Alle Beiträge von admin

Die Strompreisentwicklung in Deutschland: Hintergründe und Prognosen

Die Strompreise sind in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Immer mehr Eigenheimbesitzer rüsten nach und setzen daher auf regenerative Energieträger. In den vergangenen 15 Jahren sind die Preise für Strom von ca. 16 Cent auf knapp 28 Cent gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von über 40%. Ein Grund dafür ist der Strommix, in dem Strom aus erneuerbaren Energien eine immer wichtigere Rolle einnimmt.

Die Strompreise sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Bildquelle: vchal – 618634256 / Shutterstock.com

In den vergangenen 15 Jahren sind die Strompreise in Deutschland massiv angestiegen. Bei einer Strompreisverteuerung von über 40% spüren vor allem Familien, wie sehr die Stromrechnung ins Budget schlägt. Die Hintergründe für den massiven Anstieg der Stromkosten sind vielseitig. Ein Aspekt ist der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien. Dieser ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und führte dazu, dass auch die Kosten deutlich gestiegen sind. Positiv anzumerken ist jedoch, dass der Preis im Jahr 2014 zum ersten Mal eine Tendenz nach unten hatte und zeigt, dass der Strompreis durchaus auch leicht sinken kann. Nachdem es im Jahre 2015 ebenfalls etwas günstiger wurde, zog der Strompreis 2016 sowie 2017 wieder leicht an.

Ökostrom ist in der Produktion noch deutlich teurer als Strom zum Beispiel aus herkömmlichen Energieträgern wie Kohle oder der Atomkraft zu produzieren. Der Aufschlag, der für die erneuerbaren Energien fällig wird, muss von den Verbrauchern getragen werden.

Welche Rolle spielt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bei der Entwicklung der Strompreise?

Im Jahr 2000 wurde das EEG ins Leben gerufen. Seitdem hat Strom aus Wind- und Solarenergie eine besondere Bedeutung in der Stromerzeugung in Deutschland. Der Anteil an Strom aus erneuerbaren Quellen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2013 wurde bereits 23% des Stroms, der in Deutschland genutzt wurde, aus erneuerbaren Energiequellen produziert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat natürlich einen Einfluss auf die entsprechende Entwicklung der Strompreise. Der Anteil der regenerativen Energieträger am gesamten Strom in Deutschland soll in den kommenden Jahren weiter steigen. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2025 mindestens 40% des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energieträgern kommen soll. In den darauf folgenden Jahren soll der Anteil weiter steigen, so dass bald über die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen soll.

  • Stromanteil erneuerbarer Energien wird 2025 mind. 40% ausmachen
  • Anteil erneuerbarer Energien wird im Strommix weiter steigen
  • Solaranlagen erhalten Zusage der Stromkonzerne, dass ihr Strom abgenommen wird

Je mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen wird und entsprechend in den Strommix einfließt, umso höher sind auch die daraus resultierenden Stromkosten. Der Strom, der aus Windenergie sowie aus Solarenergie erzeugt wird, kann preislich mit dem Strom aus Kohle sowie Gas oder Kernkraftwerken nicht konkurrieren. Die Betreiber von z.B. Solaranlagen erhalten feste Vergütungen durch das EEG für die Erzeugung von Strom, den sie in das Netz einspeisen. Diese liegen jedoch deutlich über den Kosten, die durch die Erzeugung des Stroms verursacht werden. Gleichzeitig gibt es für die Betreiber von Solaranlagen eine feste Zusage, dass der Strom durch die Betreiber der Netze abgenommen wird. Dies führt unter dem Strich dazu, dass die Preise für Strom weiter steigen werden, da in den kommenden Jahren der Einsatz der erneuerbaren Energieträger ebenfalls steigen wird.

Welche Prognose gibt es für die Strompreise in Deutschland?

Es ist davon auszugehen, dass die Strompreise in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Bedingt durch die Energiewende und durch den Ausstieg aus der Atomenergie wird dafür gesorgt, dass in Deutschland vor allem in den südlichen Bundesländern weniger Strom erzeugt wird, als es einst bedingt durch viele Atomkraftwerke der Fall gewesen war. Ein großer Teil des Stroms, der durch erneuerbare Energieträger wie den Wind erzeugt wird, kommt inzwischen aus Norddeutschland. Hier gibt es zahlreiche Windparks – auf dem Festland sowie auch in der Nordsee.

Der Strom aus den erneuerbaren Energieträgern ist deutlich teurer als der frühere günstige Atomstrom. Dies dürfte auch in den kommenden Jahren dazu beitragen, dass die Preise für Strom in Deutschland weiter steigen werden. Fakt ist, dass die Energiewende zwar ihren Preis hat, jedoch langfristig die Umwelt und auch die Menschen davon profitieren dürften.

  • Strompreise werden durch das EEG mittelfristig weiter steigen
  • Strom aus erneuerbaren Energieträgern ist teurer als herkömmliche Stromerzeugung
  • Die Preise für z.B. Solarmodule sinken, langfristig könnte Strom dadurch günstiger werden

Sollte es dazu kommen, dass der Strom aus erneuerbaren Energieträgern günstiger produziert werden kann und zum Beispiel immer mehr Haushalte auf Solarstrom umsteigen, ist es denkbar, dass der Strompreis irgendwann wieder fällt. Bis diese Entwicklung in Deutschland einsetzt, ist es jedoch denkbar, dass noch 10 bis 20 Jahre vergehen.

Wer sich die Preise für Solarmodule anschaut, wird feststellen, dass diese in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich gesunken sind. Darüber hinaus ist die Leistungsfähigkeit der Solarmodule stark gestiegen. Auch die Lebensdauer einzelner Module ist inzwischen höher, als es noch vor 10 bis 15 Jahren der Fall gewesen ist. Bedingt dadurch, dass massiv in Photovoltaik und andere erneuerbare Energien investiert wird, sollte die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energieträgern langfristig günstiger werden.

Bildquelle: vchal – 618634256 / Shutterstock.com

EEG-Umlage und Energiewende: Derzeitiger Stand und Aussichten

Die Energie-Umlage könnte kurzfristig teurer werden. Langfristig ist jedoch ein Abfallen der Strompreise absehbar. Die Energiewende ist trotzdem noch so weit fortgeschritten, wie gewünscht und geplant. Mehrere Faktoren sind dafür verantwortlich. Privatverbraucher können jedoch einiges beitragen.  

