Strompreis wird 2019 weiter steigen

Der Strom wird von Jahr zu Jahr merklich teurer. Seit dem Jahr 2016 hat sich der Strompreis quasi verdoppelt. Geht man weiter zurück und betrachtet die Entwicklung der letzten 20 Jahre, entdeckt man einen Preisanstieg von rund 70 Prozent seit dem Jahr 1998. Die etwa 1000 Stromanbieter in Deutschland trifft dabei die geringste Schuld. Aber warum steigt der Strompreis dann und was kann man tun, um möglichst günstig Strom zu beziehen? Dieser Artikel hat die Antworten.

Strom wird auch im kommenden Jahr teurer. Bildquelle: jplenio / pixabay.com

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis wie er letztlich beim Verbraucher ankommt, setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. Einfluss hat dabei nicht nur der Stromversorger, sondern vor allem der Staat. Zulagen und Steuern machen den Großteil der Stromkosten aus. Eine dieser Umlagen ist zum Beispiel die EEG, die seit einiger Zeit in aller Munde ist und nicht wenig kritisiert wird. Die EEG, erneuerbare Energien Umlage, ist auch unter der Bezeichnung Ökosteuer bekannt. Sie soll den Ausbau von Anlagen fördern, die Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz speisen, also Ökostrom erzeugen. Zu den Umlagen kommen Steuern wie die Mehrwertsteuer oder die Stromsteuer.

Ein weiterer großer Posten bei der Zusammensetzung des Strompreises sind die Nutzungsentgelte. Diese werde staatlich reguliert und schwanken stark, je nachdem wo in Deutschland man wohnt. Mit den Nutzungsentgelten werden die Kosten für den Transport, die Gewährleistung und die Nutzung der Stromversorgung finanziert.

Der Stromversorger, über den man seinen Strom bezieht, muss natürlich auch noch etwas verdienen. In der Zusammensetzung der Stromkosten macht der Anteil der Stromversorger allerdings den geringsten Teil aus. Mit diesem Posten werden Energie und Service der Versorger beglichen. Außerdem auch Posten wie Verwaltung, Vertrieb oder andere laufende Kosten des Stromanbieters.

Grund für den steigenden Strompreis ist nicht die EEG

Vor allem die Politik schiebt den steigenden Strompreis gerne der EEG-Umlage in die Schuhe. Diese wird bis zum Jahr 2022 zwar kontinuierlich ansteigen, im Jahr 2019 allerdings soll die EEG voraussichtlich sogar etwas sinken. Die Anzahl der von der Umlage geförderten Anlagen steigt stetig, dementsprechend müssen eben auch die Fördermittel steigen. Wirklichen Einfluss auf die 2019 steigenden Strompreise hat die EEG-Umlage also nicht. Stattdessen gibt es folgende Gründe für die hohen Kosten:

  • Ansteigender Großhandelspreis: Seit Beginn des Jahres 2018 ist der Großhandelspreis für Strom stark gestiegen. Der Preis pro Kilowattstunde, die vom Anbieter in Rechnung gestellt wird, wird von dieser Kostensteigerung direkt beeinflusst. Momentan ist der Strom im Großhandel so teuer wie seit sechs Jahren nicht mehr.
  • Rohstoffpreise: Genau wie der Großhandelspreis für Strom beeinflussen die Rohstoffpreise den Preis pro Kilowattstunde direkt. Das ist so, weil der Preis der Energieerzeugung von dem Rohstoffpreis beeinflusst wird. In der jüngeren Vergangenheit gab es zum Beispiel einen Preisanstieg beim Rohstoff Kohle. Da Erdgas für die Nutzung in Deutschland größtenteils importiert wird, sind deutsche Stromanbieter hier von einem stabilen Weltmarktpreis abhängig.
  • Aktuelle politische Entwicklungen: Von politischen Entwicklungen ist unter Umständen auch der Strompreis betroffen. Vor allem die Preise für die Rohstoffe können je nach Politikgeschehen schwanken. Das betrifft zum Beispiel den Ölpreis und damit indirekt auch die Kosten für alle anderen Rohstoffe. Kommt es zu Spannungen im Nahen und Mittleren Osten, steigt der Ölpreis rapide an. Oft wird dann auf andere fossile Rohstoffe zurückgegriffen, die Nachfrage steigt also und somit auch der Preis.
  • Emissionszertifikate: Der Preis für die Emissionszertifikate steigt immer weiter und hat sich in den letzten Monaten sogar verdreifacht. Das schlägt sich in der Stromrechnung des Verbrauchers nieder.
  • Wohnort: Da der Strompreis in Deutschland regionalen Schwankungen unterliegt, spielt auch der Wohnort eine Rolle bei der Zusammensetzung des individuellen Strompreises. Grund dafür ist das geänderte Anforderungsprofil an das Stromnetz, das durch die Energiewende zustande kommt. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurde Windkraft zum Beispiel vermehrt ausgebaut. Das belastet Netze, die Strom in die südlichen Bundesländer leiten müssen. Auf diese Weise steigt das Nutzungsentgelt und das spiegelt sich in der Stromrechnung des Verbrauchers wider.

Günstiger Strom durch einen Anbieterwechsel

Mit den steigenden Strompreisen stellen sich immer mehr Menschen die Frage, wie es möglich ist, in Zukunft vergleichsweise günstig Strom zu beziehen. Die Lösung ist ein regelmäßiger Anbieterwechsel, dieser lohnt sich für fast jeden Haushalt. Mittlerweile gibt es in Deutschland rund 1000 verschiedene Stromanbieter. Der enorme Wettbewerb sorgt für günstige Angebote. Am besten sucht man einen fachkundigen Berater auf, der sich sowohl mit den Stromanbietern als auch deren Tarifen auskennt. Bei der Online Recherche treten leicht Fehler auf oder es werden wichtige Informationen übersehen. Im Gespräch mit einem Berater vom Fach kann das nicht passieren.

Bildquelle: jplenio / pixabay.com

Wie erhöhe ich meine DSL-Geschwindigkeit?

Immer mehr Anbieter locken mit Höchstgeschwindigkeiten, die dem Verbraucher noch mehr Surf-Spaß im Internet garantieren sollen. Und tatsächlich sind viele bereit, immens hohe Preise für schnelles DSL zu zahlen. Leider hält die Geschwindigkeit meist nicht, was der Anbieter verspricht. Deswegen finden sich in den meisten Tarifen auch die kleinen Worte „bis zu“. Damit ziehen sich DSL-Anbieter aus der Affäre, denn sie versprechen ja nur eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabyte pro Sekunde. Der Nutzer bekommt also gerne auch mal weniger als 100 Megabyte pro Sekunde.

Auch die Anzahl der an das WLAN gekoppelten Geräte spielt eine Rolle für die DSL-Geschwindigkeit. Bildquelle: fancycrave1 / pixabay.com

Faktoren, die Einfluss auf die DSL-Geschwindigkeit haben

Die DSL-Geschwindigkeit ist nicht einzig vom Internet-Provider abhängig. Es gibt verschiedene Faktoren, welche die Geschwindigkeit beeinflussen können. Darunter zum Beispiel:

  • Die Länge und die Qualität der DSL-Kabel
  • Die Entfernung der Wohnung zum Verteilerkasten des Netzbetreibers
  • Die Zahl der Nutzer, die an einem Verteilerkasten angeschlossen sind

Entscheidend ist aber vor allem der eigene Wohnort. Die verfügbare DSL-Geschwindigkeit variiert nämlich von Region zu Region. Vor allem in ländlichen Gegenden ist der Netzausbau meist nicht so weit fortgeschritten wie in Städten, weswegen dort weniger oft eine schnelle DSL-Verbindung zur Verfügung steht. Wer sich nicht sicher ist, ob er aktuell die bestmöglichste Geschwindigkeit erhält, sollte sich direkt bei seinem Anbieter erkundigen. Oft wird die DSL-Geschwindigkeit verbessert, ohne dass man als Nutzer automatisch davon profitiert. Abhängig vom Anbieter kann man dann kostenlos oder kostenpflichtig auf ein schnelleres DSL umsteigen, soweit dieses vorhanden ist.

