Energiewende und die damit einhergehenden technischen Veränderungen und Weiterentwicklungen dringend notwendig. Nicht nur der Umwelt willen, sondern auch um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands und den Wohlstand weiterhin zu gewährleisten. Aus folgenden Gründen:

  • zunehmend schwankende Ölpreise
  • hohe Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen
  • Erschließung einer nachhaltigen, effizienten und unabhängigen Energieversorgung

Die dezentrale, private Umstellung auf erneuerbare Energien stellt dahingehend einen wichtigen Schritt dar. Allerdings muss noch einiges getan werden, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen.

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Experten befürchten einen Einbruch beim Ausbau der Windenergie

In Deutschland gibt es viele Windräder und der Ausbau ist in den letzten Jahren immer weiter forciert worden, zumal auch der Energiebedarf stetig wächst. Doch Experten gehen jetzt davon aus, dass der Ausbau bei Windkraftanlagen künftig ins Stocken geraten könnte – der Zenit sei überschritten. Was das für die Zukunft bedeutet und wie es bei der Energiegewinnung aus Wind weiter geht, verraten die folgenden Zeilen.

Windräder stehen vor allem vermehrt im ländlichen Raum oder in der Nähe von dem Meer. Bildquelle: Yerbolat Shadrakhov – 788954230 / Shutterstock.com

Ausbauleistung soll in diesem Jahr maximal 3,5 Gigawatt betragen

Der Wind leistet nicht nur hierzulande Großes: Er liefert Energie für Millionen von Haushalten in der ganzen Bundesrepublik. Dabei treibt der Wind tausende von Windräder und Windkraftanlagen an, die sich vermehrt in ländlichen Gebieten oder auf hoher See als Offshore-Windparks finden lassen. Doch auch wenn das Ganze eigentlich gut läuft, gehen Experten zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der Zenit schon längst überschritten ist.

1.    Im letzten Jahr sind noch 1792 neue Windräder aufgestellt worden

2.    In diesem Jahr soll die Ausbauleistung auf weniger als 3,5 Gigawatt sinken

Die Schätzungen gehen zurück auf Zahlen des Bundesverbandes Windenergie, der seinen Sitz in Berlin hat. Auch in Bezug auf das Jahr 2019 hat man sich schon geäußert. Für kommendes Jahr wird mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

Auch auf See sieht die Lage nicht wesentlich besser aus

Auf dem Meer werden Windkraftanlagen besonders gerne positioniert, weil hier der Wind rauer weht als an Land. Bildquelle: Lyu Hu – 287582624 / Shutterstock.com

Auf hoher See, wo die Lage tendenziell besser aussehen sollte, bietet sich ein ähnliches Bild. Hier wurden im vergangenen Jahr 222 Windkraftwerke mit je 1,25 Gigawatt an Leistung in Betrieb genommen. Mittlerweile ist jedoch auch hier ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

–  Derzeit befinden sich nur zwei weitere Offshore-Windparks in Produktion, die eine Leistung von 780 Megawatt erzeugen sollen

–  Darüber hinaus sind nur fünf weitere Projekte in Planung, hier immerhin mit einer Leistung von 1,5 Gigawatt

Auf der anderen Seite ist zu konstatieren, dass bis zum Ablauf des Jahres 2020 auch gar kein größerer Ausbau stattfinden kann. Somit sind für den derzeitigen Rückgang beim Ausbau in erster Linie Vorgaben aus der Politik und neue Regelungen verantwortlich. Hier ist insbesondere das EEG, also das Gesetz für Erneuerbare Energien, zu nennen. Der Gesetzgeber ist hierbei hingegangen und hat erstmalig Ausschreibungsverfahren eingeführt, wenn es um den Bau von neuen Windkraftanlagen geht. Gleichzeitig ging damit auch eine Beschränkung beim Ausbauvolumen einher. Sebastian Boie von der Stiftung für Offshore-Windanlagen sagte zu diesem Thema:

Als Zitat formatieren:

„Wir wollen bis 2025 zumindest zwei Gigawatt an Offshore-Windleistung zusätzlich bauen, weil dafür auch die nötigen Netzkapazitäten bereitstehen.“

Klimaziele der Bundesregierung werden für 2020 nicht erreicht

Die Branche, die sich mit der Fertigung und dem Aufstellen von Windkraftanlagen beschäftigt, fordert auf politischer Ebene schon lange, dass die Windkraft auf See auf 20 Gigawatt angehoben wird. Derzeit sind nur 15 Gigawatt möglich, danach ist eine Deckelung vorhanden:

  1. Aktuell sind in Nord- und Ostsee insgesamt 1169 Anlagen installiert
  2. Sie laufen mit einer Gigawatt-Leistung von 5,4

Für eine Aufhebung der Grenze spricht auch, dass die Bundesregierung die für das Jahr 2020 angepeilten Klimaziele wohl verfehlen wird. Neues Zieljahr für eine 65 prozentige Versorgung aus erneuerbaren Energien ist gemäß Koalitionsvertrag nun das Jahr 2030. Eine gesetzliche Konkretisierung, wie diese Ziele realisiert werden sollen, fehlt indes weiterhin, sodass es erneut fraglich erscheint, wie die Umsetzung vonstatten gehen soll. 

Windkraftanlagen haben neben vielen Vorteilen auch Nachteile 

Noch im Jahr 2010 war eine Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass Windkraftanlagen im Jahr 2020 dazu in der Lage sein sollten, auf 0,75 Prozent der gesamten Landfläche 20 Prozent des Strombedarfs der Deutschen zu decken. In der Theorie stehen zumindest 13,8 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands für die Schöpfung von Energie aus Wind zur Verfügung. Demgegenüber steht die Praxis, die diese Zahlen dementiert und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Belange des Artenschutzes wurden nicht berücksichtigt
  2. Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden zu sehr außen vor gelassen

Bei allem Hype um Windenergie, sind indes auch die Nachteile dieser Variante der Energiegewinnung nicht zu verschweigen. So ist Wind zum Beispiel keine konstante Kraft, die quasi auf Abruf zur Verfügung steht. Auch sind die Windkraftanlagen selbst sehr teuer und zwar nicht nur in der Produktion. Vielfach werden zudem Habitate zerstört mit fragwürdigem Mehrnutzen.

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