Ein Großteil des Weges zur Energiewende steht noch bevor. Bildquelle: Bildagentur Zoonar GmbH – 291297509 / Shutterstock.com

Erneuerbare Energien sind in Deutschland weiterhin erfolgreich. Die Energie-Umlage sorgt allerdings dafür, dass die Strompreise zumindest kurzfristig ansteigen. Davon geht die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende in ihrer neuesten Studie aus. Die durchschnittlichen Strompreise werden demnach um 1,4 Prozent auf 30 Cent pro Kilowattstunde steigen. Die Gründe liegen allerdings nicht bei den erneuerbaren Energien, sondern bei teuren Rohstoffen wie z.B.:

• Erdöl
• Kohle
• Erdgas

Das Ausschreibungsverfahren, ein höheres Wettbewerbsniveau und niedrigere Zuschlagspreise sollen entsprechend für niedrigere Strompreise sorgen. Sonnen- und Windenergie könnten also langfristig günstiger werden.

Energiewende: Wo stehen wir?

Dass die Energiewende zunehmend größere Erfolge erzielt, zeigt sich auch am Anteil, den die erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch und Gesamtstromerzeugnisse im Jahr 2017 hatten:

• Der Anteil von Wind-, Wasser-, Bio- und Sonnenenergie am Gesamtstromverbrauch betrug 36,1 Prozent
• Anteil der erneuerbaren Energien am erzeugten Strom betrug 33,1 Prozent

Deutlich wird auch, dass neu entstehende Anlagen, die Strom erzeugen, günstiger werden, auch wenn für den Übergang natürlich althergebrachte Energieerzeuger wie z.B. Gaskraftwerker benötigt werden.
Erst in wenigen Jahren, wahrscheinlich um 2020 herum, wird sich herausstellen, welche Vorzüge die Energiewende wirklich mit sich bringt.

Statistik: Höhe der EEG-Umlage für Haushaltsstromkunden in Deutschland bis 2018. Quelle: netztransparenz.de

Energiewende: Wie geht es weiter?

 

Wo genau die Energiewende letztendlich hinführt, bleibt weiterhin jedoch unklar, was zu großen Frustrationen in der Energiewirtschaft führt. Vertreter des Energiesektors wünschen sich vor allem von der Bundesregierung eine konkretere Planung. Ein präziser Plan ist insbesondere notwendig, um alternative Arbeitsplätze für diejenigen Arbeitnehmer zu schaffen, die noch in der althergebrachten fossilen Energiegewinnung arbeiten. Die Förderungen von Gebäudesanierungen und der Elektromobilität schreiten ebenfalls noch nicht schnell genug voran. Die unsichere Planung sorgt weiterhin dafür, dass Investitionen in den neuen Energiesektoren stagnieren.

Energiewende: Was kann ich tun? 

Die Politik mag zwar weiterhin zögern, wenn es um eine präzise Planung und deutliche Entscheidungsfindung geht, dennoch kann der individuelle Verbraucher etwas zur Energiewende beitragen. Hier einige Anknüpfungspunkte:

Maßnahme Wie sie helfen können
Ökostrom Verbraucher, denen die Energiewende am Herzen liegt, sollten darauf achten, dass ihr Ökostromanbieter ebenfalls darauf abzielt. Manche Anbieter, die sich mit einem entsprechenden Label brüskieren, unterstützen in Wahrheit keine regenerativen Kraftwerke. Zwar finanziert eigentlich jeder Verbraucher die EEG-Umlage mit, aber nur wer gezielt vorgeht und nach entsprechenden Anbietern sucht, sorgt für eine grüne Wirtschaft und unabhängige sowie überlebensfähige Anlagen.
Photovoltaik Privatverbraucher können sich eine Solar- bzw. Photovoltaikanlage auf das Hausdach montieren lassen. Der daraus entstehende Strom kann der Betreiber für seine eigenen Zwecke verwenden oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen und an Energieversorger verkaufen.
Solarthermie Im Gegensatz zur privaten Photovoltaikanlage wird kein Strom erzeugt, sondern Wärme- und Heizenergie, mit der Verbraucher künftig sparsamer heizen und Wasser erhitzen können.
Wärmedämmung Eine ordentliche Wärmedämmung und eine Sanierung von Wänden und Dächern sorgen dafür, dass Wärme im Winter nicht schnell und in einem großen Maße entweicht, sondern innerhalb der vier Wände bleibt, wo sie hingehört.

Tabelle: Einiges können Verbraucher selbstständig tun, um die Energiewände zu unterstützen. Gleichzeitig können sie Strom und Energie sparen. Einige dieser Maßnahmen bringen finanzielle Vorteile, werden staatlich gefördert und erhöhen sogar den Wert von Wohneigentum und Immobilien generell. Natürlich können auch private Unternehmen solche Schritte ausführen, was als Bonus sogar ein positives Image mit sich bringt.

Weitere Herausforderungen der Energiewende

Mit der Umstellung der Kraftwerke und der Energieerzeuger kann die Energiewende allerdings nicht allein gemanagt werden. Weil der Strom dezentral von mehreren einzelnen Anlagen erzeugt wird, anstatt von zentralen Kraftwerken, muss das Energienetz entsprechend umgebaut werden. Zudem kommt es immer zu Schwankungen, wenn Energienetze stark vom Wetter abhängig sind. Bessere Speichermöglichkeiten sind notwendig, um solche Schwankungen immer wieder auszugleichen. Intelligente Stromnetze sollen dagegen dafür sorgen, dass eventuelle Engpässe vermieden werden und eine ausreichende Stromversorgung für alle Haushalte gewährleistet wird.

Warum ist die Energiewende notwendig? 

Die Fortschritte der Energiewende bleiben weiterhin ernüchternd und die Klimaschutzziele außer Reichweite. Dabei sind die Energiewende und die damit einhergehenden technischen Veränderungen und Weiterentwicklungen dringend notwendig. Nicht nur der Umwelt willen, sondern auch um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands und den Wohlstand weiterhin zu gewährleisten. Aus folgenden Gründen:

  • zunehmend schwankende Ölpreise
  • hohe Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen
  • Erschließung einer nachhaltigen, effizienten und unabhängigen Energieversorgung

Die dezentrale, private Umstellung auf erneuerbare Energien stellt dahingehend einen wichtigen Schritt dar. Allerdings muss noch einiges getan werden, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen.