WLAN-Router richtig platzieren

Den Router richtig zu platzieren, klingt erstmal einfach, man kann allerdings mehr falsch machen, als man denkt. Das WLAN-Netz ist ein Funknetz, wird die Übertragung gestört, kann Geschwindigkeit verloren gehen. Die einfachste Lösung ist, das LAN-Kabel zu verwenden und auf kabelloses Internet zu verzichten. Wer das nicht möchte, sollte sich an folgende Tipps halten:

  • Der Router sollte im Raum in einer zentralen Position und leicht erhöht stehen.
  • Es sollten keine weiteren technischen Geräte im Weg des Routers stehen. Deren elektromagnetische Strahlung kann den Empfang des Routers stören.
  • Das WLAN-Netz wird vor allem durch Stahl und wasserführende Bauteile wie Wasserrohre gestört.
  • Soll das WLAN-Signal über mehrere Etagen übertragen werden, macht es Sinn, die Antenne des Routers waagrecht zu stellen.
  • Da das WLAN-Netz ein Funknetz ist, wird es über verschiedene Kanäle verbreitet. Die Werkseinstellungen des Routers stehen meist auf einem vielgenutzten Kanal, was zu Überlastungen führen kann. Aus diesem Grund kann die Geschwindigkeit durchaus verbessert werden, wenn der Kanal gewechselt wird.
  • Wenn die gekoppelten Geräte weit entfernt vom Router stehen, kann auch ein WLAN Repeater helfen, um die DSL-Geschwindigkeit zu verbessern.

Tarifwechsel für schnelleres DSL

Wenn keine Tipps und Tricks mehr helfen, bleibt nur noch ein Tarif- oder Anbieterwechsel, um Zugriff auf eine schnellere DSL-Leitung zu bekommen. Die Geschwindigkeit kann von Provider zu Provider variieren, weswegen es sinnvoll ist, die Anbieter und Tarife regelmäßig zu vergleichen. Am besten lässt man sich hierbei von einem Berater helfen, dieser kennt die Tricks der Anbieter und weiß worauf beim Tarifabschluss zu achten ist. Außerdem kann der Berater auch Tipps zum konkreten Wechsel, zum Beispiel der Kündigung des alten Tarifs, geben. Auf diese Art kann häufig nicht nur der Wunsch nach einer höheren DSL-Geschwindigkeit erfüllt werden, sondern auch noch bares Geld gespart werden.

Bildquelle: fancycrave1 / pixabay.com

 

Neue Solarzelle für noch mehr Energie aus Photovoltaik

Photovoltaik-Technologie wird immer wichtiger und eine tragende Säule der zukünftigen Energieversorgung sein. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) ist eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen für Solarenergie und verzeichnet immer wieder neue Erfolge. Gemeinsam mit ihrem Industriepartner EVG erreicht das Fraunhofer ISE nun eine Solarenergieumwandlung von 33,3 Prozent. Damit stellen die Freiburger Forscher einen Rekordwert auf.

Photovoltaik spielt eine entscheidende Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung. Bildquelle: blickpixel / pixabay.com

Das Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme

In Freiburg im Breisgau wurde 1981 das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) gegründet. Mit 1200 Mitarbeitern ist das Institut heute das größte Solarforschungsinstitut in Europa und eine weltweit führende Forschungseinrichtung im Bereich der Photovoltaik-Technologie. Im Fraunhofer ISE werden technische Voraussetzungen für eine umweltfreundliche und effiziente Energieversorgung geschaffen. Forschungsschwerpunkte im Freiburger Institut sind:

  • Energiegewinnung
  • Energieeffizienz
  • Energieverteilung
  • Energiespeicherung

Außerdem bietet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme Prüfleistungen und Zertifizierungsleistungen an. Zusätzlich entwickelt es Materialien, Systeme, Komponenten und Verfahren in den verschiedenen Geschäftsfeldern:

  • Energieeffiziente Gebäude und Gebäudetechnik
  • Angewandte Optik und funktionale Oberflächen
  • Silicium-Photovoltaik und alternative Photovoltaik-Technologien
  • Regenerative Stromversorgung
  • Wasserstofftechnologie
  • Solarthermie

Deutschland steht in Sachen Forschung und Anlagenbau für Photovoltaik weltweit an der Spitze. Das Fraunhofer ISE selbst zeichnet sich durch eine herausragende Laborinfrastruktur aus. Deutsche Forscher wie der Institutsleiter des Fraunhofer ISE Prof. Dr. Hans-Martin Henning sind sich dessen bewusst und sehen auch die Wichtigkeit der Solarenergie-Forschung. Auch die Forschungsergebnisse des Instituts in Freiburg zeigen, dass Photovoltaik und auch die Windenergie eine entscheidende Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung spielen. Um die Forschung weiter voranzutreiben, wurde letztes Jahr am 4. Oktober der Grundstein für ein neues Forschungszentrum gelegt. Das Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen soll Ende 2019 fertig gestellt werden.

Immer mehr Sonnenlicht in Strom umwandeln

Den Forschern des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ist bewusst, dass Solarzellen aus Silicium den globalen Photovoltaikmarkt dominieren. Deswegen haben sie eine neue Technologie auf dieser Basis entwickelt. Bereits 2016 konnte das ISE gemeinsam mit dem Industriepartner EVG 30,2 Prozent der Solarenergie in Strom umwandeln, im März 2017 waren es dann 31,3 Prozent. Die neue Solarzelle der Freiburger Forscher wandelt ein Drittel, sprich 33,3 Prozent, der Sonnenenergie in erneuerbare Energie um. Das ist ein neuer Rekordwert, der zeigt, dass weiterhin viel Potenzial in Photovoltaik steckt.

Die neu entwickelte Solarzelle kann wie herkömmliche Silicium-Solarzellen ohne Probleme in Photovoltaik-Module integriert werden. Nun könnte man argumentieren, dass die Verwendung des vergleichsweise teuren Halbleitermaterials Silicium kostspielig sei. Allerdings ist die aufgetragene Schicht so dünn, dass die Materialkosten am Ende keinerlei Rolle mehr spielen. Inzwischen sind die Photovoltaik-Kosten so weit gesunken, dass Photovoltaik eine reale wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Energien darstellt. Dank der massiven Kostensenkung, die in den letzten Jahrzehnten stattfand, ist der Solarstrom heute auch wettbewerbsfähig. Der neueste Erfolg des Fraunhofer ISE zeigt, dass auch durch den Materialverbrauch Kosten weiter gesenkt werden können. Außerdem benötigt die neue Solarzelle nicht nur weniger Material, sondern auch weniger Modulfläche und weniger Produktionskosten. Auf diese Weise kann erneuerbare Energie immer ressourcenschonender hergestellt werden.

Auch die 75-köpfige Expertenjury des renommierten GreenTec Awards erkannte die Leistung des Forschungsteams des Fraunhofer ISE und wählte deren Entwicklung unter die Top drei in der Kategorie Energie. Die Jury setzt sich aus Fachleuten aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und verschiedenen Verbänden zusammen. Der Award hat sich außerdem seit der Gründung 2008 zum weltweit bedeutendsten Umweltpreis entwickelt.

Die nächsten Schritte in der Solarenergie-Forschung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ist die Entwicklung von Maschinen für die Großfertigung der neuen Technik. Nach Einschätzungen von Experten vergehen noch fünf bis zehn Jahre, bis es zu einer Serienfertigung der neuen Solarzelle kommt.

Vorteile von Solarenergie schon heute nutzen

Solarenergie und der daraus erzeugte Strom bringen einige Vorteile mit sich. Der offensichtlichste Vorteil ist wohl die Möglichkeit, mit der Nutzung von erneuerbaren Energien die Umwelt zu schonen. Zudem hat man mit der Sonne eine unerschöpfliche Energiequelle, im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen. Mit der Nutzung von Solarzellen ist man außerdem nicht mehr von Stromerzeugern, Energieversorgern und Stromanbietern abhängig. Auf diese Weise macht man sich auch unabhängig von ölfordernden Staaten und dem andauernden Anstieg der Stromkosten. So könnten in Zukunft eventuell sogar Energiekrisen vermieden werden.