Bildquelle: Bildagentur Zoonar GmbH – 291297509 / Shutterstock.com

Experten befürchten einen Einbruch beim Ausbau der Windenergie

In Deutschland gibt es viele Windräder und der Ausbau ist in den letzten Jahren immer weiter forciert worden, zumal auch der Energiebedarf stetig wächst. Doch Experten gehen jetzt davon aus, dass der Ausbau bei Windkraftanlagen künftig ins Stocken geraten könnte – der Zenit sei überschritten. Was das für die Zukunft bedeutet und wie es bei der Energiegewinnung aus Wind weiter geht, verraten die folgenden Zeilen.

Windräder stehen vor allem vermehrt im ländlichen Raum oder in der Nähe von dem Meer. Bildquelle: Yerbolat Shadrakhov – 788954230 / Shutterstock.com

Ausbauleistung soll in diesem Jahr maximal 3,5 Gigawatt betragen

Der Wind leistet nicht nur hierzulande Großes: Er liefert Energie für Millionen von Haushalten in der ganzen Bundesrepublik. Dabei treibt der Wind tausende von Windräder und Windkraftanlagen an, die sich vermehrt in ländlichen Gebieten oder auf hoher See als Offshore-Windparks finden lassen. Doch auch wenn das Ganze eigentlich gut läuft, gehen Experten zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der Zenit schon längst überschritten ist.

1.    Im letzten Jahr sind noch 1792 neue Windräder aufgestellt worden

2.    In diesem Jahr soll die Ausbauleistung auf weniger als 3,5 Gigawatt sinken

Die Schätzungen gehen zurück auf Zahlen des Bundesverbandes Windenergie, der seinen Sitz in Berlin hat. Auch in Bezug auf das Jahr 2019 hat man sich schon geäußert. Für kommendes Jahr wird mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

Auch auf See sieht die Lage nicht wesentlich besser aus

Auf dem Meer werden Windkraftanlagen besonders gerne positioniert, weil hier der Wind rauer weht als an Land. Bildquelle: Lyu Hu – 287582624 / Shutterstock.com

Auf hoher See, wo die Lage tendenziell besser aussehen sollte, bietet sich ein ähnliches Bild. Hier wurden im vergangenen Jahr 222 Windkraftwerke mit je 1,25 Gigawatt an Leistung in Betrieb genommen. Mittlerweile ist jedoch auch hier ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

–  Derzeit befinden sich nur zwei weitere Offshore-Windparks in Produktion, die eine Leistung von 780 Megawatt erzeugen sollen

–  Darüber hinaus sind nur fünf weitere Projekte in Planung, hier immerhin mit einer Leistung von 1,5 Gigawatt

Auf der anderen Seite ist zu konstatieren, dass bis zum Ablauf des Jahres 2020 auch gar kein größerer Ausbau stattfinden kann. Somit sind für den derzeitigen Rückgang beim Ausbau in erster Linie Vorgaben aus der Politik und neue Regelungen verantwortlich. Hier ist insbesondere das EEG, also das Gesetz für Erneuerbare Energien, zu nennen. Der Gesetzgeber ist hierbei hingegangen und hat erstmalig Ausschreibungsverfahren eingeführt, wenn es um den Bau von neuen Windkraftanlagen geht. Gleichzeitig ging damit auch eine Beschränkung beim Ausbauvolumen einher. Sebastian Boie von der Stiftung für Offshore-Windanlagen sagte zu diesem Thema:

Als Zitat formatieren:

„Wir wollen bis 2025 zumindest zwei Gigawatt an Offshore-Windleistung zusätzlich bauen, weil dafür auch die nötigen Netzkapazitäten bereitstehen.“

Klimaziele der Bundesregierung werden für 2020 nicht erreicht

Die Branche, die sich mit der Fertigung und dem Aufstellen von Windkraftanlagen beschäftigt, fordert auf politischer Ebene schon lange, dass die Windkraft auf See auf 20 Gigawatt angehoben wird. Derzeit sind nur 15 Gigawatt möglich, danach ist eine Deckelung vorhanden:

  1. Aktuell sind in Nord- und Ostsee insgesamt 1169 Anlagen installiert
  2. Sie laufen mit einer Gigawatt-Leistung von 5,4

Für eine Aufhebung der Grenze spricht auch, dass die Bundesregierung die für das Jahr 2020 angepeilten Klimaziele wohl verfehlen wird. Neues Zieljahr für eine 65 prozentige Versorgung aus erneuerbaren Energien ist gemäß Koalitionsvertrag nun das Jahr 2030. Eine gesetzliche Konkretisierung, wie diese Ziele realisiert werden sollen, fehlt indes weiterhin, sodass es erneut fraglich erscheint, wie die Umsetzung vonstatten gehen soll. 

Windkraftanlagen haben neben vielen Vorteilen auch Nachteile 

Noch im Jahr 2010 war eine Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass Windkraftanlagen im Jahr 2020 dazu in der Lage sein sollten, auf 0,75 Prozent der gesamten Landfläche 20 Prozent des Strombedarfs der Deutschen zu decken. In der Theorie stehen zumindest 13,8 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands für die Schöpfung von Energie aus Wind zur Verfügung. Demgegenüber steht die Praxis, die diese Zahlen dementiert und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Belange des Artenschutzes wurden nicht berücksichtigt
  2. Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden zu sehr außen vor gelassen

Bei allem Hype um Windenergie, sind indes auch die Nachteile dieser Variante der Energiegewinnung nicht zu verschweigen. So ist Wind zum Beispiel keine konstante Kraft, die quasi auf Abruf zur Verfügung steht. Auch sind die Windkraftanlagen selbst sehr teuer und zwar nicht nur in der Produktion. Vielfach werden zudem Habitate zerstört mit fragwürdigem Mehrnutzen.

Bildquellen:

Yerbolat Shadrakhov – 788954230 / Shutterstock.com

Lyu Hu – 287582624 / Shutterstock.com

 

Dauerthema Strompreiserhöhungen – Wie sich Verbraucher dagegen wehren können

Strompreise steigen, Kosten der Versorger fallen – Was Verbraucher tun können

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland ist Deutschland schon in der Vorrunde sang- und klanglos ausgeschieden. Und dabei sehnten sich die deutschen Fußballfans so sehr nach dem zweiten Weltmeistertitel in Folge. Die deutschen Stromkunden sehnten sich in Bezug auf ihre Strompreise keineswegs nach einem Titel. Und doch ist er gelungen. So ungerecht kann die Welt sein. Deutschland darf sich ab sofort Strompreis-Europameister nennen. In keinem europäischen Land müssen Verbraucher mehr für Strom berappen als in Deutschland. Strom als Luxusgut? Wir beleuchten die Strompreisentwicklung in Deutschland und sagen, was Verbraucher tun können.

Der Kaiser warf im 17. Jahrhundert Münzen aus dem Fenster des Würzburger Rathauses für die Armen im Volk. Daher stammt das Sprichwort „Er wirft das Geld zum Fenster hinaus“. Heute wirft das Volk viel Geld zur „Steckdose“ hinaus. Bildquelle: JoaoCachapa – 1104123836 / Shutterstock.com

Aktuell liegt der Strompreis in Deutschland im Schnitt bei 29,42 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde. Eurostat, die Statistikbehörde der Europäischen Union, kommt sogar auf einen Durchschnittspreis von 33,62 Cent. 1998 lag der durchschnittliche Strompreis noch bei 17,11 Cent. Somit ist der Strompreis in den letzten zwanzig Jahren um knapp 100 Prozent gestiegen. Ein 3-Personen-Haushalt verbraucht laut dem Stromspiegel 2017 im Schnitt etwa 3.600 kWh jährlich. Somit wird das Haushaltsbudget allein durch Strom mit 85,80 Euro im Monat belastet. 1998 waren es noch 49,90 Euro.

Statistik: Verbraucher müssen monatlich immer mehr für Strom bezahlen

Die Komponenten, aus denen sich der Strompreis zusammensetzt
Mehrere Komponenten bestimmen, welchen Strompreis Sie als Kunde bei Ihrem Lieferanten letztendlich bezahlen. Einige davon sind für Verbraucher schwer nachvollziehbar. Das ergibt sich schon allein aus der Tatsache, dass die Kosten für Erzeugung, Transport und Vertrieb seit 1998 nahezu gleich geblieben sind:

Erzeugung, Transport und Vertrieb seit 1998 nahezu gleich geblieben sind:
1998 2017
Stromkosten für Erzeugung, Transport, Vertrieb
13,04 Cent
13,11 Cent
Strompreis gesamt 17,11 Cent 29,16 Cent
Anteil Steuern, Abgaben und Umlagen
24%
54%

Der Anteil der Steuern, Abgaben und Umlagen hat sich also in zwanzig Jahren mehr als verdoppelt. Er beinhaltet folgende Werte:
• Steuern: 22,9 % (diese beinhalten die Mehrwertsteuer von 16 % und die Stromsteuer von 6,9 %
• Konzessionsabgabe: 5,4 %
• Umlage nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG-Umlage): 23 %
• Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz KWKG: 1,5 %
• Umlage nach § 19 der Strom-Netzentgeltverordnung: 1,3 %
• Offshore-Haftungsumlage: 0,1 %
• Umlage für abschaltbare Lasten: 0,02 %
Der obige Kostenanteil macht 54,22 Prozent des Gesamtstrompreises aus. Der Anteil für Erzeugung, Transport und Vertrieb beläuft sich aktuell auf 21,5 Prozent. Die restlichen 24,28 Prozent machen das Nettonetzentgelt (23,18%) und Entgelte für die Kosten der technisch notwendigen Mess- und Steuereinrichtungen (1,1%) aus.
Steuern und staatlich festgelegte Umlagen könnten somit rein theoretisch als die Preistreiber beim Strompreis identifiziert werden. Ganz so einfach ist es aber nicht. Ausufernde Subventionen für immer mehr Unternehmen und Mitnahmeeffekte der Stromversorger sind ebenso dafür verantwortlich.
Gründe für die Strompreiserhöhungen
Privaten Haushalten drohen immer von drei Seiten Strompreiserhöhungen. Immer wenn der Staat per Gesetz wieder eine neue Umlage beschließt, wird diese von den Versorgern an die Verbraucher weitergegeben. Ob dies zu Hundert Prozent der Fall ist oder ob die Versorger gleich noch ein, zwei Zehntelprozentpunkte drauflegen, ist aufgrund der zahlreichen Komponenten, aus denen sich der Strompreis zusammensetzt, kaum noch nachvollziehbar.
Die zweite Quelle für höhere Preise beim Strom sind die Netzbetreiber. Das sind Dienstleistungsunternehmen, die die Infrastruktur der überregionalen Stromnetze zur elektrischen Energieübertragung operativ betreiben. Sie stellen ihre Dienstleistungen den Stromhändlern und Stromlieferanten in Rechnung. Das Netzentgelt ist ebenfalls Teil des Strompreises und macht derzeit gut 23 Prozent aus. Hier lauern in Zukunft permanent Strompreiserhöhungen aufgrund teurer Stabilitätsmaßnahmen. Damit sind Eingriffe in die Netzregulierung gemeint, die aufgrund mangelnder Infrastruktur nötig sind, wenn beispielsweise Windkraftanlagen kostenpflichtig abgeschaltet werden müssen, weil die Stromleitungen deren Strom in Hochlast-Phasen nicht mehr transportieren können. Experten schätzen, dass sich solche Kosten derzeit auf rund eine Milliarde Euro im Jahr belaufen und erwarten weitere Steigerungen. Insgesamt gibt es in Deutschland vier Netzbetreiber:
• Tennet TSO
• 50Hertz Transmission
• Amprion
• TransnetBW
Die dritte Quelle für höhere Strompreise bilden die Stromhändler und Stromlieferanten selbst. Hier werden Preisänderungen an der Leipziger Strombörse und bei den Rohstoffpreisen an die Endkunden weitergegeben. Der aktuelle Börsenpreis für den EEX-Baseload (durchschnittlicher Preis für Grundlaststrom) überstieg im 2. Quartal 2018 den Vorjahreswert bereits um 34 Prozent.
Was Verbraucher tun können
Verbraucher glauben oft, dass sie der Strompreispolitik ihres Anbieters hilflos ausgeliefert sind. Das ist aber ein Irrtum. Sie selbst können die Strompreisbremse auf zweierlei Weise ziehen:
• Strom sparen
• Anbieterwechsel
Mit intelligenter Technik und einem bewussten Umgang mit Strom bieten sich jedem Verbraucher schon einige Einsparpotenziale. Wo im Haushalt große Sparmöglichkeiten beim Stromverbrauch stecken, darüber haben wir bereits hier berichtet.