Nicht zu verachten ist auch der Preisvorteil eines Stromtarifs mit Ökostrom. Immer noch sind viele der Meinung, Strom aus erneuerbaren Energien sei wesentlich teurer als „normaler“ Strom. Das ist eine falsche Annahme. Häufig ist der Ökostrom sogar die wesentlich günstigere Alternative. Ein Stromvergleich kann helfen, herauszufinden, ob sich die Umstellung auf einen Tarif mit Ökostrom lohnt. Generell sollte man regelmäßig den Stromanbieter wechseln, um Neukundenboni mitzunehmen und nicht zu teuren Strom einzukaufen. Auch wer Strom aus erneuerbaren Energien nutzt, hat diese Möglichkeit. Inzwischen bieten viele Energieversorger Strom aus erneuerbaren Energien an, ein regelmäßiger Anbieterwechsel sollte daher kein Problem sein.

Photovoltaik spielt eine entscheidende Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung. Bildquelle: blickpixel / pixabay.com

Smart Home: Wie Sie bei der Beleuchtung Energie sparen

Smarte und energieeffiziente Lichtsteuerung für zu Hause

Mit der richtigen Beleuchtung lassen sich Energie und Geld sparen. Die Integrierung der heimischen LED-Beleuchtung in ein Smart-Home-System eröffnet den Bewohnern noch mehr kreative und vor allem effiziente Lichtgestaltung.

Ein smartes Beleuchtungssystem ermöglicht Energieersparnis. Bildquelle: Alexander Kirch – 274969298 / Shutterstock.com

Energie sparen hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Geldbeutel. Das Auswechseln alter Glühbirnen gegen LED- oder Energiesparlampen ist ein guter Anfang. Um darüber hinaus für eine bemerkbare Energieersparnis zu sorgen, sollten Nutzer und Verbraucher ebenfalls darauf achten, dass die Leuchtmittel gezielt und effizient eingesetzt werden. Inzwischen ist es sogar möglich, das heimische Beleuchtungssystem in das Smart-Home zu integrieren und sie automatisch oder per Computer bzw. App zu steuern.

Wie Energie sparen?

Eine ausgereifte und intelligent programmierte Steuerung kann für eine enorme Energie- und Kostenersparnis sorgen. Schließlich macht die Beleuchtung bis zu zehn Prozent des Energiehaushaltes aus. Folgende smarte Lösungen sind möglich, um Energie bei der Beleuchtung und Strom zu sparen:

• Bewegungsmelder: Schalten Beleuchtung nur an, wenn der entsprechende Bereich betreten oder genutzt wird
• Dimmer: Reduzieren bei Bedarf die Beleuchtungsstärke und sparen dadurch Energie
• Zeitschaltung: Schaltet Beleuchtung zu bestimmten Zeiten automatisch ein und wieder aus

Schon allein diese Möglichkeiten eröffnen viel Einsparpotenzial und kreativen Gestaltungsspielraum für die heimische Beleuchtung. Zahlreiche Unternehmen stellen diesbezüglich Beratungsservices zu Verfügung.

Wie funktioniert die Lichtsteuerung?

Sowohl Deckenlampen, die ein fester Bestandteil des Stromkreises sind, als auch Stehlampen oder Leselampen, die an eine Steckdose angeschlossen werden, lassen sich aus der Ferne steuern. Ein smartes System ist in der Regel über folgende Wege möglich:

Steuerungsart und Erläuterungen Erläuterung

WLAN:  Als zentrale Steuerungseinheit dient der Router. Über ihn werden alle Leuchtmittel gesteuert. Einer der Nachteile: Sobald der Router einmal nicht funktioniert oder ausfällt, lässt sich auch das Licht nicht mehr darüber steuern, bis alle Fehler behoben sind. Die WIFI-Variante benötigt außerdem mehr Energie als die Alternative.

Funk:  Andere Smart-Home-Beleuchtungen übertragen alle Signale und Informationen per Funk. In diesem Fall ist eine spezielle Basisstation dafür zuständig. Diese ist wiederum mit dem WLAN-Router verbunden, damit sie für die Außenwelt, also mit dem Smartphone oder Tablet des Nutzers erreichbar ist. Auf diese Weise kann die Beleuchtung weiterhin aus der Ferne gesteuert werden. Die Anschaffungskosten sind bei dieser Variante etwas höher, allerdings benötigt diese Option weitaus weniger Energie.

Ob WLAN oder Funk ist häufig eine Kostenfrage. Wer gewillt ist etwas mehr auszugeben, kann auf lange Sicht gesehen allerdings mehr Energie sparen. Interessierte sollten sich beraten lassen, um herauszufinden, welche Steuerungsart am besten für die individuelle Wohnsituation geeignet ist.

Statistik: Nutzung von Anwendungen aus dem Smart-Home-Bereich. Quelle: SPLENDID RESEARCH

Lichtsteuerung per Funkaktoren

Für die Lichtsteuerung wird in jedem Fall eine zentrale Einheit benötigt, die das LED-Leuchtsystem managt. Der Nutzer kann in der Regel über den eigenen Computer oder mit einer App auf das System zugreifen. Allerdings sind sogenannte Funkaktoren notwendig, die in die Lampen selbst oder in den Unterputzschalter eingebaut werden. Eine andere Möglichkeit sind spezielle zwischengeschaltete Funksteckdosen. Diese sorgen dafür, dass die Befehle und Signale des Nutzers auch bei den Lampen ankommen. Eine persönliche Beratung vor Ort ist in der Regel möglich, um genau zu eruieren, wie das Zuhause am besten in ein effizientes Smart Home verwandelt werden kann.

Beleuchtung: Lichtsteuerung und -programmierung per App im Smart-Home-System

Die richtige Software ist ein wichtiger Bestandteil des Smart-Home-Beleuchtungssystems. Eine entsprechende App ist meistens im Paket enthalten. Sollte sie das nicht sein, können Nutzer sie in der Regel in den typischen App-Stores für Apple oder Android-Endgeräte finden. Die Software ermöglicht es den Verbrauchern, das System zu konfigurieren, sodass spezifische Räume und Lampen jeweils separat angesteuert werden können. Häufig ist auch eine Steuerung aus der Ferne möglich. Bewohner können ihre Lampen ein- und ausschalten, wenn sie nicht zu Hause oder etwa für einen längeren Zeitraum im Urlaub sind. Das ist z.B. wichtig, wenn sie vergessen, das Licht auszuschalten. Sollte die App zwischendurch eine Fehlfunktion haben, können Nutzer das Licht unproblematisch manuell ein- und wieder ausschalten.

Was können Sprachassistenten für die Beleuchtung tun?

Wer nicht extra mit dem Smartphone hantieren oder die App suchen möchte, kann sein Beleuchtungssystem auch auf eine Weise einrichten, dass eine Sprachsteuerung möglich ist. Dafür stehen folgende Assistenten zur Verfügung:

  • Alexa
  • Google Assistant

Bisher ist die Technik nicht vollkommen ausgereift: Schnell kann der Nutzer auch den zugeordneten Namen des Beleuchtungsmittels vergessen, das gerade in diesem Moment erleuchten soll. Manchmal ist die Spracherkennungssoftware noch nicht so weit entwickelt, dass jeder menschliche Befehl sofort umgesetzt werden kann. Dennoch macht die Technologie rund um die Sprachassistenz täglich große Fortschritte, sodass auch diese kleinen Schwierigkeiten in Zukunft kaum noch Probleme bereiten sollten. Wer unsicher ist, ob ein sprach- oder app-gesteuertes Beleuchtungssystem das richtige ist, kann sich von Fachhändlern beraten lassen.