Das Einsparpotenzial bei einem Anbieterwechsel ist sogar noch höher. Die Finanzexperten der Stiftung Warentest haben errechnet, dass die Stromrechnung um bis zu 30 Prozent günstiger ausfallen könnte, würden sich Verbraucher nach einem Tarifvergleich für einen günstigeren Anbieter entscheiden. Den kommunalen Energieversorgern, insbesondere den Stadtwerken, mangelt es laut einer Studie an innovativen neuen Geschäftsmodellen. Offenbar kann dies nur durch geringere Kundenzahlen geändert werden. Kleinere private Anbieter sind da wesentlich einfallsreicher und haben sich schon besser an den Wandel innerhalb der Energiewirtschaft angepasst.

In den Großstädten ist das Einsparpotenzial durch einen Anbieterwechsel laut Stiftung Warentest am größten. Zum Vergleich hier die Top-Werte für einen 4-Personen Haushalt:

• Berlin: jährliche Einsparung 420 Euro
• Hannover: jährliche Einsparung 380 Euro
• Bremen: jährliche Einsparung 340 Euro

Um vor Lockangeboten gefeit zu sein, sollten Sie darauf achten, dass der neue Tarif eine mindestens 12-monatige Preisgarantie beinhaltet. Ein Anbieterwechsel kann problemlos  erledigt werden. Der Wechselservice beinhaltet alle Formalitäten, sodass Sie sich um Kündigung und Anmeldung beim neuen Stromanbieter nicht zu kümmern brauchen.

Bildquelle: JoaoCachapa – 1104123836 / Shutterstock.com

Energie auf privater und gewerblicher Ebene sparen

Energie auf privater und gewerblicher Ebene sparen

Energie sparen ist wichtig, denn es schont die begrenzt verfügbaren Ressourcen und führt letztlich auch zu einem deutlichen Plus im Geldbeutel. Dabei kann zwischen dem Energie sparen auf privater und gewerblicher respektive unternehmerischer Ebene unterschieden werden. Die Ansätze ähneln sich, verlangen aber je nach Ausgangssituation eine unterschiedliche Herangehensweise.


Energie ist eine wertvolle Ressource mit der man nicht verschwenderischer als notwendig umgehen sollte. Bildquelle: lovelyday12 – 791446825 / Shutterstock.com

Privatleute können schon mit einfachen Mitteln Energie sparen

Energie sparen viele Leute schon von Natur aus – zumindest versuchen sie es. Es ist mittlerweile vielfach ins Bewusstsein vorgedrungen, dass sich die Verschwendung von Energie nachteilig im Geldbeutel bemerkbar macht. Doch wie kann man eigentlich ohne viel Aufwand jede Menge kosten sparen? Die wohl wichtigsten Quellen mit dem größten Einsparungspotenzial sind die folgenden:

  1. Licht
  2. Stand-by
  3. Heizen

Beim Licht können Energiesparlampen, die in der Anschaffung etwas teurer sind, langfristig für ein gutes Einsparungsergebnis sorgen. Sie verbrauchen nur knapp ein Fünftel derjenigen Energie, die normale Lampen für sich beanspruchen. Obendrein sollen sie laut den Versprechungen der Hersteller bis zu 15 Mal länger halten und dadurch den höheren Kaufpreis rechtfertigen. Verbraucher monieren im Gegenzug das vorzeitige Ausfallen des Leuchtmittels, doch vieles hängt hier auch von der konkreten Lampenmarke ab. Beim Stand-by hingegen sollte so oft wie möglich auf die Nutzung dieser Funktion verzichtet werden. Geräte, die kurzfristig nicht verwendet werden, können mittlerweile mit vertretbaren Zeiten wieder neu gestartet werden. Das Heizen stellt mitunter den größten Kostenpunkt dar, wobei es initial schon darauf ankommt, wie die Heizkörper überhaupt in den Räumen positioniert werden. Warme Luft soll sich nach Möglichkeit unter den Räumen verteilen können, was nicht gelingt, wenn die Geräte falsch aufgestellt sind. Wichtig ist zudem, die Temperaturen in der Küche und im Schlafzimmer niedriger zu halten. 

Auch die Geräte selbst tragen einiges zum Einsparen bei


Abgesehen davon, dass der Anwender viel zum Energie sparen beitragen kann, hängt einiges auch von den verwendeten Geräten ab. Bildquelle: Kostenko Maxim – 128911283 / Shutterstock.com

Auch wenn der Verbraucher in Sachen Energie sparen permanent das richtige Verhalten an den Tag legt, kann das Vorhaben misslingen, wenn die verwendeten Geräte so viel Energie fressen, dass es zu keinem nennenswerten Plus im Geldbeutel kommt. Standardgeräte, die viel Energie verbrauchen, wie zum Beispiel der Trockner, der Backofen oder auch der Herd sind immer mit einer Ausweisung der Energieeffizienzklasse versehen. Die Einteilung gliedert sich am Beispiel von Waschmaschinen wie folgt:

–  A

–  B

–  C

–  D

–  E

–  F

–  G

A besitzt einen sehr niedrigen Energieverbrauch, G hingegen einen sehr hohen. Diese, für den Verbraucher sehr hilfreiche Bewertung geht zurück auf einen EU-weiten Ansatz. Energiesparende Geräte sind selbstverständlich in der Anschaffung ebenfalls teurer als Geräte mit einer schlechten Bilanz. Argumentiert wird hier so ähnlich wie am Beispiel der Energiesparlampen. Auf lange Sicht, das heißt, wenn die Geräte auch lang genug halten, lohnt sich eine solche Anschaffung immer. Seit dem Jahr 2011 gibt es bei Elektrogeräten sogar eine besonders sparsame Klasse, die mit der Bezeichnung A+++ versehen ist. Auch die Abstufung darunter mit A++ und A+ ist inzwischen detaillierter gestaltet.

Unternehmen sollten zum Sparen den Maßnahmenkatalog beachten  

Während die private Seite beim Energie sparen nun beleuchtet worden ist, fragt sich, wie das Ganze in gewerblichen Unternehmen funktioniert. Die Einsparungspotenziale sind hier unterschiedlich hoch, lassen sich jedoch schnell aus der nachstehenden Tabelle entnehmen:

Maßnahme Potenzielle Ersparnis
Beleuchtung verändern 70,00%
Andere Wärmeversorgung 30,00%
Kühlung der Räume 30,00%

Wenig verwunderlich ist, dass bei der Art der Beleuchtung mit 70 Prozent das mit Abstand größte Potenzial hinsichtlich der Einsparungen vorhanden ist. Gerade in Büros brennen die Lampen an der Decke selbst an Sommertagen unaufhörlich, sodass man sich als Unternehmer zur adäquaten Beleuchtung lieber zu viele Gedanken, als zu wenig machen sollte. Schreibtischlampen und sonstige Leuchtmittel tun ihr Übriges bei dieser Rechnung dazu. Bei der Wärmeversorgung, die sich durchschnittlich auf etwa 6 bis 8 Monate im Jahr bezieht, stehen ebenfalls mehrere Hebel zur Verfügung, um Kosten zu sparen. Sowohl die Art der Beheizung als auch die Belieferung mit Heizmitteln können optimiert werden. In den heißen Sommermonaten hingegen liegt der Bedarf der Mitarbeiter eher bei einer vernünftigen Kühlung bzw. Klimatisierung der Büros. Das kann entweder als günstige Lösung mit aufgestellten oder an der Decke befestigten Ventilatoren geschehen oder – als teure Variante – per professioneller Klimaanlage, deren Kühlungsgrad die Mitarbeiter selbst regeln können.

Bildquellen:

lovelyday12 – 791446825 / Shutterstock.com

Kostenko Maxim – 128911283 / Shutterstock.com

Solaranlagen und andere alternative Energiequellen auf dem Vormarsch

Zwei Ingenieure in Schutzwesten und Schutzhelmen reden miteinander und gehen an einer langen Reihe von Solarpanels vorbei.
Stockholm: Solartechnik gehört zu den beliebtesten alternativen und sauberen Stromerzeugern. Quelle: FrameStockFootages – 640433365 / Shutterstock.com

Auch wenn ihnen noch ein langer Entwicklungsweg bevorsteht, sind alternative Energien inzwischen sehr populär. Insbesondere Solaranlagen sind bei Privatverbrauchern und Hausbesitzern gefragter denn je. Es gibt aber auch zahlreiche weitere Möglichkeiten, um sauberen Ökostrom zu beziehen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) hat gute Nachrichten zu vermelden: Das Interesse an alternativen Energiequellen wächst. Immer mehr Deutsche registrieren Solaranlagen. Zu den Gründen gehören unter anderem die sinkenden Preise von Photovoltaikanlagen. Außerdem sind Solarstromspeicher eine weitere praktischere Lösung, um Energie für die Nacht zu speichern und machen Solaranlagen umso attraktiver. Selbst herkömmliche Stromanbieter erstellen immer mehr Projekte im Rahmen der erneuerbaren Energien. ENTEGA Heizstrom-Anbieter finanzieren z.B. Waldschutzprojekte, damit die CO2-Emissionen ausgeglichen werden können. Darüber hinaus finden Verbraucher hier:

  • Ökostrom aus rein regenerativen Energiequellen
  • Tarifrechner, die den günstigsten Tarif heraussuchen
  • Einen simplen Wechsel des Stromanbieters
Der Ausbau von Windkraftanlagen an Wasser und an Land sowie von Solaranlagen erhält immer mehr Zuspruch.
Statistik: Befürwortung und Ablehnung des Ausbaus von Solar- und Windkraftanlagen. Quelle: IASS

Wo wird Photovoltaik genutzt?

Zu Beginn wurde die Solartechnik hauptsächlich bei der Raumfahrt verwendet. Insbesondere für Satelliten stellt die Sonne eine ergiebige Energiequelle dar. Die Kosten für Solaranlagen waren zunächst allerdings sehr hoch und deswegen für den Alltag eher unbrauchbar bzw. kaum erschwinglich. Im Laufe der Zeit wurde die Technologie wirtschaftlich jedoch immer sinnvoller. Vor allem für Privatverbraucher stellen Solaranlagen eine reizvolle Alternative oder Ergänzung zum normalen Strom- und Energiebezug dar. Schon längst werden Solarzellen für die kleinsten Technologien wie Taschenrechner oder Armbanduhren sowie für aufwendigere Zwecke wie die Stromabdeckung und das Heizen von Häusern eingesetzt.

Wie Photovoltaik funktioniert

Um den Energiebedarf für einen ganzen Haushalt zu decken, reicht natürlich nicht nur eine Solarzelle aus, es müssen mehrere zusammengefügt werden. Dabei werden in der Regel folgende Arten von Solarmodulen angeboten, die wiederum unterschiedlich aufgebaut sind:

Modulart Wie es funktioniert
Monokristalline Solarmodule  

Einer Siliziumschmelze werden einkristalline Stäbe entzogen und in dünne Scheiben, sogenannte „Wafer“, geschnitten. Diese Solarzellen werden miteinander verbunden, so dass sie ein Solarmodul ergeben. Die monokristallinen Module sind in ihrer Herstellung sehr aufwendig, allerdings sind sie auch äußerst leistungsstark.

 

Polykristalline Module  

Sind weniger rein und weniger leistungsstark als monokristalline Solarmodule und deswegen auch etwas günstiger. Aus Silizium wird ein Block gegossen und anschließend abgekühlt. Aus der unregelmäßigen Kristallstruktur werden wiederum Scheiben geschnitten und zu einem Solarmodul vernetzt.

 

Dünnschicht-Module  

Eine Siliziumschicht wird auf einem Trägermaterial angebracht. Diese Module sind von allen anderen am einfachsten herzustellen und dementsprechend günstig. Da es sich im Grunde um keine rein kristalline Struktur handelt, sind die Module auch weniger effektiv in der Energieerzeugung.

 

Tabelle: Die unterschiedlichen Strukturen der Solarzellen bzw. Solarmodule haben Auswirkungen auf die Leistungsstärke des Solarmoduls. Insbesondere kristalline und reine Silizium-Strukturen sind bei der Energie- und Stromproduktion förderlich.

Wie funktioniert ein Solarspeicher?