Simulierter Sonnenaufgang und „Go to sleep“-Licht durch Zeitschaltung

Zeitschaltungen sind auch zum Aufwachen wunderbar geeignet. Ein entsprechend programmiertes System kann morgens sogar graduell immer heller werden, um einen Sonnenaufgang zu simulieren. Hierbei handelt es sich um ein viel gesünderes Aufwachen, als unsanft aus dem Schlaf gerissen zu werden. Dasselbe Prinzip ist auch anwendbar, wenn Nutzer feste „Go to sleep“-Zeiten einrichten möchten. Das Ausschalten kann plötzlich geschehen oder die Lampen können sich langsam und stetig herunter dimmen, bis sie vollkommen ausgeschaltet sind. Auf diese Weise bleibt das Licht nicht die halbe Nacht eingeschaltet, auch wenn Bewohner z.B. beim Lesen einschlafen.

Bildquelle: Alexander Kirch – 274969298 / Shutterstock.com

 

Zuschüsse zur nachhaltigen Energieversorgung des BAFA

Förderung der nachhaltigen Energieversorgung

Die Energiewende erzielt zunehmend größere Erfolge, erneuerbare Energie wird in Deutschland immer beliebter. Das merkt auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Aus diesem Grund fördert es bestimmte Projekte aus dem Bereich Energieeffizienz und nachhaltige Energieversorgung. Welche das sind und wie Sie einen Zuschuss erhalten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mit nachhaltiger Energieversorgung können Sie dauerhaft sparen. Bildquelle: PhotographyByMK – 108705386 / Shutterstock.com

 

Die Fördermaßnahmen des BAFA sind Investitionszuschüsse. Je nach Maßnahme können zusätzliche Zuschüsse genehmigt werden, zum Beispiel ein Gebäudeeffizienzbonus oder ein Optimierungsbonus. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Art und dem Umfang der errichteten oder erweiterten Anlage.

Fördermaßnahmen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Das BAFA möchte dazu anregen, auf nachhaltige Energien umzusteigen. Aus diesem Grund werden Förderungsmaßnahmen angeboten. Sollten Sie folgende Anlagen errichten oder erweitern wollen, können Sie einen Zuschuss beantragen:

  • Solarkollektoranlagen
  • Effiziente Wärmepumpen
  • Biomassenanlagen
  • Nahwärmenetze, welche mit der Wärme aus erneuerbaren Energien gespeist werden
  • Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie

Außerdem werden innovative Technologien zur Kälteerzeugung und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland gefördert sowie Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags von erneuerbaren Energien. Für bestimmte Anlagen können Sie einen Zuschuss auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) erhalten.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie für die Antragsstellung erfüllen müssen und wie die Antragsstellung abläuft.

Voraussetzungen für die Förderung durch das BAFA

Sie möchten etwas ändern und ab sofort auf nachhaltige Energien setzen? Dann können Sie hier nachlesen, ob Sie die Voraussetzungen für eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erfüllen.

Antragsberechtigte Personen müssen Pächter, Eigentümer oder Mieter des Grundstücks oder Gebäudes sein, auf oder in dem die entsprechende Anlage errichtet oder erweitert werden soll. Zudem müssen die Richtlinien zu den Grenzwerten und entsprechenden technischen Bestimmungen eingehalten werden.

Die Anlage, ob neu errichtet oder erweitert, muss überwiegend zur Wärmebereitstellung oder Kältebereitstellung innerhalb von Deutschland genutzt werden. Zudem muss sie mindestens sieben Jahre lang diesem Zweck entsprechend betrieben werden.

Das BAFA fördert keine Anlagen in Neubauten. Das ersetzte, errichtete oder erweiterte System zur nachhaltigen Energieversorgung muss zur Antragsstellung mindestens seit zwei Jahren in Betrieb sein. Zudem werden folgende Anlagen ebenfalls nicht gefördert:

  • Eigenbauanlagen
  • Prototypen
  • Gebrauchte Anlagen
  • Anlagen mit wesentlich gebrauchten Teilen

Wie stelle ich einen Antrag zur Förderung?

Um einen Antrag zur Förderung Ihrer zu errichtenden oder erweiternden Anlage zur nachhaltigen Energieversorgung zu stellen, ist vor allem wichtig zu wissen, dass Sie diesen vor Beginn der entsprechenden Maßnahmen stellen müssen. Die Antragsstellung erfolgt ausschließlich online. Wenn Sie Interesse an einer Förderung haben oder sich generell über nachhaltige Energieversorgung und das Einsparen von Energie erkundigen möchten, ist es sinnvoll, eine Energieberatung aufzusuchen.

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Wurden die Fördermaßnahmen für den Bau oder die Erweiterung Ihrer Anlage zur nachhaltigen Energieversorgung genehmigt, können Sie auf Basis des APEE zusätzliche Zuschüsse beantragen. Dieses Programm fördert den Wechsel zu modernen Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien.

Die Höhe des Zuschusses durch das Anreizprogramm Energieeffizienz ist abhängig, von der Höhe des Förder-Zuschusses des Marktanreizprogrammes. Für die Ersetzung oder Modernisierung einer ineffizienten Altanlage erhalten Sie einen Betrag von 20% des im für die Installation der neuen Anlage bewilligten Gesamtförderbetrags im Rahmen des Marktanreizprogrammes. Sie erhalten keine zusätzliche Förderung in Form von Zuschüssen für gleichzeitig durchgeführte Maßnahmen zur Optimierung. Allerdings kann Ihnen ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 600€ gewährt werden. Diesen erhalten Sie für die Umsetzung aller Maßnahmen, die nötig sind, um die Energieeffizienz des gesamten Heizungssystems zu verbessern.

Förder-Voraussetzungen für das Anreizprogramm Energieeffizienz

Die wohl wichtigste Voraussetzung für diesen Antrag ist, dass Sie bereits einen Antrag zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt gestellt haben und Ihnen ein Zuschuss nach dem Marktanreizprogramm bewilligt wurde. Wie Sie diesen Antrag stellen, haben wir oben ausgeführt.

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Die zu ersetzende oder zu modernisierende Heizungsanlage wurde auf Basis fossiler Energien betrieben.
  • Es wurde keine Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie genutzt.
  • Es liegt kein Fall einer gesetzlichen Austauschpflicht der Anlage vor.
  • Zusätzlich zum Austausch bzw. der Modernisierung der alten Anlage muss das gesamte Heizsystem optimiert werden. Dazu gehört nicht nur eine Bestandsaufnahme sowie Analyse des IST-Zustands nach den vorgeschriebenen Standards, sondern auch die Durchführung des hydraulischen Abgleichs sowie die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz des gesamten Heizungssystems.
  • Die Anlage wurde nach dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen.
  • Der Förderantrag im Rahmen des Marktanreizprogramm wurde beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nach dem 1. Januar 2016 gestellt.
  • Als ineffiziente Altanlagen gelten auch Elektrospeicherheizungen.

Antragsstellung für den APEE-Bonus

Den Bonus des Anreizprogramms Energieeffizienz können Sie, bei Interesse und falls Sie die Voraussetzungen erfüllen, mit dem Verwendungsnachweis (Biomasse, Solarthermie oder Wärmepumpe) sowie im Rahmen der elektronischen Verwendungsnachweiserklärung beantragen. Für den Antrag gibt es kein separates Formular, das Sie ausfüllen müssen.

Bildquelle: PhotographyByMK – 108705386 / Shutterstock.com

Energieberatung im Mittelstand – welche Sparmaßnahmen sind möglich?

Die Kosten für Energie und damit vor allem für den primären Energieträger Strom sind in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass die Strompreise nicht fallen werden, so dass sie einen nicht zu unterschätzendenden Posten für viele Unternehmen ausmachen. Mit Hilfe einer kompetenten Energieberatung lassen sich meist gerade im Mittelstand erhebliche Sparpotentiale aufdecken.