Besonders Besitzer eine privaten Solaranlagen, sind daran interessiert, den erzeugten Strom zu speichern. Hierzu stell ein Steuerungselement fest, ob der Verbraucher gerade Strom benötigt. Falls der Strom nicht benötigt wird, wird er gespeichert. Ist der Solarspeicher voll, speist das Steuerungselement den Strom ins Stromnetz ein. Solarstromspeicher sind mit großen Batterien auf Lithium-Basis zu vergleichen. Je größer der Haushalt ist, der mit Solarstrom betrieben werden soll, desto größer sollte auch der Solarspeicher sein, damit auch Abends, also wenn die Sonne nicht scheint, noch genügend Energie vorhanden ist.

Was für erneuerbare Energien gibt es noch?

Solaranlagen gehören zu den bekanntesten regenerativen Energiequellen. Allerdings existierten noch einige weitere Möglichkeiten, um auf eine umweltschonende Weise für die Stromversorgung in Deutschland zu sorgen. Dazu gehören:

Windkraft erzeugt immer noch die meiste alternative Energie in Deutschland. Der Strom, der aus Windrädern gewonnen wird, ist längst nicht mehr so teuer, wie es einst der Fall war, unter anderem weil die Anlagen nicht mehr so stark subventioniert werden müssen. Eine weitere sehr umweltfreundliche Technologie stellt die Wasserkraft dar. Mittlerweile wird 27 Prozent des weltweiten Strombedarfs durch Wasserkraft abgedeckt. Eine Turbine wandelt hierbei die natürliche Bewegungskraft eines fließenden Gewässers in elektrischen Strom um. Biomasse wie Holz, Stroh, Getreide oder Gülle dient ebenfalls als veritable und emissionsarme Alternative bei der Stromproduktion. Die Energie entsteht bei der Verbrennung oder durch die Gärung.

Bildquelle: FrameStockFootages  – 640433365 / Shutterstock.com

Intelligent Heizen

Nicht nur im Zuge der Smart Home Entwicklung stellen sich immer mehr Hauseigentümer die Frage, wie sie die Heizkosten durch intelligentes Heizen senken können. Bereits seit Jahren hat sich eine Mentalität des Sparens und Optimierens etabliert, insbesondere was Heizung und Strom betrifft. Kein Wunder, denn diese beiden Kostenpunkte sind die größten in der jährlichen Haushaltsrechnung.

Verschiedene Heizungssysteme
Quelle: intelligent-heizen.info

Ganz unabhängig von dem installierten Heizungssystem gibt es bereits Möglichkeiten zum Heizkosten sparen. Richtig heizen klappt beispielsweise durch Tag-/Nachtschaltungen bzw. programmierbare Thermostate. Durch eine neue Isolierung im Rahmen einer Sanierung der Immobilie können Nutzer hingegen besonders effizient heizen. Die Heizung optimieren wäre die nächste Wahl.

Energieeffizientes Heizen: Diese Heizungssysteme kommen in Frage

Der Erneuerung einer Heizung bzw. eines Heizungssystems sollte ein Heizungsvergleich vorweggehen. Zwar gibt es im Vergleich zu älteren Heizungen viele Systeme, die sich fast alle rechnen würden. Doch es existieren regionale Unterschiede, was die Kosten und Förderungsmöglichkeiten betreffen. Um den ROI (return on invest) minimal zu halten, ist ein Heizungsvergleich unabdingbar.

Die Wahl der richtigen Heizsysteme hängt jedoch nicht nur von den Finanzen ab. Am Ende ist es die Entscheidung des Käufers – hier spielen auch Faktoren wie Umweltfreundlichkeit, Verfügbarkeit, Wartbarkeit und Zukunftsfähigkeit eine Rolle. Tatsächlich entscheiden sich viele Käufer vorab für eines oder wenige weitere Heizungssysteme als Favorit.

Ein Beispiel für ein modernes Heizungssystem ist die Brennwertheizung. Sie macht sich durch die Nutzung der Abgaswärme einen noch größeren Teil der Verbrennungswärme aus dem Brennstoff. Blockheizkraftwerke, Solarenergie und Co. wären weitere Möglichkeiten hinsichtlich des Heizsystems. Oft ist eine Heizung erneuern nicht notwendig und man erreicht mit weniger Kapital, alleine durch eine Optimierung der Heizung, erfreuliche Ergebnisse:

Heizungsoptimierung: Hydraulischer Abgleich Heizung

Eine aktuell beliebte Optimierung ist ein hydraulischer Abgleich. Dabei wird durch voreinstellbare Thermostate der Zufluss in jedem Raum auf den realen Bedarf eingestellt. Durch eine adäquate Anpassung der Pumpleistung und der Vorlauftemperatur wird sichergestellt, dass auch Räume mit langer Anschlussleitung zur Heizung effizient beheizt werden.

Eine andere Optimierungsmöglichkeit bzw. -Pflicht gibt es beispielsweise bei Kaminöfen. Sogenannte Feinstaubfilter Kaminöfen sind bald landesweit Pflicht. Kaminöfen ohne Feinstaubfilter dürfen, wenn Sie zwischen Anfang 1975 und Ende 1984 geprüft wurden, bereits seit dem 31.12.17 nicht mehr betrieben werden. Für jüngere Öfen mit einer Prüfung bis Ende 1994 gilt die Frist bis zum 31.12.20.

Energielabel der EU: Bewertungssystem für Heizungen

Die Energielabel mit Klassifikationen von A+++ bis G sind bereits hinlänglich von Kühlschränken oder Waschmaschinen bekannt. Seit wenigen Jahren gibt es sie auch für immer mehr Heizungssysteme. Jüngst (April 2017) sind Energielabel auch für Festbrennstoffkessel zur Pflicht geworden. Für Verbraucher wird es dadurch einfacher, Heizungssysteme untereinander zu vergleichen.

Bildquelle: intelligent-heizen.info

Bredenoord investiert in neue Aggregat-Generation

Bredenoord entwickelt, baut, vermietet und verkauft Stromaggregate für Unternehmen. Nun hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Apeldoorn, Niederlanden eine neue Generation von Generatoren entwickelt, die seit wenigen Wochen im Mietpark von Bredenoord zur Verfügung stehen. Der Mietpark umfasst derzeit 2.500 Aggregate, die in den kommenden Jahren nach und nach durch die neue Serie ersetzt werden sollen. Bredenoord investiert in neue Aggregat-Generation weiterlesen

Lastwagen mit Solarantrieb: Eine umweltfreundliche Alternative

Im Rahmen des Weltklimavertrags von Paris haben sich die Staaten der Weltgemeinschaft verpflichtet, ihre CO2-Emissionen massiv zu senken. Einen nicht unerheblichen Anteil an den klimaschädlichen Emissionen hat dabei der Straßenverkehr. Dort war in den vergangenen Jahren eine scheinbar paradoxe Entwicklung zu beobachten: Denn auf der einen Seite sanken die CO2-Emissionen pro gefahrenem Kilometer im Vergleich zum Jahr 1995 deutlich – bei Lastwagen um dreißig Prozent, bei PKWs immerhin um zwölf Prozent. Auf der anderen Seite sind die Gesamtemissionen aber um dreizehn Prozent gestiegen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Heute sind viel mehr Fahrzeuge – vor allem viel mehr Lastwagen – auf den Straßen unterwegs. Als Lösung dieser Problematik sehen viele Experten den Umstieg auf Elektromotoren. Dabei gibt es allerdings ein Problem: Die Fahrt mit einem Elektromotor ist nur dann wirklich emissionsfrei, wenn der dafür benötigte Strom auch tatsächlich aus Erneuerbaren Energien stammt. Dies ist bei Strom aus der Steckdose aber nur teilweise der Fall. Eine Lösung sind daher Lastwagen, die Solarmodule auf dem Dach haben und so selbst sauberen Strom produzieren.

Die Möglichkeiten von Lastwagen mit Sonnenunterstützung

Tatsächlich gibt es bereits entsprechende Fahrzeuge. So hat das chinesische Unternehmen Hanergy ein Konzeptauto präsentiert, das mit einem ultradünnen Solarfilm überzogen ist – und so an einem sonnenreichen Tag bis zu achtzig Kilometer an Reichweite gewinnt. In Deutschland arbeitet unter anderem das Startup Sono Motors an einer ähnlichen Entwicklung. Auf dem Markt für Lastwagen wiederum befinden sich einige Modelle sogar schon im Einsatz. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Möglichkeiten die Solarpanels in das Design des LKWs zu integrieren. Entweder in den Windabweiser oberhalb der Fahrerkabine oder direkt auf dem Dach des Lastwagens. Allerdings reicht die Kraft der Sonne noch nicht aus, um ausschließlich damit den Elektromotor anzutreiben. Durch die Solarmodule und die Energierückgewinnung beim Bremsen kann aber immerhin ein Viertel des Strombedarfs gedeckt werden.

Die Vorteile von Lastwagen mit Solarantrieb

Aktuell verbrauchen konventionelle Lastwagen rund dreißig Liter Diesel auf einhundert Kilometern. Für das Klima ist dies nicht besonders förderlich. Außerdem stellen die Treibstoffkosten eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung dar. Durch den Einsatz eines Elektromotors und die Nutzung der Solarpanels lassen sich die Betriebskosten erheblich senken: So werden für eine Fahrt über hundert Kilometer lediglich einhundert Kilowattstunden aus dem Stromnetz benötigt. Bei einer typischen Jahresleistung von 50.000 Kilometern sinken die laufenden Kosten auf diese Weise von 23.200 Euro auf nur noch 8.300 Euro. Wie genau die CO2-Bilanz der einzelnen Fahrten aussieht, hängt dann allerdings von der Art der Stromproduktion ab. Aber selbst wenn Kohlestrom genutzt wird, ist die Klimabilanz noch immer deutlich besser als bei klassischen Diesel-LKWs. In der Schweiz setzt daher beispielsweise die Groß- und Einzelhandelsgenossenschaft Coop auf Lastwagen mit Solarantrieb. Diese sind besonders gut geeignet, wenn eine Vielzahl an Waren regional ausgeliefert werden muss – also beispielsweise vom Zentrallager an die einzelnen Filialen.

Einschränkungen bei Lastwagen mit Solarantrieb

Ähnlich wie auch bei Solarautos verringert sich durch den Elektromotor aber die Reichweite. So kommen die Solar-LKWs in der Regel lediglich auf 200 bis 300 Kilometer, bevor sie wieder an eine Steckdose angeschlossen werden müssen. Dies gilt aber natürlich auch für Elektro-Lastwagen ohne integrierte Solarmodule. Im Automobilbereich ist allerdings – aufgrund neuer Entwicklungen in der Batterietechnik – in den nächsten Jahren mit deutlichen Reichweitenerweiterungen zu rechnen. Davon dürften auch die Elektrolastwagen langfristig profitieren. Dennoch eignen sie sich eher nicht für längere Touren durch Deutschland oder gar Europa. Zumal das Netz an Ladestationen noch eher spärlich ist – und der Betreiber des LKWs zum Transport von Waren daher auf seine eigene Infrastruktur setzen muss. Außerdem verringert sich durch den Einbau der Batterie auch die Ladekapazität des Lastwagens. Bei einem klassischen 18-Tonner kann daher anschließend eine Tonne weniger transportiert werden. Problematisch für die Verbreitung von Lastwagen mit Solarantrieb sind zudem die hohen Anschaffungskosten. Diese liegen deutlich höher als bei konventionellen LKWs – können später durch die niedrigeren Betriebskosten aber wieder hereingeholt werden.

Die Zukunft von Lastwagen mit Solarantrieb

Bisher handelt es sich bei den Solarlastwagen noch eher um ein Nischenprodukt. So kann der Einsatz für Supermarktketten beispielsweise durchaus sinnvoll sein. Klassische Speditionen, die Waren über hunderte von Kilometern transportieren müssen, werden allerdings auch weiterhin auf den klassischen Verbrennungsmotor setzen. Dies sollte aber nicht ewig so bleiben. Denn sowohl bei der Steigerung der Effizienz der Solarmodule, als auch in der Batterietechnik sind noch enorme Potentiale vorhanden, die früher oder später erschlossen werden dürften. Gelingt es dann, die Reichweite der Solarlastwagen zu erhöhen und eine Infrastruktur an Ladestationen aufzubauen, stellen die LKWs mit Solarantrieb eine ideale Möglichkeit dar, um ökologische Nachhaltigkeit mit ökonomischen Vorteilen zu verknüpfen.

Bildquelle: Chesky – 393227755 / Shutterstock.com