Der Energieverbrauch ist meist ein hoher Kostenfaktor in Unternehmen. Bildquelle: nito – 237828910 / Shutterstock.com

Mittelständler zählen in Deutschland zu den wichtigsten Unternehmen und haben oftmals andere Sorgen und Probleme, als es bei Großkonzernen der Fall ist. Für einen Mittelständler können die Energiekosten zum Beispiel sehr entscheidend sein, wenn sie sich ihre Firmenausgaben anschauen. Obwohl bestimmte Industrien sogar vom Vergünstigen profitieren, sind die Energiekosten meist ein Posten, der in seinem Umfang steigt und deutlich teurer wird, als es den meisten Firmen lieb ist.
Wer zum Ziel hat, im eigenen Unternehmen durch eine Energieberatung die Kosten zu senken, indem er Einsparpotentiale aufdeckt, der kann langfristig davon profitieren und die eigenen Erträge steigern.

Welchen Vorteil bietet eine professionelle Energieberatung?

Ein Energieberater kann das komplette Unternehmen hinsichtlich des Energieverbrauches unter die Lupe nehmen und Schwachstellen durchleuchten. Dabei handelt es sich nicht nur um Verbraucher, die Strom benötigen, sondern zum Beispiel auch um Unternehmen, die die Heizkosten senken möchten.
Gerade in produzierenden Betrieben gibt es häufig ein enormes Potential, das den meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gar nicht bewusst ist. Durch die Veränderung von Produktionsabläufen ist es möglich, hohe Kosten einzusparen.
Es gibt Energieberater, die sich darauf spezialisiert haben, Unternehmen zu beraten und wissen, wie sie ihre Kosten im Unternehmen reduzieren können. Je nachdem, in welcher Branche die Unternehmen tätig sind, gibt es unterschiedliche Einsparpotentiale.
Nicht nur in produzierenden Betrieben, sondern zum Beispiel auch bei Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche gibt es Optionen, den Energieverbrauch zu senken. Gleiches gilt auch für Handelsunternehmen. Zu berücksichtigen ist, dass auch der Einsatz von regenerativer Energie eine Rolle spielen kann, wenn es darum geht, die Energiekosten langfristig zu senken. Wer z.B. über ein großes Betriebsgelände verfügt, kann langfristig selbst Strom erzeugen – zum Beispiel über Solarkollektoren, die auf den Dächern der Betriebsstätte aufgebaut werden.

Beispiele für Energiesparpotentiale in Unternehmen:

In produzierenden und verarbeitenden Betrieben werden häufig Maschinen, Öfen oder Anlagen benutzt, die in ihrem Betrieb eine Menge an Wärme erzeugen. Diese Wärme wird in vielen Fällen ungenutzt in die Umwelt abgegeben, kann jedoch meist mit geringem Aufwand genutzt werden. Oftmals werden sogar Kühlsysteme eingesetzt, um Anlagen zu kühlen und die überflüssige Wärme abzuführen.
In der Praxis ist es möglich, dass die Wärme aber z.B. auch zum Betrieb der eigenen Heizung und zum Erwärmen von Wasser genutzt werden kann. Wer es schafft, durch einen Anlagenbauer die eigenen Produktionsstätten mit der Heizanlage zu verknüpfen, ist in der Lage, ein entsprechendes Einsparpotential zu generieren und somit dafür zu sorgen, dass die Energiekosten deutlich gesenkt werden können. In der Praxis ist es möglich, dass z.B. Heizungsrohre durch Anlagen geführt werden, die eine gewisse Wärme erzeugen. Das in den Rohren geführte Wasser kann genutzt werden, um in einem Wasserspeicher z.B. Trinkwasser bzw. Nutzwasser zu erwärmen. Solche Vorrichtungen werden in einigen Firmen bereits genutzt, oftmals sind es jedoch gerade kleinere oder mittelständische Betriebe, die von diesen Möglichkeiten nichts wissen.

• Abwärme von Anlagen und Maschinen nutzen – z.B. zur Heizwassererwärmung
• Dachflächen zur Stromerzeugung nutzen
• LED Beleuchtung zum Sparen von Strom nutzen

Ein weiteres Beispiel ist die Nutzung von Solarenergie, was zum Beispiel auf den Dächern von Produktionshallen möglich ist. Zahlreiche Firmen verfügen über große Firmengelände und Hallen, deren Dächer ideal geeignet sind, um Solarkollektoren aufzustellen. Anzumerken ist, dass es sich heutzutage lohnen kann, diesen Strom selbst zu verwenden und diesen in die eigenen Anlagen zu leiten. Gerade bei Betrieben, die tagsüber, wenn der Strom produziert wird, auch ihre Produktionsanlagen nutzen, lässt sich somit eine Menge an Stromkosten einsparen.

LED Beleuchtung in Büros und auf Betriebsgeländen

Ein weiteres langfristiges Sparpotential ergibt sich meist durch die Beleuchtung in Firmen. Wer große Hofanlagen oder Produktionsflächen beleuchten möchte und mit alter Technik arbeitet, verbraucht in der Regel ein Vielfaches dessen an Strom, als wenn er z.B. mit modernen LED Strahlern arbeitet. Der Kauf der LED Beleuchtung hat sich meist schon nach kurzer Zeit amortisiert, so dass es sich in jedem Fall lohnt, in eine Energieberatung zu investieren.

Wer in der Energieversorgung etwas ändern möchte, kann durch einen Preisvergleich ebenfalls satte Rabatte erzielen. Gerade Unternehmen, die oftmals große Mengen an Energie verbrauchen, können somit Ersparnisse erzielen.

Das einmalige Bezahlen eines professionellen Energieberaters kann ebenfalls nachhaltig und vor allem langfristig zu deutlichen Vorteilen und Einsparpotentialen führen. Ein wesentlicher Vorteil von professionellen Energieberatern besteht darin, dass diese meist Erfahrungen haben und schon viele Betriebe gesehen haben, was dazu führt, dass schnell auffällt, wo Energie eingespart werden kann.
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Die Strompreisentwicklung in Deutschland: Hintergründe und Prognosen

Die Strompreise sind in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Immer mehr Eigenheimbesitzer rüsten nach und setzen daher auf regenerative Energieträger. In den vergangenen 15 Jahren sind die Preise für Strom von ca. 16 Cent auf knapp 28 Cent gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von über 40%. Ein Grund dafür ist der Strommix, in dem Strom aus erneuerbaren Energien eine immer wichtigere Rolle einnimmt.

Die Strompreise sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Bildquelle: vchal – 618634256 / Shutterstock.com

In den vergangenen 15 Jahren sind die Strompreise in Deutschland massiv angestiegen. Bei einer Strompreisverteuerung von über 40% spüren vor allem Familien, wie sehr die Stromrechnung ins Budget schlägt. Die Hintergründe für den massiven Anstieg der Stromkosten sind vielseitig. Ein Aspekt ist der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien. Dieser ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und führte dazu, dass auch die Kosten deutlich gestiegen sind. Positiv anzumerken ist jedoch, dass der Preis im Jahr 2014 zum ersten Mal eine Tendenz nach unten hatte und zeigt, dass der Strompreis durchaus auch leicht sinken kann. Nachdem es im Jahre 2015 ebenfalls etwas günstiger wurde, zog der Strompreis 2016 sowie 2017 wieder leicht an.

Ökostrom ist in der Produktion noch deutlich teurer als Strom zum Beispiel aus herkömmlichen Energieträgern wie Kohle oder der Atomkraft zu produzieren. Der Aufschlag, der für die erneuerbaren Energien fällig wird, muss von den Verbrauchern getragen werden.

Welche Rolle spielt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bei der Entwicklung der Strompreise?

Im Jahr 2000 wurde das EEG ins Leben gerufen. Seitdem hat Strom aus Wind- und Solarenergie eine besondere Bedeutung in der Stromerzeugung in Deutschland. Der Anteil an Strom aus erneuerbaren Quellen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2013 wurde bereits 23% des Stroms, der in Deutschland genutzt wurde, aus erneuerbaren Energiequellen produziert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat natürlich einen Einfluss auf die entsprechende Entwicklung der Strompreise. Der Anteil der regenerativen Energieträger am gesamten Strom in Deutschland soll in den kommenden Jahren weiter steigen. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2025 mindestens 40% des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energieträgern kommen soll. In den darauf folgenden Jahren soll der Anteil weiter steigen, so dass bald über die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen soll.

  • Stromanteil erneuerbarer Energien wird 2025 mind. 40% ausmachen
  • Anteil erneuerbarer Energien wird im Strommix weiter steigen
  • Solaranlagen erhalten Zusage der Stromkonzerne, dass ihr Strom abgenommen wird

Je mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen wird und entsprechend in den Strommix einfließt, umso höher sind auch die daraus resultierenden Stromkosten. Der Strom, der aus Windenergie sowie aus Solarenergie erzeugt wird, kann preislich mit dem Strom aus Kohle sowie Gas oder Kernkraftwerken nicht konkurrieren. Die Betreiber von z.B. Solaranlagen erhalten feste Vergütungen durch das EEG für die Erzeugung von Strom, den sie in das Netz einspeisen. Diese liegen jedoch deutlich über den Kosten, die durch die Erzeugung des Stroms verursacht werden. Gleichzeitig gibt es für die Betreiber von Solaranlagen eine feste Zusage, dass der Strom durch die Betreiber der Netze abgenommen wird. Dies führt unter dem Strich dazu, dass die Preise für Strom weiter steigen werden, da in den kommenden Jahren der Einsatz der erneuerbaren Energieträger ebenfalls steigen wird.

Welche Prognose gibt es für die Strompreise in Deutschland?

Es ist davon auszugehen, dass die Strompreise in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Bedingt durch die Energiewende und durch den Ausstieg aus der Atomenergie wird dafür gesorgt, dass in Deutschland vor allem in den südlichen Bundesländern weniger Strom erzeugt wird, als es einst bedingt durch viele Atomkraftwerke der Fall gewesen war. Ein großer Teil des Stroms, der durch erneuerbare Energieträger wie den Wind erzeugt wird, kommt inzwischen aus Norddeutschland. Hier gibt es zahlreiche Windparks – auf dem Festland sowie auch in der Nordsee.

Der Strom aus den erneuerbaren Energieträgern ist deutlich teurer als der frühere günstige Atomstrom. Dies dürfte auch in den kommenden Jahren dazu beitragen, dass die Preise für Strom in Deutschland weiter steigen werden. Fakt ist, dass die Energiewende zwar ihren Preis hat, jedoch langfristig die Umwelt und auch die Menschen davon profitieren dürften.

  • Strompreise werden durch das EEG mittelfristig weiter steigen
  • Strom aus erneuerbaren Energieträgern ist teurer als herkömmliche Stromerzeugung
  • Die Preise für z.B. Solarmodule sinken, langfristig könnte Strom dadurch günstiger werden

Sollte es dazu kommen, dass der Strom aus erneuerbaren Energieträgern günstiger produziert werden kann und zum Beispiel immer mehr Haushalte auf Solarstrom umsteigen, ist es denkbar, dass der Strompreis irgendwann wieder fällt. Bis diese Entwicklung in Deutschland einsetzt, ist es jedoch denkbar, dass noch 10 bis 20 Jahre vergehen.

Wer sich die Preise für Solarmodule anschaut, wird feststellen, dass diese in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich gesunken sind. Darüber hinaus ist die Leistungsfähigkeit der Solarmodule stark gestiegen. Auch die Lebensdauer einzelner Module ist inzwischen höher, als es noch vor 10 bis 15 Jahren der Fall gewesen ist. Bedingt dadurch, dass massiv in Photovoltaik und andere erneuerbare Energien investiert wird, sollte die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energieträgern langfristig günstiger werden.

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EEG-Umlage und Energiewende: Derzeitiger Stand und Aussichten

Die Energie-Umlage könnte kurzfristig teurer werden. Langfristig ist jedoch ein Abfallen der Strompreise absehbar. Die Energiewende ist trotzdem noch so weit fortgeschritten, wie gewünscht und geplant. Mehrere Faktoren sind dafür verantwortlich. Privatverbraucher können jedoch einiges beitragen.  

Ein Großteil des Weges zur Energiewende steht noch bevor. Bildquelle: Bildagentur Zoonar GmbH – 291297509 / Shutterstock.com

Erneuerbare Energien sind in Deutschland weiterhin erfolgreich. Die Energie-Umlage sorgt allerdings dafür, dass die Strompreise zumindest kurzfristig ansteigen. Davon geht die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende in ihrer neuesten Studie aus. Die durchschnittlichen Strompreise werden demnach um 1,4 Prozent auf 30 Cent pro Kilowattstunde steigen. Die Gründe liegen allerdings nicht bei den erneuerbaren Energien, sondern bei teuren Rohstoffen wie z.B.:

• Erdöl
• Kohle
• Erdgas

Das Ausschreibungsverfahren, ein höheres Wettbewerbsniveau und niedrigere Zuschlagspreise sollen entsprechend für niedrigere Strompreise sorgen. Sonnen- und Windenergie könnten also langfristig günstiger werden.

Energiewende: Wo stehen wir?

Dass die Energiewende zunehmend größere Erfolge erzielt, zeigt sich auch am Anteil, den die erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch und Gesamtstromerzeugnisse im Jahr 2017 hatten:

• Der Anteil von Wind-, Wasser-, Bio- und Sonnenenergie am Gesamtstromverbrauch betrug 36,1 Prozent
• Anteil der erneuerbaren Energien am erzeugten Strom betrug 33,1 Prozent

Deutlich wird auch, dass neu entstehende Anlagen, die Strom erzeugen, günstiger werden, auch wenn für den Übergang natürlich althergebrachte Energieerzeuger wie z.B. Gaskraftwerker benötigt werden.
Erst in wenigen Jahren, wahrscheinlich um 2020 herum, wird sich herausstellen, welche Vorzüge die Energiewende wirklich mit sich bringt.

Statistik: Höhe der EEG-Umlage für Haushaltsstromkunden in Deutschland bis 2018. Quelle: netztransparenz.de

Energiewende: Wie geht es weiter?

 

Wo genau die Energiewende letztendlich hinführt, bleibt weiterhin jedoch unklar, was zu großen Frustrationen in der Energiewirtschaft führt. Vertreter des Energiesektors wünschen sich vor allem von der Bundesregierung eine konkretere Planung. Ein präziser Plan ist insbesondere notwendig, um alternative Arbeitsplätze für diejenigen Arbeitnehmer zu schaffen, die noch in der althergebrachten fossilen Energiegewinnung arbeiten. Die Förderungen von Gebäudesanierungen und der Elektromobilität schreiten ebenfalls noch nicht schnell genug voran. Die unsichere Planung sorgt weiterhin dafür, dass Investitionen in den neuen Energiesektoren stagnieren.

Energiewende: Was kann ich tun? 

Die Politik mag zwar weiterhin zögern, wenn es um eine präzise Planung und deutliche Entscheidungsfindung geht, dennoch kann der individuelle Verbraucher etwas zur Energiewende beitragen. Hier einige Anknüpfungspunkte:

Maßnahme Wie sie helfen können
Ökostrom Verbraucher, denen die Energiewende am Herzen liegt, sollten darauf achten, dass ihr Ökostromanbieter ebenfalls darauf abzielt. Manche Anbieter, die sich mit einem entsprechenden Label brüskieren, unterstützen in Wahrheit keine regenerativen Kraftwerke. Zwar finanziert eigentlich jeder Verbraucher die EEG-Umlage mit, aber nur wer gezielt vorgeht und nach entsprechenden Anbietern sucht, sorgt für eine grüne Wirtschaft und unabhängige sowie überlebensfähige Anlagen.
Photovoltaik Privatverbraucher können sich eine Solar- bzw. Photovoltaikanlage auf das Hausdach montieren lassen. Der daraus entstehende Strom kann der Betreiber für seine eigenen Zwecke verwenden oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen und an Energieversorger verkaufen.
Solarthermie Im Gegensatz zur privaten Photovoltaikanlage wird kein Strom erzeugt, sondern Wärme- und Heizenergie, mit der Verbraucher künftig sparsamer heizen und Wasser erhitzen können.
Wärmedämmung Eine ordentliche Wärmedämmung und eine Sanierung von Wänden und Dächern sorgen dafür, dass Wärme im Winter nicht schnell und in einem großen Maße entweicht, sondern innerhalb der vier Wände bleibt, wo sie hingehört.

Tabelle: Einiges können Verbraucher selbstständig tun, um die Energiewände zu unterstützen. Gleichzeitig können sie Strom und Energie sparen. Einige dieser Maßnahmen bringen finanzielle Vorteile, werden staatlich gefördert und erhöhen sogar den Wert von Wohneigentum und Immobilien generell. Natürlich können auch private Unternehmen solche Schritte ausführen, was als Bonus sogar ein positives Image mit sich bringt.

Weitere Herausforderungen der Energiewende

Mit der Umstellung der Kraftwerke und der Energieerzeuger kann die Energiewende allerdings nicht allein gemanagt werden. Weil der Strom dezentral von mehreren einzelnen Anlagen erzeugt wird, anstatt von zentralen Kraftwerken, muss das Energienetz entsprechend umgebaut werden. Zudem kommt es immer zu Schwankungen, wenn Energienetze stark vom Wetter abhängig sind. Bessere Speichermöglichkeiten sind notwendig, um solche Schwankungen immer wieder auszugleichen. Intelligente Stromnetze sollen dagegen dafür sorgen, dass eventuelle Engpässe vermieden werden und eine ausreichende Stromversorgung für alle Haushalte gewährleistet wird.

Warum ist die Energiewende notwendig? 

Die Fortschritte der Energiewende bleiben weiterhin ernüchternd und die Klimaschutzziele außer Reichweite. Dabei sind die Energiewende und die damit einhergehenden technischen Veränderungen und Weiterentwicklungen dringend notwendig. Nicht nur der Umwelt willen, sondern auch um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands und den Wohlstand weiterhin zu gewährleisten. Aus folgenden Gründen:

  • zunehmend schwankende Ölpreise
  • hohe Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen
  • Erschließung einer nachhaltigen, effizienten und unabhängigen Energieversorgung

Die dezentrale, private Umstellung auf erneuerbare Energien stellt dahingehend einen wichtigen Schritt dar. Allerdings muss noch einiges getan werden, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen.

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Experten befürchten einen Einbruch beim Ausbau der Windenergie

In Deutschland gibt es viele Windräder und der Ausbau ist in den letzten Jahren immer weiter forciert worden, zumal auch der Energiebedarf stetig wächst. Doch Experten gehen jetzt davon aus, dass der Ausbau bei Windkraftanlagen künftig ins Stocken geraten könnte – der Zenit sei überschritten. Was das für die Zukunft bedeutet und wie es bei der Energiegewinnung aus Wind weiter geht, verraten die folgenden Zeilen.

Windräder stehen vor allem vermehrt im ländlichen Raum oder in der Nähe von dem Meer. Bildquelle: Yerbolat Shadrakhov – 788954230 / Shutterstock.com

Ausbauleistung soll in diesem Jahr maximal 3,5 Gigawatt betragen

Der Wind leistet nicht nur hierzulande Großes: Er liefert Energie für Millionen von Haushalten in der ganzen Bundesrepublik. Dabei treibt der Wind tausende von Windräder und Windkraftanlagen an, die sich vermehrt in ländlichen Gebieten oder auf hoher See als Offshore-Windparks finden lassen. Doch auch wenn das Ganze eigentlich gut läuft, gehen Experten zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der Zenit schon längst überschritten ist.

1.    Im letzten Jahr sind noch 1792 neue Windräder aufgestellt worden

2.    In diesem Jahr soll die Ausbauleistung auf weniger als 3,5 Gigawatt sinken

Die Schätzungen gehen zurück auf Zahlen des Bundesverbandes Windenergie, der seinen Sitz in Berlin hat. Auch in Bezug auf das Jahr 2019 hat man sich schon geäußert. Für kommendes Jahr wird mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

Auch auf See sieht die Lage nicht wesentlich besser aus

Auf dem Meer werden Windkraftanlagen besonders gerne positioniert, weil hier der Wind rauer weht als an Land. Bildquelle: Lyu Hu – 287582624 / Shutterstock.com

Auf hoher See, wo die Lage tendenziell besser aussehen sollte, bietet sich ein ähnliches Bild. Hier wurden im vergangenen Jahr 222 Windkraftwerke mit je 1,25 Gigawatt an Leistung in Betrieb genommen. Mittlerweile ist jedoch auch hier ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

–  Derzeit befinden sich nur zwei weitere Offshore-Windparks in Produktion, die eine Leistung von 780 Megawatt erzeugen sollen

–  Darüber hinaus sind nur fünf weitere Projekte in Planung, hier immerhin mit einer Leistung von 1,5 Gigawatt

Auf der anderen Seite ist zu konstatieren, dass bis zum Ablauf des Jahres 2020 auch gar kein größerer Ausbau stattfinden kann. Somit sind für den derzeitigen Rückgang beim Ausbau in erster Linie Vorgaben aus der Politik und neue Regelungen verantwortlich. Hier ist insbesondere das EEG, also das Gesetz für Erneuerbare Energien, zu nennen. Der Gesetzgeber ist hierbei hingegangen und hat erstmalig Ausschreibungsverfahren eingeführt, wenn es um den Bau von neuen Windkraftanlagen geht. Gleichzeitig ging damit auch eine Beschränkung beim Ausbauvolumen einher. Sebastian Boie von der Stiftung für Offshore-Windanlagen sagte zu diesem Thema:

Als Zitat formatieren:

„Wir wollen bis 2025 zumindest zwei Gigawatt an Offshore-Windleistung zusätzlich bauen, weil dafür auch die nötigen Netzkapazitäten bereitstehen.“

Klimaziele der Bundesregierung werden für 2020 nicht erreicht

Die Branche, die sich mit der Fertigung und dem Aufstellen von Windkraftanlagen beschäftigt, fordert auf politischer Ebene schon lange, dass die Windkraft auf See auf 20 Gigawatt angehoben wird. Derzeit sind nur 15 Gigawatt möglich, danach ist eine Deckelung vorhanden:

  1. Aktuell sind in Nord- und Ostsee insgesamt 1169 Anlagen installiert
  2. Sie laufen mit einer Gigawatt-Leistung von 5,4

Für eine Aufhebung der Grenze spricht auch, dass die Bundesregierung die für das Jahr 2020 angepeilten Klimaziele wohl verfehlen wird. Neues Zieljahr für eine 65 prozentige Versorgung aus erneuerbaren Energien ist gemäß Koalitionsvertrag nun das Jahr 2030. Eine gesetzliche Konkretisierung, wie diese Ziele realisiert werden sollen, fehlt indes weiterhin, sodass es erneut fraglich erscheint, wie die Umsetzung vonstatten gehen soll. 

Windkraftanlagen haben neben vielen Vorteilen auch Nachteile 

Noch im Jahr 2010 war eine Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass Windkraftanlagen im Jahr 2020 dazu in der Lage sein sollten, auf 0,75 Prozent der gesamten Landfläche 20 Prozent des Strombedarfs der Deutschen zu decken. In der Theorie stehen zumindest 13,8 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands für die Schöpfung von Energie aus Wind zur Verfügung. Demgegenüber steht die Praxis, die diese Zahlen dementiert und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Belange des Artenschutzes wurden nicht berücksichtigt
  2. Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden zu sehr außen vor gelassen

Bei allem Hype um Windenergie, sind indes auch die Nachteile dieser Variante der Energiegewinnung nicht zu verschweigen. So ist Wind zum Beispiel keine konstante Kraft, die quasi auf Abruf zur Verfügung steht. Auch sind die Windkraftanlagen selbst sehr teuer und zwar nicht nur in der Produktion. Vielfach werden zudem Habitate zerstört mit fragwürdigem Mehrnutzen.

Bildquellen:

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Dauerthema Strompreiserhöhungen – Wie sich Verbraucher dagegen wehren können

Strompreise steigen, Kosten der Versorger fallen – Was Verbraucher tun können

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland ist Deutschland schon in der Vorrunde sang- und klanglos ausgeschieden. Und dabei sehnten sich die deutschen Fußballfans so sehr nach dem zweiten Weltmeistertitel in Folge. Die deutschen Stromkunden sehnten sich in Bezug auf ihre Strompreise keineswegs nach einem Titel. Und doch ist er gelungen. So ungerecht kann die Welt sein. Deutschland darf sich ab sofort Strompreis-Europameister nennen. In keinem europäischen Land müssen Verbraucher mehr für Strom berappen als in Deutschland. Strom als Luxusgut? Wir beleuchten die Strompreisentwicklung in Deutschland und sagen, was Verbraucher tun können.

Der Kaiser warf im 17. Jahrhundert Münzen aus dem Fenster des Würzburger Rathauses für die Armen im Volk. Daher stammt das Sprichwort „Er wirft das Geld zum Fenster hinaus“. Heute wirft das Volk viel Geld zur „Steckdose“ hinaus. Bildquelle: JoaoCachapa – 1104123836 / Shutterstock.com

Aktuell liegt der Strompreis in Deutschland im Schnitt bei 29,42 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde. Eurostat, die Statistikbehörde der Europäischen Union, kommt sogar auf einen Durchschnittspreis von 33,62 Cent. 1998 lag der durchschnittliche Strompreis noch bei 17,11 Cent. Somit ist der Strompreis in den letzten zwanzig Jahren um knapp 100 Prozent gestiegen. Ein 3-Personen-Haushalt verbraucht laut dem Stromspiegel 2017 im Schnitt etwa 3.600 kWh jährlich. Somit wird das Haushaltsbudget allein durch Strom mit 85,80 Euro im Monat belastet. 1998 waren es noch 49,90 Euro.

Statistik: Verbraucher müssen monatlich immer mehr für Strom bezahlen

Die Komponenten, aus denen sich der Strompreis zusammensetzt
Mehrere Komponenten bestimmen, welchen Strompreis Sie als Kunde bei Ihrem Lieferanten letztendlich bezahlen. Einige davon sind für Verbraucher schwer nachvollziehbar. Das ergibt sich schon allein aus der Tatsache, dass die Kosten für Erzeugung, Transport und Vertrieb seit 1998 nahezu gleich geblieben sind:

Erzeugung, Transport und Vertrieb seit 1998 nahezu gleich geblieben sind:
1998 2017
Stromkosten für Erzeugung, Transport, Vertrieb
13,04 Cent
13,11 Cent
Strompreis gesamt 17,11 Cent 29,16 Cent
Anteil Steuern, Abgaben und Umlagen
24%
54%

Der Anteil der Steuern, Abgaben und Umlagen hat sich also in zwanzig Jahren mehr als verdoppelt. Er beinhaltet folgende Werte:
• Steuern: 22,9 % (diese beinhalten die Mehrwertsteuer von 16 % und die Stromsteuer von 6,9 %
• Konzessionsabgabe: 5,4 %
• Umlage nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG-Umlage): 23 %
• Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz KWKG: 1,5 %
• Umlage nach § 19 der Strom-Netzentgeltverordnung: 1,3 %
• Offshore-Haftungsumlage: 0,1 %
• Umlage für abschaltbare Lasten: 0,02 %
Der obige Kostenanteil macht 54,22 Prozent des Gesamtstrompreises aus. Der Anteil für Erzeugung, Transport und Vertrieb beläuft sich aktuell auf 21,5 Prozent. Die restlichen 24,28 Prozent machen das Nettonetzentgelt (23,18%) und Entgelte für die Kosten der technisch notwendigen Mess- und Steuereinrichtungen (1,1%) aus.
Steuern und staatlich festgelegte Umlagen könnten somit rein theoretisch als die Preistreiber beim Strompreis identifiziert werden. Ganz so einfach ist es aber nicht. Ausufernde Subventionen für immer mehr Unternehmen und Mitnahmeeffekte der Stromversorger sind ebenso dafür verantwortlich.
Gründe für die Strompreiserhöhungen
Privaten Haushalten drohen immer von drei Seiten Strompreiserhöhungen. Immer wenn der Staat per Gesetz wieder eine neue Umlage beschließt, wird diese von den Versorgern an die Verbraucher weitergegeben. Ob dies zu Hundert Prozent der Fall ist oder ob die Versorger gleich noch ein, zwei Zehntelprozentpunkte drauflegen, ist aufgrund der zahlreichen Komponenten, aus denen sich der Strompreis zusammensetzt, kaum noch nachvollziehbar.
Die zweite Quelle für höhere Preise beim Strom sind die Netzbetreiber. Das sind Dienstleistungsunternehmen, die die Infrastruktur der überregionalen Stromnetze zur elektrischen Energieübertragung operativ betreiben. Sie stellen ihre Dienstleistungen den Stromhändlern und Stromlieferanten in Rechnung. Das Netzentgelt ist ebenfalls Teil des Strompreises und macht derzeit gut 23 Prozent aus. Hier lauern in Zukunft permanent Strompreiserhöhungen aufgrund teurer Stabilitätsmaßnahmen. Damit sind Eingriffe in die Netzregulierung gemeint, die aufgrund mangelnder Infrastruktur nötig sind, wenn beispielsweise Windkraftanlagen kostenpflichtig abgeschaltet werden müssen, weil die Stromleitungen deren Strom in Hochlast-Phasen nicht mehr transportieren können. Experten schätzen, dass sich solche Kosten derzeit auf rund eine Milliarde Euro im Jahr belaufen und erwarten weitere Steigerungen. Insgesamt gibt es in Deutschland vier Netzbetreiber:
• Tennet TSO
• 50Hertz Transmission
• Amprion
• TransnetBW
Die dritte Quelle für höhere Strompreise bilden die Stromhändler und Stromlieferanten selbst. Hier werden Preisänderungen an der Leipziger Strombörse und bei den Rohstoffpreisen an die Endkunden weitergegeben. Der aktuelle Börsenpreis für den EEX-Baseload (durchschnittlicher Preis für Grundlaststrom) überstieg im 2. Quartal 2018 den Vorjahreswert bereits um 34 Prozent.
Was Verbraucher tun können
Verbraucher glauben oft, dass sie der Strompreispolitik ihres Anbieters hilflos ausgeliefert sind. Das ist aber ein Irrtum. Sie selbst können die Strompreisbremse auf zweierlei Weise ziehen:
• Strom sparen
• Anbieterwechsel
Mit intelligenter Technik und einem bewussten Umgang mit Strom bieten sich jedem Verbraucher schon einige Einsparpotenziale. Wo im Haushalt große Sparmöglichkeiten beim Stromverbrauch stecken, darüber haben wir bereits hier berichtet.

Das Einsparpotenzial bei einem Anbieterwechsel ist sogar noch höher. Die Finanzexperten der Stiftung Warentest haben errechnet, dass die Stromrechnung um bis zu 30 Prozent günstiger ausfallen könnte, würden sich Verbraucher nach einem Tarifvergleich für einen günstigeren Anbieter entscheiden. Den kommunalen Energieversorgern, insbesondere den Stadtwerken, mangelt es laut einer Studie an innovativen neuen Geschäftsmodellen. Offenbar kann dies nur durch geringere Kundenzahlen geändert werden. Kleinere private Anbieter sind da wesentlich einfallsreicher und haben sich schon besser an den Wandel innerhalb der Energiewirtschaft angepasst.

In den Großstädten ist das Einsparpotenzial durch einen Anbieterwechsel laut Stiftung Warentest am größten. Zum Vergleich hier die Top-Werte für einen 4-Personen Haushalt:

• Berlin: jährliche Einsparung 420 Euro
• Hannover: jährliche Einsparung 380 Euro
• Bremen: jährliche Einsparung 340 Euro

Um vor Lockangeboten gefeit zu sein, sollten Sie darauf achten, dass der neue Tarif eine mindestens 12-monatige Preisgarantie beinhaltet. Ein Anbieterwechsel kann problemlos  erledigt werden. Der Wechselservice beinhaltet alle Formalitäten, sodass Sie sich um Kündigung und Anmeldung beim neuen Stromanbieter nicht zu kümmern brauchen.

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